Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 12/Oktober 2004 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Die Osterweiterung der Europäischen Union –
  Thema
Mehr Europa
  Ortstermin
Europäische Schnipsel
  Thema
Schlafes Bruder
an der Oder
  Portrait
Gerhard Sabathil
 

Ortstermin
Baustellenbesuch am
Lehrter Bahnhof

  Kommentar
Kochs Rezepte und Reflexionen
  Literaturtipps
Internationale PR
 

Thema
Ost-PR

 

Junioren
Fit für Europa

  Praktikumsplatz
  Stellenausschreibung
  Termine
  Impressum
Archiv
 

Streusandbüchse 11/04
Streusandbüchse 10/04
Streusandbüchse 09/03
Streusandbüchse 08/03
Streusandbüchse 07/02
Streusandbüchse 06/02
Streusandbüchse 05/02
Streusandbüchse 04/02
Streusandbüchse 03/01
Streusandbüchse 02/01
Streusandbüchse 01/01

strato

 
Editorial

Gerhard Mahnken
Chefredaktion
Liebe Leserin, lieber Leser,

die EU- Osterweiterung hat im Jahr 2004 für jede Menge Medienwirbel gesorgt. Haben sich die Wogen inzwischen geglättet? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Die Debatte um regionale Gleichheit oder Gleichwertigkeit ist, wie jüngst geforderte „Reparationsforderungen“ zeigen, auch auf europäischer Ebene angekommen. In dieser Ausgabe geht es Matthias Koch mit seinem Vorstandsteam in der Landesgruppe Berlin/Brandenburg deshalb auch darum, mit gängigen Ost-West-Klischees aufzuräumen und kommunikative Ansätze zu zeigen, damit wir unseren neuen EU-Nachbarn gegenüber künftig den richtigen Ton finden. Mindestens aber einen besseren.

In den östlichen Nachbarländern tun sich indes weiterhin neue Märkte auf. Lesen Sie dazu in dieser Ausgabe den Beitrag „Ost-PR“ des Kollegen Masluk. Auch kommt der Austausch in wissenschaftlichen Gefilden offenkundig in ein besseres Fahrwasser, davon weiß Heike Dörrenbächer, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde für Sie zu berichten. mehr->
 

Die Osterweiterung der Europäischen Union – Ausweitung der Kontakte nur noch durch private Initiativen?

von Dr. Heike Dörrenbächer

Die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) gehört zu den wichtigsten Trägern der Osteuropaforschung in Deutschland. Sie hat das Ziel, in Deutschland über aktuelle Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa zu informieren und den Dialog zwischen Ost und West zu fördern. Dies tun wir mit unseren osteuropa-bezognen Veranstaltungen und der Herausgabe der drei Zeitschriften OSTEUROPA, OSTEUROPA-WIRTSCHAFT und OSTEUROPA-RECHT (www.dgo-online.org).

Als Dachverband der Osteuropaforscher beobachten wir im Moment folgendes Paradoxon: Die Osterweiterung der Europäischen Union hat zu einer völlig neuen Qualität und Intensivierung der zwischenstaatlichen Beziehungen zwischen Ost und West geführt. Dies macht sich auch im Bereich des Austausches und der Kommunikation zwischen Ost und West bemerkbar. War es bis 1989 oft ein unmögliches Unterfangen oder zumindest ein exotisches Abenteuer, an einer Universität des damals so genannten „Ostblocks“ zu studieren oder zu unterrichten, so sind (akademische) Aufenthalte in Osteuropa nicht mehr die Ausnahme. Nicht nur Slawistikstudenten zieht es nach Osteuropa. Frei nach der Devise „im Osten viel Neues“, entscheiden sich politisch und sozial engagierte junge Menschen für längere Auslandsaufenthalte in so unterschiedlichen Orten wie Krakau bis Omsk. Sie lassen sich weder vom Erlernen einer vergleichsweise schwierigen slawischen Sprache noch von den Lebensumständen in ihren Aktivitäten bremsen. Auch in die umgekehrte Richtung gibt es viel Bewegung. Studierende, Doktoranden und Gastwissenschaftler aus Osteuropa kommen zunehmend nach Deutschland und Berlin. mehr->

