wir möchten Sie auf keinen Fall aus dem Konzept bringen. Deshalb
seien Sie doch bitte so gut und lesen Sie diese zehnte Nummer der
Streusandbuechse.de mit einem gehörigen Maß an Ungezwungenheit,
damit Sie in Ihrem kommunikativen Umfeld auch morgen noch kraftvoll
zupacken können. Bloß keine Konzeptkrämpfe.
Matthias Koch, Vize-Präsident der DPRG und Vorstandsvorsitzender
der Landesgruppe Berlin/Brandenburg, bringt es in dieser Ausgabe
mit seinen bewährten „Reflexionen“ wieder mal auf
den Punkt: Wer mit profes-sioneller Kommunikationsarbeit Geld verdienen
will, darf nicht kopflos agieren und je nach Tagesform aus dem Bauch
entscheiden, weil ihm strategische PR halt immer schon irgendwie
lag. Im Ernst: Gute Öffentlichkeitsarbeit braucht natürlich
stets ein belastbares, intellektuelles Gerüst. Mit den viel
zitierten „PR-Gags“ kommt keiner weit.
Konzeptuelle Öffentlichkeitsarbeit verlangt Überblick
und Strukturwissen, damit sie Entscheidungs- Orientierungswissen
produzieren kann. Das bekräftigen in dieser Ausgabe die Konzeptprofis
Astrid Drabant-Schwalbach, Rennée Hansen und Stephanie Schmidt
mit ihrem reichen Fundus an Erfahrungen. Das Vorstandsteam der DPRG-Landesgruppe
Berlin/Brandenburg bedankt sich an dieser Stelle sehr herzlich für
diese wertvollen Beiträge zum Schwerpunktthema „Konzept“.
Sie zeigen die Marschrichtung durch den Konzeptdschungel und sie
zeigen uns auch, wo es nicht (mehr) lang geht. Wer mehr wissen will,
sollte unseren Konzept-Workshop in Berlin nächstes Jahr nicht
verpassen, wir werden Sie darauf rechtzeitig in der Streusandbuechse.de
hinweisen.
Wie immer an dieser Stelle soll der Blick vor die eigene Haustür
unserer Landesgruppe nicht fehlen. Die Hauptstadtregion steckt nach
wie vor in einer strukturellen Krise. Und das auch, weil in den
politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Teilöffentlichkeiten
Konzepte fehlen. Diesen Herbst hat es die einst siegesstrotzende
SPD in Brandenburg kalt erwischt, die, wollte man der märkischen
Parteiführung Glauben schenken, vor allem durch den Sog der
bundespolitischen Reformdebatte ins Taumeln geriet und in den Kreisen
und kreisfreien Städten im Durchschnitt jetzt mit etwas mehr
als 20 Prozent darniederliegt. Matthias Platzeck und Genossen ließen
unterdessen verkünden, man müsse den Menschen jetzt sagen,
wo es hingehen soll. Gute Idee. Schöne strategische Zielsetzung.
Nur viel zu spät. Plakate-Kleben und in der Provinz verständnisvoll
lächeln ist wohl nach wie vor wichtig – aber längst
nicht alles ...
Auch für die so wichtigen wissensbasierten Einrichtungen der
Region, für die Hochschulen und außeruniversitären
Institutionen in Brandenburg und Berlin wird konzeptuelle Kommunikation
immer wichtiger. Die außergewöhnliche räumliche
Dichte unserer Wissenschafts- und Forschungslandschaft kann sich
durchaus sehen lassen! Lesen Sie hierzu den aufschlussreichen Beitrag
von Christine Titel zum Thema „Vielfalter Hochschul-PR“.
Und wer den Blick über den märkischen Tellerrand noch
etwas weiter schweifen lassen möchte, den entführt Maria
Borgmann mit Klaus Skibowski ins Masurenland.