Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 09/Juli 2003 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Report zum PR-Tag
  Glosse
Von Programmfoldern und Einladungskarten
  DPRG-Arbeitskreis
Let´s talk about Science
  Portrait
Rosemarie Büschel
  Glosse
Kultur is alle
  Neue Mitglieder
  Termine
näher erläutert
  Umfrage: Workshops
Welche interessieren Sie?
  Kommentar
Wie gut ist PR für PR?
  Bericht
44. Deutscher PR-Tag
  Statement
Kritischer Journalismus und PR
 

Golfturnier
1. DPRG Presse Cup
Meet the press

  Kochs Rezepte
PR-Tag 2003
- eine Nachlese
  Termine
  Impressum
Archiv
 

Streusandbüchse 01/01
Streusandbüchse 02/01
Streusandbüchse 03/01
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Streusandbüchse 05/02
Streusandbüchse 06/02
Streusandbüchse 07/02
Streusandbüchse 08/03
Streusandbüchse 09/03
Streusandbüchse 10/04
Streusandbüchse 11/04

 
 
Kommentar: Wie gut ist die PR für PR?
Der Schuster hat ja bekanntlich die schlechtesten Schuhe. Aber muss denn dann ein PR-Verband auch gleich schlechte PR machen? „PR? Welche PR?“ höre ich einige Fragen. Zu Recht! Aber auch hier gilt: keine PR ist schlechte PR. Durch die vornehme Zurückhaltung der DPRG in allen Bereichen der PR findet eine Information der Öffentlichkeit über das, was PR eigentlich ist, nicht statt. Geballtes Unwissen bei Meinungsmachern und Journalisten wartet deshalb nur auf die Hunzingers dieser Welt, damit allen plötzlich klar wird, was PR eigentlich ist. Dann wird verzweifelt versucht, dieses Informationsdefizit durch eine Abgrenzungs- und Verurteilungs-kampagne ad hoc zu beheben. Ist die Krise abgeflaut, tritt wieder Ruhe ein. Bis zur nächsten Krise.

Wenn überhaupt über PR diskutiert wird, dann in den Fachmedien. So ist sichergestellt, dass nur die, die ohnehin wissen sollten, was PR ist, auch etwas über PR erfahren. Mal davon abgesehen, dass die aufla-genstärksten Medien wie W&V und Horizont das Thema PR nur am Rande behandeln, liefert die DPRG auch nicht unbedingt die spannendsten Themen. Hauptthema in den letzten Jahren: „Wie schlecht ist unsere Ausbildung? Wer darf überhaupt ausbilden?“. Zu diesem Thema wird ausgiebig diskutiert und dem jeweils anderen die Qualität abgesprochen. Mit der Folge, dass eine generelle Verunsicherung darüber eintritt, ob es überhaupt qualifizierte PR-Fachleute gibt.

Tröstlich ist hier vielleicht, dass auch die GPRA es nicht viel besser macht. Highlight im letzten Jahr, wie bei der DPRG auch: Hunzinger. Hier konnte man endlich mal kommunizieren, was PR eigentlich nicht ist. Dies wurde mit Inbrunst und mit akzeptabler Medienresonanz für ein bis zwei Monate betrieben. Nun ruht der See wieder. In einer Sache ist die GPRA sogar noch konsequenter: sie spart sich auf ihrer Website den Bereich für Pressemitteilungen ganz. Die DPRG beglückt die Journalisten dagegen mit Pressemitteilungen wie „Deutsche Corporate Governance auf dem Weg nach Europa?" oder „Rolandsburger Erklärung“ und sicherlich unschlagbar „Friedrich Wilhelm Kleinlein - 44 Jahre aktive berufsständische Vertretung der Public Relations in Deutschland“.

Soviel zum Ist-Zustand der PR für PR. Was sollte man denn nun erwarten können? Eigentlich ganz einfach! Die Ziele der DPRG sind klar beschrieben auf der Website nachzulesen: „Förderung des Ansehens des Berufsstandes und Vertiefung der Kenntnisse über ihn in der Öffentlichkeit“. Das Ziel ist also klar. Nun fehlt nur noch Strategie und intelligente Durchführung. Kontakte zu den Journalisten, medienwirksame Inszenierung des Themas PR, Kontakte zu anderen Verbänden und Institutionen. Na ja PR eben…

Uwe Mommert


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