
Gerhard Mahnken
Chefredaktion |
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Liebe Leserin, lieber Leser,
die EU- Osterweiterung hat im Jahr 2004 für jede Menge Medienwirbel
gesorgt. Haben sich die Wogen inzwischen geglättet? Das Gegenteil
scheint der Fall zu sein. Die Debatte um regionale Gleichheit oder
Gleichwertigkeit ist, wie jüngst geforderte „Reparationsforderungen“
zeigen, auch auf europäischer Ebene angekommen. In dieser Ausgabe
geht es Matthias Koch mit seinem Vorstandsteam in der Landesgruppe
Berlin/Brandenburg deshalb auch darum, mit gängigen Ost-West-Klischees
aufzuräumen und kommunikative Ansätze zu zeigen, damit
wir unseren neuen EU-Nachbarn gegenüber künftig den richtigen
Ton finden. Mindestens aber einen besseren.
In den östlichen Nachbarländern tun sich indes weiterhin
neue Märkte auf. Lesen Sie dazu in dieser Ausgabe den Beitrag
„Ost-PR“ des Kollegen Masluk. Auch kommt der Austausch
in wissenschaftlichen Gefilden offenkundig in ein besseres Fahrwasser,
davon weiß Heike Dörrenbächer, Geschäftsführerin
der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde für Sie
zu berichten. Es gibt aber nicht nur Erfolgsmeldungen zu verbuchen.
Die viel zitierte Ost-West-Drehscheibenfunktion, die der Hauptstadtregion
gerne zugeschrieben wird, lässt mit ihren Wirkungen nach wie
vor zu wünschen übrig. Das gilt übrigens für
die kommunikative Bewältigung des EU-Themengewühls insgesamt,
wie Jens Pottharst meint, der im Informationsbüro für
Deutschland des Europäischen Parlaments arbeitet. Da hilft
womöglich nur der Enthusiasmus eines Gerhard Sabathil, der
Unter den Linden die Europäische Kommission für Deutschland
in Berlin vertritt: Maria Borgmann hat diesen „Kommunikator
für Europa“ für sie porträtiert.
Vielleicht sollten wir demnächst in Berlin und Brandenburg
einfach mehr Raum schaffen für eine „vielstimmige mitteleuropäische
Folklore“, so wie sie Achim Kühne während eines
multikulturellen Wochenendes an der Oder gefunden hat. Ansonsten
gibt Ihnen Susanne Schneider aus der eloquenten Liga der Junioren
noch einige wertvolle Tipps, wie Sie sich für Europa fit machen
können. Aber lesen Sie selbst! Herzlich,
I h r Gerhard Mahnken
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