Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 13/Mai 2005 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Die Insel boomt - Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten
  Interview
Prof. Dr. Günter Bentele im Gespräch
  Thema
Building Winning Reputations
  Portrait
Burkhard Tewinkel
  Schlüsselbegriffe
Inszenierung
 

Ortstermin
Neujahrsempfang der DPRG

  Termin
LV-Wahlen am 24.5.
  Modellversuch ÖA Informelles Netwerk
 

Kommentar
Aufbau Ost

 

Junioren:
Potential für die Zukunft

  Journalismus und PR: Vom Kalkül des Plauderns
 

Kommentar
Kochs Rezepte + Refelexionen

  Termine
  Impressum
Archiv
 


Streusandbüchse 12/05

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strato

 
 

Die Insel boomt
Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten -
The Institute of Public Relations stellt sich vor


-Von Thorsten Lützler-


Thorsten Lützer
 

Aus deutscher Sicht ist es unvorstellbar, wie erfolgreich der britische PR-Verband „The Institute of Public Relations“ immer schon arbeitet. Übertroffen wird dieser Trend durch die aktuellen Zahlen für 2004, die jetzt veröffentlicht wurden. Demnach stieg der Umsatz allein im vergangenen Jahr um 30 Prozent, verursacht durch einen Rekordanstieg bei den Mitgliederzahlen (über 8000) sowie durch gute Erfolge bei IPR Events und Aktivitäten.

Doch wie erklärt sich dieser Erfolg, angesichts eher kümmerlicher PR-Versammlungen anderer Länder? Vom Prinzip her scheint der Aufbau und die Struktur ähnlich wie z.B. bei der DPRG – es gibt eine zentrale Geschäftsstelle in London sowie dreizehn nach Regionen geordnete Arbeitskreise, geführt von ehrenamtlichen „Regional Chairs“. Dazu kommen sechzehn Themengruppen, in denen sich Interessierte der Bereiche wie z.B. „International PR“, „Corporate Social Responsibility“ oder auch „Marketing Communications“ austauschen. Geführt werden diese ebenfalls von einem ehrenamtlichen Chairman. Allerdings sind die Dimensionen entsprechend anders als z.B. in Deutschland. In der Geschäftstelle arbeiten fast 30 Festangestellte (in den Bereichen „Membership/Administration“, „Marketing“, „PR“, „Events“, „Policy/Public Affairs“, „Trainings“, „Education“ und „Information Services/Online“) plus ein hauptberuflicher Director General, Colin Farrington. Dazu kommt ein jährlich neu gewählter Präsident, der durch ein ehrenamtliches Executive Committee unterstützt wird. Alle Strukturen sind straff und professionell organisiert, von verstaubten Verbandsstuben ist nichts zu sehen.

Das IPR hat enge Verbindungen mit sechzehn Universitäten in Großbritannien, die allesamt das vom IPR zertifizierte Diploma oder einen anderen zertifizierten PR-Studiengang anbieten. Nicht nur junge Studenten sondern auch erfahrene Profis werden zu einem CPD (Continuous Professional Development) Programm gebeten, um sich langfristig den sich wandelnden Anforderungen des Berufes anzupassen. Dazu gehört u.a. auch die Teilnahme an IPR-eigenen Workshops und Konferenzen. Auch wenn es in UK andere Kursanbieter gibt – ein Teil des Erfolges liegt sicherlich in der strategischen Ausrichtung des IPR, alle Aktivitäten unter einem Dach zu bündeln. So ließen sich in den vergangenen Jahren immer mehr Mitglieder und Einnahmen verbuchen. Und es gibt noch einen Unterschied: In Großbritannien möchten die Mitglieder einen starken Verband, und bauen ihn selbst mit auf. Dies ist nicht überall der Fall.


Der Autor arbeitete fast zwei Jahre in den Bereichen Verbandsstrategie und Public Affairs für den britischen PR Verband in London. Derzeit ist er Berater bei komm.passion güttler+klewes und DPRG-Juniorensprecher für die Region Rheinland/ Düsseldorf.

 

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