| Potsdam ist angesagt. Und das nicht nur, wenn sich dort, wie Ende
2002 geschehen, in der Staatskanzlei 40 Mitglieder der DPRG- Landesgruppe
Berlin/Brandenburg zusammenfinden. Die Gastgeber, Verbandskollegin
Marita Goga, Referatsleiterin Öffentlichkeitsarbeit in der
Staatskanzlei Brandenburg und Regierungssprecher Erhard Thomas informierten
über das neue Corporate Design der Landesregierung Brandenburg
und über medienpolitische Perspektiven. Klar, dass dabei im
Verlauf des spannenden Abends immer mal wieder das Thema Länderfusion
zwischen Brandenburg und Berlin zur Sprache kam. Sowohl die Gastgeber
als auch die Gäste ließen nicht locker. Den beiden sympathischen
Medienprofis von der Kanzlei kam dieses gegenseitige Interesse nicht
ungelegen. In der lebhaften Diskussion brachte es Erhard Thomas
auf den Punkt: „Am Grundsatz des Fusionsprojektes ist festzuhalten“.
Zwar sei der Zeitpunkt noch fraglich, doch die positiven Zeichen
seien mittlerweile nicht mehr zu übersehen. In diesem Zusammenhang
nannte Thomas die bevorstehende Senderfusion von ORB und SFB sowie
das Flughafenprojekt als wegweisend. Auch in den Universitäten
zeichneten sich schon positive Tendenzen ab, wenn es darum gehe,
den Blick über den Tellerrand der Landesgrenzen hinaus zu schärfen.
Den Medien, dies ergab die Diskussion, kommt in der Fusionsdebatte
nach wie vor eine Schlüsselrolle zu. Deshalb komme es vor allem
auf eine kontinuierliche Pressearbeit an. Hier funktionierten die
Kooperationen recht zufriedenstellend, so Erhard. Allerdings dürfe
im weiteren Vorgehen das Mentalitätenproblem der Haupstadtregion
im andauernden wirtschaftlichen und sozialen Transformationsprozess
nicht ignoriert werden. Erhard: „Wir müssen die Capital-Region
gemeinsam weiter entwickeln“.
Gerhard Mahnken
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