 

Mehr Europa
Jens Pottharst über das Informationsdefizit der Bürger in Sachen EU

Was für ein Europa-Jahr! Die EU erweitert sich um zehn neue Mitgliedstaaten. Eine Verfassung ist zu Papier gebracht. Und im Juni sind 342 Millionen Europäer zur weltweit zweitgrößten Parlamentswahl aufgerufen. Noch nie gab es so viele Sternstunden für Europa. Und doch war noch nie die Wahlbeteiligung für Europa so niedrig. Gingen zur ersten Europawahl 1979 noch 63 Prozent der Wahlberechtigten, so waren es 1999 weniger als 50 Prozent. Und diesmal nur noch rund 45 Prozent. Besonders enttäuschend fiel die Beteiligung an den Europawahlen in den Staaten Ost- und Mitteleuropas aus, sie lag bei durchschnittlich 26 Prozent. Enttäuschend, denn stimmten nicht wenige Monate zuvor überwältigende Mehrheiten in den Beitrittsstaaten für den Beitritt zur EU? Mehr als doppelt so viele Menschen als bei der Europawahl machten bei diesen Referenden mit.

Abgesehen von den sehr speziellen Schwierigkeiten, unter denen eine Europawahl seit jeher leidet (zu sehr nationale Wahlkämpfe, zumeist unbekannte Persönlichkeiten, wenig polarisierende Themen, etc.) muss man feststellen: Die EU – ihre Organe, ihre Institutionen, die Kompetenzen und Funktionsweisen - ist den Menschen wenig bekannt. In Deutschland fühlen sich rund zwei Drittel der Bürger „zu wenig“ informiert über die EU. Dieser Wert ist seit über zehn Jahren stabil, in den anderen EU-Staaten ist es nicht anders. mehr->
 
Ortstermin

Europäische Schnipsel
aufgelesen von
Achim Kühne-Henrichs an einem Wochenende im Oderland


Freitag Abend. Schloss Neuhardenberg. Überraschender Ort für eine türkisch-deutsche Konferenz zum EU-Beitritt der Türkei. „Wie weit reicht oder wo endet Europa?“ Energisch hebt SPD-Vordenker Peter Glotz als Eröffnungsredner den Zeigefinger: „Vorsicht vor einem neuerlichen europäischen imperial overstretch!“ ruft er warnend in den Saal. Es gehe nicht darum, die EU als größte Freihandelszone der Welt auszubauen, vielmehr sei ein politisch geeintes, handlungsfähiges Europa das Ziel.

Natürlich gehöre die Türkei zu Europa, betont dagegen der ehemalige türkische Außenminister Yasir Yakis. Man habe Jahrtausende alte historische Bindungen zu Europa, außerdem eine junge Bevölkerung und ein starkes Militär. Im Übrigen sei der alte römische Rechtsgrundsatz zu beachten: pacta sunt servanda, Verträge müssen eingehalten werden. Und da bereits seit 1959 über eine Mitgliedschaft der Türkei verhandelt werde, sei inzwischen doch längst alles entschieden. „Falsch!“ entgegnet CDU-Vordenker Wolfgang Schäuble in Neuhardenberg. Entschieden sei nichts, man müsse aber natürlich weiter nach einer Lösung suchen, vielleicht nach einer Form der privilegierten Partnerschaft. Auch stelle sich die Frage nach einer Zugehörigkeit zu Europa historisch begründet auch im Falle der Ukraine oder auch bei Israel.

