Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 13/Mai 2005 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Die Insel boomt - Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten
  Interview
Prof. Dr. Günter Bentele im Gespräch
  Thema
Building Winning Reputations
  Portrait
Burkhard Tewinkel
  Schlüsselbegriffe
Inszenierung
 

Ortstermin
Neujahrsempfang der DPRG

  Termin
LV-Wahlen am 24.5.
  Modellversuch ÖA Informelles Netwerk
 

Kommentar
Aufbau Ost

 

Junioren:
Potential für die Zukunft

  Journalismus und PR: Vom Kalkül des Plauderns
 

Kommentar
Kochs Rezepte + Refelexionen

  Termine
  Impressum
Archiv
 


Streusandbüchse 12/05

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Kommunikationsmanager aus Leidenschaft – Burkhard Tewinkel
-Von Maria Borgmann-


Burkhard Tewinkel
 

Sein Blick schweift vom 22. Stock des Bahn Towers über die Berliner City. Und auf die Frage nach seinem beruflichen Traum antwortet er ganz spontan: Bauer. Doch vorerst leitet Burkhard Tewinkel die Interne Kommunikation bei der Deutschen Bahn AG, ist zugleich Stellvertretender Leiter Kommunikation, und sein Aufgabenfeld, das er mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigt, umfasst u.a. Mitarbeiterveranstaltungen, das Intranet, Bahn TV – nicht nur für Mitarbeiter, sondern digital über ASTRA für alle anschaubar -, die Mitarbeiterzeitung, den Führungskräfte-Newsletter, regelmäßige Führungskräfte-Infos sowie ab 1. März 2005 die Gesamtverantwortung für alle Publikationen. Dazu kommt noch der Internetauftritt des Bahnkonzerns, die Betreuung aller AV-Medien, die Öffentlichkeitsarbeit und die Neuaufstellung des Bereiches Verbraucherkommunikation. Also: „Bunte Themen rund um die Bahn.“

„Man muss lieben, was man tut“, so das Credo des studierten Historikers und Literaturwissenschaftlers, dem es nach zweijähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bonner Universität dann doch „zu eng an der Uni“ wurde, so dass er gerne das Angebot der Kölner Stadtsparkasse annahm, die Interne Kommunikation aufzubauen.

Sie steckte 1989 in Deutschland erst in den Anfängen und konzentrierte sich auf die Mitarbeiterzeitung. So hatte Tewinkel die Möglichkeit, „mit Offenheit und Risikobereitschaft auf die neuen Dinge“ zuzugehen. Er hat sich „der Arbeitskultur der Wirtschaft angenähert wie einem komplexen wissenschaftlichen Problem“: methodisch, behutsam und neugierig, er hat „zugehört, die Atmosphäre aufgenommen und versucht herauszufinden, wie die ticken.“
Das offensichtlich mit solchem Erfolg, dass ihn 1995 die Deutsche Bahn zum Leiter der Internen Kommunikation berief. An diese Herausforderung - über 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fahrdienst, im Personen- und Güterverkehr, in der sich weltweit erstreckenden Logistik, in einem Betrieb, dessen Personal sich vielfach an den unterschiedlichsten Standorten befindet und der ständig im kritischen Blick der Öffentlichkeit steht – ging der gebürtige Westfale mit Methodik, Gelassenheit, Phantasie und Weitsicht. Er betreibt ein Kommunikationsmanagement , das Maßstäbe gesetzt und den Vorstand der DPRG-Landesgruppe Berlin-Brandenburg veranlasst hat, Burkhard Tewinkel in den erweiterten Landesvorstand zu kooptieren. Dabei ist ihm wichtig, die Unternehmenskommunikation in der DPRG zu etablieren und den entsprechenden Arbeitskreis über die Anfänge hinaus auszubauen.

Der „Urwestfale mit rheinischem Blut“ (Tewinkel über Tewinkel) ist ein Kommunikationsmanager aus Leidenschaft. Neben dem Beruf ist der erdverbundene Familienvater, der seit 1996 auf dem Land, in Rangsdorf bei Berlin wohnt und dort von Menschen mit „ganz anderen Lebensentwürfen“ herzlich aufgenommen wurde, ein Naturliebhaber, der auf ruhigen Gewässern Kanu und Kajak fährt, also auch die Entschleunigung neben der ständigen beruflichen Beschleunigung braucht. Besonders gerne macht er im niederländischen Domburg an der Nordsee Urlaub, er radelt gern und träumt auch schon mal: vom Bauernhof, später. Aber bis dahin wird der jetzt 45-jährige seine Managementfähigkeiten noch an mancherlei anspruchsvollen Kommunikationsaufgaben erproben.

Maria Borgmann

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