
Matthias Koch |
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280 Kolleginnen und
Kollegen aus unserer PR-Zunft konnten sich im Mai ein eigenes
Bild davon machen, wie der 44. Deutsche PR-Tag wirklich war und
ob wir, der Berlin-Brandenburger Landesverband, es geschafft haben,
mit diesem Fachkongress einen ernst zu nehmenden Beitrag zur Disziplin
der „Public Affairs“ zu leisten. Was man jedoch nicht
oder zumindest so nicht von diesem PR-Tag mitnehmen konnte, weil
es dort – aus Zeitgründen - nicht zur Sprache gekommen
ist, das sind einige Fragen und Gedanken, die ich mir bei der
Vorbereitung meines Eingangsstatements gemacht hatte.
Wer gehörte eigentlich zum Arbeitskreis PR-Tag? Waren das
nur Public Affairs-Profis oder auch Kollegen mit Expertise in
anderen PR-Disziplinen? Der AK-PR-Tag war im Prinzip über
die gesamte Vorbereitungszeit von ca. einem Jahr fast identisch
mit dem DPRG-Landesvorstand Berlin/Brandenburg. Begleitet wurde
der AK PR-Tag dabei von Anfang an von Rosemarie Büschel aus
Bonn, die wir in dieser Ausgabe im „Portrait“ vorstellen,
und – beileibe nicht nur zu Abstimmungszwecken – von
Präsident Jürgen Pitzer aus Mainz. Public Affairs-Professionals
im engeren Sinne des Wortes haben und hatten wir nicht in unserem
Landesvorstand. Wir sind jedoch alle mehr oder minder stark politisch
interessiert und verfolgten – vor allem im Vorfeld des Kongresses
die (kommunikations-) politische Diskussion in Mark und Metropole
mit kritischer Aufmerksamkeit.
Welche Bedeutung, welche Wertigkeit hatte der PR-Tag für
den Berliner Arbeitskreis? Ich glaube, ich übertreibe nicht,
wenn ich heute feststelle: der PR-Tag war das wichtigste Highlight
des Landesvorstandes seit seinem Bestehen in der aktuellen personellen
Konstellation. Nach der Aufbauarbeit der letzten drei Jahre in
Berlin und Brandenburg (z.B. mit Jour Roulants, Praxis-Workshops,
Special Events, Streusandbuechse.de u.a.m.) stellte der PR-Tag
eine ganz besondere Herausforderung für das Team des Landesvorstandes
dar. Mit dieser Veranstaltung wollten wir uns und anderen beweisen,
dass wir DPRGler aus Berlin und Brandenburg einen wesentlichen
Beitrag für die gesamte DPRG zu leisten im Stande sind.
Was kann man zur Durchführung der Vorbereitungsarbeiten sagen?
Was wurde wie gemacht, nach welchen Rezepten ist verfahren worden?
Die Vorbereitung auf den PR-Tag lief im Grunde genommen klassisch:
Es gab eine Art Kick-Off-Workshop im letzten Herbst auf Usedom.
Bei diesem Meeting wurden die Leitlinien des Kongresses entwickelt
sowie die interne Rollenverteilung definiert. Danach haben wir
uns ca. alle vier Wochen getroffen, um die jeweiligen Sachstände
abzugleichen. Für wichtige Parts des PR-Tages haben wir –
meist in kleinen Teams – dann eigene Konzeptpapiere entwickelt.
Erstellt wurden auf diese Weise eine Basiskonzeption, ein Medienkonzept,
ein umfangreiches Referenten-Briefing und die üblichen Checklisten
zur Organisation.
Woran werden sich Teilnehmer und Macher wohl gern erinnern? Das
Besondere des Berliner PR-Tages 2003 war m.E. die Art und Weise,
wie das Vorbereitungsteam zu jeder Phase des Projektes intensiv
und kollegial zusammengearbeitet hat. Etwas altertümlich
gesprochen würde man sagen: Es gab so etwas wie einen „Team-Spirit“.
Etwas allerdings, das man nicht wirklich richtig zu fassen bekommt
und das sich nicht „auf Druck“ oder gar „per
ordre de Mufti“ herstellen lässt. Diesen Team-Geist
hat es wirklich gegeben und er hat uns alle zu besonderen Leistungen
angespornt. Und dies alles ehrenamtlich; also ohne Erfolgsprämie
oder Gehaltsversprechen. Insbesondere in der heißen Schlussphase
hat der Arbeitskreis PR-Tag im Ergebnis so gearbeitet, als würde
es sich um eine kommerzielle PR-Agentur handeln. Das ist vielleicht
neben dem inhaltlich-fachlichen Ertrag das Beste, was diese Veranstaltung
erbracht hat: Team-Geist, Motivation und „frischen Wind“
(PR-Report Newsletter vom 30.05.2003) für die – Verzeihung
– „alte Tante“ DPRG. Daran können wir nun
anknüpfen.
Matthias Koch
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