
Burkhard Tewinkel |
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Sein Blick schweift
vom 22. Stock des Bahn Towers über die Berliner City. Und
auf die Frage nach seinem beruflichen Traum antwortet er ganz
spontan: Bauer. Doch vorerst leitet Burkhard Tewinkel die Interne
Kommunikation bei der Deutschen Bahn AG, ist zugleich Stellvertretender
Leiter Kommunikation, und sein Aufgabenfeld, das er mit 20 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern bewältigt, umfasst u.a. Mitarbeiterveranstaltungen,
das Intranet, Bahn TV – nicht nur für Mitarbeiter,
sondern digital über ASTRA für alle anschaubar -, die
Mitarbeiterzeitung, den Führungskräfte-Newsletter, regelmäßige
Führungskräfte-Infos sowie ab 1. März 2005 die
Gesamtverantwortung für alle Publikationen. Dazu kommt noch
der Internetauftritt des Bahnkonzerns, die Betreuung aller AV-Medien,
die Öffentlichkeitsarbeit und die Neuaufstellung des Bereiches
Verbraucherkommunikation. Also: „Bunte Themen rund um die
Bahn.“
„Man muss lieben, was man tut“, so das Credo des
studierten Historikers und Literaturwissenschaftlers, dem es nach
zweijähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter
an der Bonner Universität dann doch „zu eng an der
Uni“ wurde, so dass er gerne das Angebot der Kölner
Stadtsparkasse annahm, die Interne Kommunikation aufzubauen.
Sie steckte 1989 in Deutschland erst in den Anfängen und
konzentrierte sich auf die Mitarbeiterzeitung. So hatte Tewinkel
die Möglichkeit, „mit Offenheit und Risikobereitschaft
auf die neuen Dinge“ zuzugehen. Er hat sich „der Arbeitskultur
der Wirtschaft angenähert wie einem komplexen wissenschaftlichen
Problem“: methodisch, behutsam und neugierig, er hat „zugehört,
die Atmosphäre aufgenommen und versucht herauszufinden, wie
die ticken.“
Das offensichtlich mit solchem Erfolg, dass ihn 1995 die Deutsche
Bahn zum Leiter der Internen Kommunikation berief. An diese Herausforderung
- über 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Fahrdienst,
im Personen- und Güterverkehr, in der sich weltweit erstreckenden
Logistik, in einem Betrieb, dessen Personal sich vielfach an den
unterschiedlichsten Standorten befindet und der ständig im
kritischen Blick der Öffentlichkeit steht – ging der
gebürtige Westfale mit Methodik, Gelassenheit, Phantasie
und Weitsicht. Er betreibt ein Kommunikationsmanagement , das
Maßstäbe gesetzt und den Vorstand der DPRG-Landesgruppe
Berlin-Brandenburg veranlasst hat, Burkhard Tewinkel in den erweiterten
Landesvorstand zu kooptieren. Dabei ist ihm wichtig, die Unternehmenskommunikation
in der DPRG zu etablieren und den entsprechenden Arbeitskreis
über die Anfänge hinaus auszubauen.
Der „Urwestfale mit rheinischem Blut“ (Tewinkel über
Tewinkel) ist ein Kommunikationsmanager aus Leidenschaft. Neben
dem Beruf ist der erdverbundene Familienvater, der seit 1996 auf
dem Land, in Rangsdorf bei Berlin wohnt und dort von Menschen
mit „ganz anderen Lebensentwürfen“ herzlich aufgenommen
wurde, ein Naturliebhaber, der auf ruhigen Gewässern Kanu
und Kajak fährt, also auch die Entschleunigung neben der
ständigen beruflichen Beschleunigung braucht. Besonders gerne
macht er im niederländischen Domburg an der Nordsee Urlaub,
er radelt gern und träumt auch schon mal: vom Bauernhof,
später. Aber bis dahin wird der jetzt 45-jährige seine
Managementfähigkeiten noch an mancherlei anspruchsvollen
Kommunikationsaufgaben erproben.
Maria Borgmann
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