Samstag Vormittag, Hafenfest in Kienitz. Hier an der Oder, wo vor 60 Jahren die Rote Armee zur Befreiung Deutschlands vom Faschismus mit einem ersten Brückenkopf zum Sturm auf Berlin losdonnerte (zum Gedenken steht noch immer ein sowjetischer Panzer an der „Straße der Befreiung“), sind heute die Jungs von der freiwilligen Feuerwehr Kienitz Nord im Einsatz. mehr->

 

 

Schlafes Bruder an der Oder
Anmerkungen zum
grenzüberschreitenden
Vorstellungsvermögen


Kein Zweifel: Nach der EU-Osterweiterung steht die Region, in der die DPRG- Landesgruppe Berlin/Brandenburg zu Hause ist, vor enormen kommunikativen Herausforderungen. Die jetzige wirtschafts- und sozialräumliche Situation ist dabei eine historische Chance. Und zugleich ist sie – machen wir uns nichts vor - eine Bürde, die sich zu den bestehenden Problemen gesellt, die der andauernde Transformationsprozess für die Menschen in der so genannten Hauptstadtregion mit sich bringt. Interkulturelle Kompetenz nimmt vor der unmittelbaren Haustür unseres Landesverbandes eine Schlüsselrolle ein. Dabei ist es m. E. sinnvoll, das kommunikative Geschehen der nächsten Jahre in die drei räumlichen Ebenen lokal, regional und überregional zu gliedern, wenn wir mit unseren neuen kapitalistischen Nachbarn ins Geschäft kommen wollen. Diesmal wohl eher ohne Begrüßungsgeld ...

Auf der lokalen Ebene besteht die Herausforderung für Kommunikationsfachleute vor allem darin, die aus der Geschichte entstandenen Vorurteile hüben wie drüben abzubauen. Vor allem für das Bundesland Brandenburg ist mit der EU-Erweiterung eine völlig neue Situation entstanden. Hier verlaufen 252 Kilometer der deutsch-polnischen Grenze, das sind 57 Prozent in ihrem Gesamtverlauf. Das Besondere an diesem Grenzraum ist, dass er mit der größten Massenumsiedlung verbunden ist, die es jemals in Europa gab. Seit dem Zweiten Weltkrieg leben auf der östlichen Seite der Oder keine Deutschen und auf der westlichen keine Polen mehr. Eine gewachsene regionale Identität, verglichen mit anderen Grenzräumen wie etwa dem deutsch-niederländischen, gibt es hier in der Bevölkerung nicht. mehr ->

Portrait
Gerhard Sabathil –
ein Kommunikator für Europa

Gerhard Sabathil
Schon der Name weist in den mitteleuropäischen Raum. Sein Träger sitzt am ehemaligen Schreibtisch von Walter Hallstein und schaut auf das Brandenburger Tor: Dr. Gerhard Sabathil, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland in Berlin Unter den Linden. Auf die Frage, was ihn sowohl beruflich als auch privat zu Europa bewogen hat, antwortet er spontan: „Ich bin Europäer.“

Die Beschäftigung mit Europa wurde ihm buchstäblich in die Wiege gelegt, denn die Familie war ursprünglich in der Karpato-Ukraine und in Böhmen zu Hause und ist im Zuge der Vertreibung 1945 nach Karlsruhe gezogen. Die Reisen mit der Großmutter nach Ungarn gehören zu den prägenden Kindheitseindrücken des Jungen, der auch als 14jähriger in Nordungarn den Aufmarsch der Invasionstruppen in die Tschechoslowakei miterlebt hat und stark den Gegensatz zwischen der Schönheit des Landes und der Konfrontation mit einem harten Kommunismus empfand. Das war für ihn die erste Begegnung mit der „großen Politik“, wobei schon der Großvater als Bürgermeister politisch tätig und dabei mit der Familie des Paneuropäers Coudenhove-Kalergi befreundet war.

