Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 09/Juli 2003 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Report zum PR-Tag
  Glosse
Von Programmfoldern und Einladungskarten
  DPRG-Arbeitskreis
Let´s talk about Science
  Portrait
Rosemarie Büschel
  Glosse
Kultur is alle
  Neue Mitglieder
  Termine
näher erläutert
  Umfrage: Workshops
Welche interessieren Sie?
  Kommentar
Wie gut ist PR für PR?
  Bericht
44. Deutscher PR-Tag
  Statement
Kritischer Journalismus und PR
 

Golfturnier
1. DPRG Presse Cup
Meet the press

  Kochs Rezepte
PR-Tag 2003
- eine Nachlese
  Termine
  Impressum
Archiv
 

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Koch’s Rezepte und Reflektionen
PR-Tag 2003 – eine Nachlese

Matthias Koch
 

280 Kolleginnen und Kollegen aus unserer PR-Zunft konnten sich im Mai ein eigenes Bild davon machen, wie der 44. Deutsche PR-Tag wirklich war und ob wir, der Berlin-Brandenburger Landesverband, es geschafft haben, mit diesem Fachkongress einen ernst zu nehmenden Beitrag zur Disziplin der „Public Affairs“ zu leisten. Was man jedoch nicht oder zumindest so nicht von diesem PR-Tag mitnehmen konnte, weil es dort – aus Zeitgründen - nicht zur Sprache gekommen ist, das sind einige Fragen und Gedanken, die ich mir bei der Vorbereitung meines Eingangsstatements gemacht hatte.

Wer gehörte eigentlich zum Arbeitskreis PR-Tag? Waren das nur Public Affairs-Profis oder auch Kollegen mit Expertise in anderen PR-Disziplinen? Der AK-PR-Tag war im Prinzip über die gesamte Vorbereitungszeit von ca. einem Jahr fast identisch mit dem DPRG-Landesvorstand Berlin/Brandenburg. Begleitet wurde der AK PR-Tag dabei von Anfang an von Rosemarie Büschel aus Bonn, die wir in dieser Ausgabe im „Portrait“ vorstellen, und – beileibe nicht nur zu Abstimmungszwecken – von Präsident Jürgen Pitzer aus Mainz. Public Affairs-Professionals im engeren Sinne des Wortes haben und hatten wir nicht in unserem Landesvorstand. Wir sind jedoch alle mehr oder minder stark politisch interessiert und verfolgten – vor allem im Vorfeld des Kongresses die (kommunikations-) politische Diskussion in Mark und Metropole mit kritischer Aufmerksamkeit.

Welche Bedeutung, welche Wertigkeit hatte der PR-Tag für den Berliner Arbeitskreis? Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich heute feststelle: der PR-Tag war das wichtigste Highlight des Landesvorstandes seit seinem Bestehen in der aktuellen personellen Konstellation. Nach der Aufbauarbeit der letzten drei Jahre in Berlin und Brandenburg (z.B. mit Jour Roulants, Praxis-Workshops, Special Events, Streusandbuechse.de u.a.m.) stellte der PR-Tag eine ganz besondere Herausforderung für das Team des Landesvorstandes dar. Mit dieser Veranstaltung wollten wir uns und anderen beweisen, dass wir DPRGler aus Berlin und Brandenburg einen wesentlichen Beitrag für die gesamte DPRG zu leisten im Stande sind.

Was kann man zur Durchführung der Vorbereitungsarbeiten sagen? Was wurde wie gemacht, nach welchen Rezepten ist verfahren worden? Die Vorbereitung auf den PR-Tag lief im Grunde genommen klassisch: Es gab eine Art Kick-Off-Workshop im letzten Herbst auf Usedom. Bei diesem Meeting wurden die Leitlinien des Kongresses entwickelt sowie die interne Rollenverteilung definiert. Danach haben wir uns ca. alle vier Wochen getroffen, um die jeweiligen Sachstände abzugleichen. Für wichtige Parts des PR-Tages haben wir – meist in kleinen Teams – dann eigene Konzeptpapiere entwickelt. Erstellt wurden auf diese Weise eine Basiskonzeption, ein Medienkonzept, ein umfangreiches Referenten-Briefing und die üblichen Checklisten zur Organisation.

Woran werden sich Teilnehmer und Macher wohl gern erinnern? Das Besondere des Berliner PR-Tages 2003 war m.E. die Art und Weise, wie das Vorbereitungsteam zu jeder Phase des Projektes intensiv und kollegial zusammengearbeitet hat. Etwas altertümlich gesprochen würde man sagen: Es gab so etwas wie einen „Team-Spirit“. Etwas allerdings, das man nicht wirklich richtig zu fassen bekommt und das sich nicht „auf Druck“ oder gar „per ordre de Mufti“ herstellen lässt. Diesen Team-Geist hat es wirklich gegeben und er hat uns alle zu besonderen Leistungen angespornt. Und dies alles ehrenamtlich; also ohne Erfolgsprämie oder Gehaltsversprechen. Insbesondere in der heißen Schlussphase hat der Arbeitskreis PR-Tag im Ergebnis so gearbeitet, als würde es sich um eine kommerzielle PR-Agentur handeln. Das ist vielleicht neben dem inhaltlich-fachlichen Ertrag das Beste, was diese Veranstaltung erbracht hat: Team-Geist, Motivation und „frischen Wind“ (PR-Report Newsletter vom 30.05.2003) für die – Verzeihung – „alte Tante“ DPRG. Daran können wir nun anknüpfen.

Matthias Koch

 


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