Die Veranstaltung hieß zwar: Quo
vadis Public Relations? – Doch zunächst einmal kamen
alle zu einer Institution deutscher Öffentlichkeitsarbeit:
Studenten und Absolventen, Assistenten und Mitarbeiter, Kollegen
aus Wissenschaft und Praxis, Bekannte, Freunde – und natürlich
ihr Mann. Sie alle strömten am 19. Februar 2004 diesen Jahres
zur Verabschiedung von Barbara Baerns in den Henry Ford Bau der
Freien Universität.
Und Prof. Dr. Barbara Baerns, Leiterin des Studienschwerpunktes
Öffentlichkeitsarbeit des Instituts für Publizistik
und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin
ließ sich feiern. Es sprachen der FU-Vizepräsident
Prof. Werner Väth, der Frau Baerns feierlich ihre Urkunde
überreichte, nicht ohne zu betonen, dass er sich leider vergeblich
darum bemüht habe, die PR-Spezialistin zum Bleiben zu bewegen,
des Weiteren der Institutsleiter Prof. Gernot Wersig, der Leipziger
Professorenkollege Günter Bentele und der Präsident
der Deutschen Public Relations Gesellschaft Jürgen Pitzer.

Matthias Koch bei der Übergabe von Präsenten der DPRG-Landesgruppe
Doch der Reihe nach: Zunächst ging es um die angekündigte
Podiumsdiskussion: Quo vadis Public Relations? – der Abschlussveranstaltung
einer Vorlesungsreihe im Wintersemester 2003/04 zum Thema: Öffentlichkeitsarbeit
– Praxis, Analyse, Reflexion
Er könne sich durchaus vorstellen, dass der Begriff „PR-Berater“
in nicht allzu ferner Zukunft zum Unwort des Jahres gekürt
werde, ließ sich Podiumsmitglied Heiko Kretschmer von Johanssen
+ Kretschmer provokant vernehmen – eine Feststellung, der
die übrigen Podiumsteilnehmer Prof. Lothar Rolke von der
Fachhochschule Mainz, Dr. Joachim Klewes, Honorarprofessor für
Kommunikationsmanagement an der FU Berlin sowie Barbara Baerns
selbst wenig entgegensetzen konnten oder wollten, die aber der
Moderatorin Dr. Juliana Raupp vom Institut für Publizistik
genügend Zündstoff für weitere Fragen lieferte.
Einig war man sich darin, dass sich Kommunikationsfähigkeit
zum immanenten Bestandteil des strategischen Managements entwickeln
müsse. Wissenschaft und Forschung käme im Hinblick auf
professionelles Kommunikationsmanagement die Aufgabe zu, die beabsichtigten
Kommunikationsprozesse auf der Grundlage systematischer Forschung
zu optimieren – eine Einschätzung, der sich die anwesenden
PR-Profis aus Wissenschaft und Praxis durchaus anschließen
mochten, wie sie auch die zentralen Aussagen der Festschrift zusammenfasst,
die Barbara Baerns zur Feier des Tages überreicht wurde:
Quo vadis Public Relations? – herausgegeben von Juliana
Raupp und Joachim Klewes mit Beiträgen namhafter Autoren
aus der deutschen und internationalen PR-Forschung und der Kommunikationspraxis
(VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2004, 296 S., 29.90
Euro).
Eine Festschrift habe sie sich schon immer gewünscht, bekannte
eine sichtlich gerührte Barbara Baerns – und lud die
Anwesenden zum anschließenden Empfang. Beim Büfett
mit musikalischer Untermalung wurde noch lange diskutiert, räsoniert,
gefachsimpelt – und natürlich ausgelassen gefeiert.
Astrid Drabant-Schwalbach
Hier gibt es noch einige Bilder
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