Während des Studiums der Volks- und Betriebswirtschaft sowie Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München war Sabathil Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung, verbrachte längere Auslandsaufenthalte in den USA, der Volksrepublik China, Spanien und Ungarn und wurde 1981 zum Dr. rer.pol. promoviert. Nach ersten beruflichen Tätigkeiten in Deutschland ging er bereits 1984 nach Brüssel und arbeitete in verschiedenen Bereichen der Europäischen Kommission. Er erlebte „großartige Jahre sowie den Weg zu einem wiedervereinigten Europa.“ 1989 hörte er in Brüssel im Radio vom Fall der Mauer und sah sofort „die Chance, nach Osten zu gehen“ und dort zu arbeiten.

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Ortstermin

Jour Roulant am
Lehrter Bahnhof
Fotos des Baustellenbesuchs am
3. September 2004

zur Fotogalerie ->

Stellenausschreibung


Der Verein zur Förderung der Gerhart-Hauptmann-Häuser e.V.
mit Sitz in Erkner bei Berlin schreibt zum baldmöglichsten Termin die Stelle einer/eines

Geschäftsführerin / Geschäftsführers

für den
Museumsverbund Gerhart Hauptmann

Der Museumsverbund hat die Aufgabe, die Aktivitäten der Gerhart-Hauptmann-Häuser in Kloster/Hiddensee, in Erkner bei Berlin sowie in Agnetendorf und Schreiberhau im Riesengebirge/Polen zu koordinieren, neue Projekte zu entwickeln und das Netzwerk zwischen den Häusern in Deutschland und Polen aktiv weiterzuentwickeln.

Anforderungen:

- Einschlägiger Hochschulabschluss (insbesondere Germanistik/Literaturwissenschaft)
- Fundierte Erfahrungen im Kulturmanagement
- Interkulturelle und soziale Kompetenz
- Solide Polnisch-Kenntnisse

Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an BAT III – O

Die Stelle ist befristet bis 31. Dezember 2006. Eine Verlängerung wird angestrebt. Der Dienstort ist Erkner.

Ihre Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und einem frankierten und beschrifteten Umschlag senden Sie bitte bis zum 20.10.2004 an den

Verein zur Förderung der Gerhart-Hauptmann-Häuser e.V.
c/o Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner
Gerhart-Hauptmann-Straße 1-2
15537 Erkner

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Kommentar
 


Kochs Rezepte und Reflexionen:

Vom Osten lernen, heißt ...

...siegen lernen“ hätte es vor zwei Jahrzehnten noch von offizieller, ostdeutscher Seite geheißen. Heute tut man sich mit derlei Polit-Parolen schwer, und zwar mit beiden Elementen, die in diesem Spruch stecken: mit dem „Siegen“ wie auch mit dem „Lernen“. Anders herum betrachtet: Wie könnte man sich denn, aus heutiger Sicht gesehen, am „Osten“ ein Beispiel nehmen? Jetzt, wo in den neuen Ländern die Montagsdemonstranten marschieren, miese Stimmung herrscht und häufig von rechtsradikalen Übergriffen berichtet wird, ausgerechnet jetzt also soll man etwas Positives vom „Osten“ lernen können. Das kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Oder reine Provokation?

Keineswegs. Bei genauerer Betrachtung kann man viel vom „Osten“ lernen. Wobei unter „Osten“ weniger die neuen Bundesländer inklusive Berlin und Brandenburg gemeint sind, sondern vor allem die angrenzenden europäischen Nachbar-Regionen, die spätestens seit der EU-Osterweiterung im Mai diesen Jahres in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt sind. Gemeint sind also insbesondere die neuen baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen) ebenso wie Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn. Diesen Ländern sollte in nächster Zeit unsere besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Das gilt insbesondere für Kommunikationsprofis. Warum? mehr->

 

