Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 09/Juli 2003 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Report zum PR-Tag
  Glosse
Von Programmfoldern und Einladungskarten
  DPRG-Arbeitskreis
Let´s talk about Science
  Portrait
Rosemarie Büschel
  Glosse
Kultur is alle
  Neue Mitglieder
  Termine
näher erläutert
  Umfrage: Workshops
Welche interessieren Sie?
  Kommentar
Wie gut ist PR für PR?
  Bericht
44. Deutscher PR-Tag
  Statement
Kritischer Journalismus und PR
 

Golfturnier
1. DPRG Presse Cup
Meet the press

  Kochs Rezepte
PR-Tag 2003
- eine Nachlese
  Termine
  Impressum
Archiv
 

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Report zum PR-Tag
von Sebastian Vesper


Sebastian Vesper
Chefredakteur PR Report
 

Seit 1996 habe ich alljährlich das Vergnügen, die PR-Tage der DPRG besuchen zu dürfen. Für uns Fachjournalisten bedeutet so ein PR-Tag Schwerstarbeit: Die vielen Themen wollen in kurzer Zeit bearbeitet werden, wobei man vorher nicht wissen kann, über welchen Workshop es sich am meisten zu berichten lohnt. Die Visitenkarten gehen einem aus, wobei das spezifische Gewicht in der Brusttasche natürlich gleich bleibt. Stets ein Auge auf der Gästeliste, hechtet man zwischen den Sessions durch das Foyer. Und, was am schlimmsten ist: Die Pressekonferenz liegt immer in der Mittagspause...

Diesmal hat sich besonders letztere gelohnt. Allein der Moment, als Präsident Jürgen Pitzer den versammelten Journalisten – da waren ja auch solche, die nicht ständig über PR berichten – das Wesen der Profession mithilfe eines batteriebetriebenen Handventilators aus dem Geschenkefundus der Landesbank Rheinland-Pfalz zu demonstrieren anhob, war ein Highlight. (Wenn man die Stromquelle des Mini-Windmachers umpolt, propellert das Wunderding rückwärts – aus „PR“ wird dann „RP“...)

Spaß beiseite: Selten hat ein PR-Tag (übrigens inklusive der PK) so reibungslos funktioniert. Im angemessenen Ambiente, abseits trister Spesenhotels oder muffiger Kongresszentren, hat die DPRG das Thema „Politik und Kommunikation“ in verschiedenen Facetten besetzt und diskutieren lassen. Aber nicht nur die Organisation vor Ort klappte gut. Frappierend reibungslos auch die Abstimmung zwischen der Landesgruppe und der Bundesspitze samt Geschäftsstelle (wer sich für Verbände interessiert, weiß, dass das nicht selbstverständlich ist). Wohl aus diesem Grund gelang es dem Verband, verschiedene, mit aufeinander abgestimmten Botschaften hinterlegte Zeichen von Sendungsbewusstsein und Vitalität zu setzen. Ob „Image der PR“ (Bentele), Codizes für die Kommunikation (Avenarius) oder das Thema Selbstregulierung und Professionalisierung schlechthin (Pitzer) – Aussagen und Akteure verbanden sich zu einem insgesamt schlüssigen Bild. Das muss übrigens auch so sein, denn die staatsmännische Art, in der der Bundesvorstand Themen auswählt und Definitionshoheiten proklamiert, weckt Erwartungshaltungen, die ein Verband wie die DPRG in der Tagesarbeit erst einmal stemmen muss – auch in anderen Landesgruppen.

Ein modernes Dachthema, gute Referenten, zufriedene Gesichter beim Publikum – der 44. Deutsche PR-Tag war einer der besten, die ich bisher erlebt habe.

Sebastian Vesper


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