Internationale PR - Literaturtipps

zusammengestellt von
Adrian Schaffranietz

Im Zuge der Internationalisierung von Politik und Wirtschaft gewinnen internationale PR immer mehr an Relevanz. Insbesondere die wirtschaftlichen Verflechtungs-tendenzen und die stetige Entwicklung zur Internationalisierung der Mediensysteme führen zu einem dauerhaften Anwachsen von internationalen PR- beziehungs-weise Image-Maßnahmen. In Anbetracht der gesellschaftlichen Veränderungen und Transforma-tionsprozesse im Zeichen der EU-Erweiterung werden sich diese Prozesse in Zukunft noch verstär-ken. Obwohl die Bedeutung der Themen "Internationalisierung" und "Globalisierung" immer weiter ansteigt und in den letzten Jahren auch eine beträchtliche Anzahl von Veröffentlichungen über Internationale Public Relations erschienen ist, bleibt bisher in der Literatur ein Defizit an fundierten wissenschaftlichen und praxisrelevanten Aufsätzen zu verzeichnen. Dies liegt zum einen daran, dass die Erfahrungen mit internationalen PR-Strategien noch sehr gering sind, zum anderen sind Fragen nach den Möglichkeiten einer Globalisierung von PR noch sehr jung und unausgereift.

Dennoch: Es gibt sie, die Literatur, die die geweckten Erwartungen auch hält. Hier einige Beispiele: In dem Band von den Herausgebern Culbertson und Chen (International public relations. A comparative analysis. Mahwah: Lawrence Erlbaum Associates, 1996) geben namhafte Autoren (Vercic, Grunig, Wakefield, Bentele etc.) mögliche Ansätze zu einer theoretischen Eingliederung internationaler PR.
In dem von Johannssen und Steger herausgegebenen Buch ‚Lokal oder Global? Strategien und Konzepte von Kommunikations-Profis für internationale Märkte. Frankfurt am Main: F.A.Z., 2001’ legen prominente Kommunika-tionsexperten (Eick, Becker-Sonnenschein, Walther etc.) anschaulich Analysen erster Erfahrungen auf dem Feld der internationalen Unternehmens-kommunikation vor.

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Ost-PR

Der polnische PR-Markt

EU – Osterweiterung, Polen, neuer Markt, neue Chancen, Heraus-forderungen der Stunde! Alle diese Begriffe sind nicht nur den
PR – Beratern bekannt. Wo stecken aber diese Potenziale und Chancen, wenn man über Polen wenige Infor-mationen hat? Wie sieht die PR -Branche bei dem größten östlichen Nachbarn Deutschlands und zugleich größtem neuen EU -Land aus?

Was sagt die Statistik? Eine der interessanten Untersuchungen über den polnischen PR-Markt wurde Anfang 2000 durchgeführt. Die Datenerhebung für das PR-Verständnis und die Aktivitäten in Polen wurden in einem Methode-nmix-Verfahren aus Befragung und Interview mittels Fragebogen gewonnen. Hierbei wurde eine repräsentative Gruppe von 374 einheimischen polnischen Firmen befragt. In den Produktions-, Handels- und Dienstleistungs-unternehmen kamen Manager und Mitarbeiter zu Wort. Die Unterneh-men wurden nach ihrem Gründungsdatum vor und nach 1989 und nach Branchen kategorisiert, die Mitarbeiterzahl wurde in unter und über 50 eingestuft.

Die Ergebnisse zeigen, dass die vor 1989 gegründeten polnischen Firmen häufiger PR betreiben (36,8 Prozent) als die neuen (22,36 Prozent). Fast 28 Prozent der Organisationen gaben an, mit den Medien zusammen zu arbeiten, 26,18 Prozent nutzen Veröffen-tlichungen zur Verbesserung des Firmenimages. Aber lediglich 3,46 Prozent führen Imagekampagnen durch und 2,31 Prozent betreiben eine präventive Krisen- PR.

Hier fehlt also professionelle PR. Womit ist das zu begründen? Sind sich die Firmen der Wichtigkeit von PR für langfristige Ziele nicht bewusst?

Hierfür liefert die Umfrage einige Antworten: Den Unterschied zwischen Werbung und PR kennen lediglich 12 Prozent der Mitarbeiter und ca. 40 Prozent haben von PR noch nie gehört.
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Fit für Europa:

Die EU-Osterweiterung als Chance für die PR-Junioren

Europa hat Nachwuchs bekommen: 12 neue Mitgliedsstaaten im Osten Europas. Die politische und wirtschaftlichen Herausforderungen werden europaweit diskutiert, aber welche Rolle spielt dabei der PR-Nachwuchs?

Die osteuropäischen Metropolen werden mehr und mehr zu Touristenattraktionen, und wer nicht in die Ferne reisen mag, kann die Kultur der neuen EU-Länder auch in Deutschland kennen lernen: das „Kulturjahr der Zehn“ präsentiert Film, Theater, Tanz oder Musik aus Osteuropa in Berlin. Das wachsende Interesse am EU-Nachwuchs schafft Medienpräsenz und damit neue Aufgaben für die Kommunikationsbranche.

Der PR-Nachwuchs hat in dieser Situation die einmalige Chance, den eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt zu steigern und sich fit zu machen für das erweiterte Europa. Die neuen Märkte Osteuropas präsentieren sich als vielversprechende Herausforderung und erhöhen die Personalnachfrage nach Kommunikatoren, die nicht nur spracherfahren sind, sondern auch die Umgangsformen der osteuropäischen Kulturen kennen. Oder wissen Sie, wie Sie einen tschechischen Kollegen in seiner Landessprache begrüßen?

Aber es gilt nicht nur, sprachliche oder kulturelle Barrieren zu überwinden. In erster Linie müssen Vorurteile abgebaut werden, und wer könnte dies besser, als Europas Junioren, bei denen gewisse Vorurteile nicht seit Jahrzehnten verankert sind, die mit dem Bild eines zusammenwach-senden Europas groß geworden sind und Warschau, Prag oder Budapest schon in jungen Jahren bereist haben? mehr ->


Praktikumsplatz frei
 

Im Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner bei Berlin ist ein Praktikumsplatz für Wissenschaftskommunikation frei. Das unentgeltliche Praktikum ist angeschlossen an die PR-Abteilung des IRS und an ein Forschungsprojekt, das sich mit „Wissenschaftsmarketing als Faktor der Leitbildgenerierung in Berlin und Brandenburg“ befasst. Vorgesehen ist die Mitarbeit im Rahmen einer Dokumentenanalyse und bei der Durchführung/Auswertung von leitfadengestützten Experteninterviews. Kontakt: Gerhard Mahnken;
mahnkeng@irs-net.de
Druckversion ->


 

Termine

04.10.2004, 19:30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)

08.10.2004, 18.30 Uhr,
Besuch der Junioren im Theater am Kurfürstendamm mit Vortrag und Besuch des Stücks "Elling"

20.10.2004, 19.00 Uhr,
Die Junioren zu Gast im Haus der Kulturen der Welt mit Besuch der Ausstellung "Black Atlantic"

26.10.2004, 18.30 Uhr,
Jour Roulant mit MoMA-Nachlese
bei MetaDesign, Anmeldung erforderlich

01.11.2004 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)

Mehr zu den Junioren-Terminen unter www.dprg-junioren-berlin.de. Alle Bundestermine können Sie unter www.dprg.de einsehen.



Impressum

Streusandbüchse.de
Informationen für die Mitglieder
der DPRG Berlin/Brandenbrug
Herausgeber: Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) Landesgruppe Berlin/Brandenburg e.V.

Vorsitzender: Matthias Koch,
Bundesratufer 5, 10555 Berlin
(matthias.koch@dprg-berlin.de)
V.i.S.d.P./Konzept:
Gerhard Mahnken
(mahnken@dprg-berlin.de)
Online-Redaktion und -gestaltung:
Stefan Munko
(munko@dprg-berlin.de)