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Ein fröhliches Wiedersehen feierten ehemalige Teilnehmer
des Berliner Modellversuchs für ein Ergänzungsstudium
Öffentlichkeitsarbeit an der Freien Universität Berlin
in Berlin, dessen zweiter Durchgang 1984 mit einem Zertifikat
abschloss.
Ehemaligentreff im Café Palladin,
www.palladin.de
v.l. Astrid Drabant-Schwalbach, Ilona Thede, Brigitte Rischmann,
Eberhard Knödler-Bunte, Günter Bentele, Arnold Dörr,
Susanne Diehm, Sabine Lange, Silvia Starz, Sabine Struwe-Hildebrandt,
Elke Hasenecker, Kerstin Murr, Gernot Wersig, Günter Barthenheier,
Mihajlo Kolakovic, Gerhard Gooß.
Acht von fünfzehn Absolventen der zweiten Erprobungsphase
waren im Vorfeld in Berlin und im übrigen Bundesgebiet ausfindig
gemacht worden. Sie trafen sich im Herbst 2004 mit ehemaligen
Verantwortlichen und Dozenten des Studiengangs (Astrid Drabant-Schwalbach,
Ilona Thede und Wolfgang Gooß) sowie den jetzigen Hochschullehrern
Prof. Günter Bentele und Prof. Lothar Wate. Auch einer der
ehemaligen Leiter, Prof. Gernot Wersig vom Fachbereich Sozial-
und Kommunikationswissenschaften der Freien Universität,
freute sich über die Initiative der ehemaligen Studierenden.
Es wurden indes nicht nur Erinnerungen ausgetauscht. Viele der
Ehemaligen sind heute noch in der Öffentlichkeitsarbeit oder
in angrenzenden Bereichen wie Journalismus, Fundraising oder in
einer Geschäftsleitung tätig. Günter Barthenheier,
ehemals Initiator und Mitglied der Geschäftsleitung des Studiengangs,
moderierte eine Fachdiskussion über Fortschritte bzw. Veränderungen
in der PR-Ausbildung. Dabei wurde bekräftigt, dass sich in
der PR-Ausbildung das Grundkonzept des Modellversuchs bewährt
habe: die Verbindung von ausgewählten interdisziplinären
Theorien und Methoden mit praktischen Übungen von der PR-Konzeptionsentwicklung
bis zu Produktentwürfen. Aus heutiger Sicht hätte allerdings
die Praxissimulation noch stärker den Bedingungen von Zeit-
und Kostendruck Rechnung tragen können. Prof. Günter
Bentele, heute PR-Lehrstuhlinhaber in Leipzig, berichtete u.a.
über Untersuchungen, die eine Stärkung der Rolle der
PR gegenüber dem Marketingbereich in Unternehmen nachweisen.
Demgegenüber wurde aber auch festgestellt, dass in manchen
mittelständischen und kleinen Unternehmen und in öffentlich-rechtlichen
Einrichtungen PR und Marketing von einer Abteilung oder gar nur
von einer Person wahrgenommen werden. In den Unternehmen sieht
man die Kommunikationssparten auch nicht getrennt, sondern spricht
von der integrierten Unternehmenskommunikation. „PR ist
heute professionelles und effektives Kommunikationsmanagement,
in Unternehmen und Agenturen, in Verwaltungen und öffentlichen
Einrichtungen, in Verbänden, Vereinen und Non-Profit-Organisationen“
lautete das Statement von Eberhard Knödler-Bunte, der mit
der in Gründung befindlichen University of Management and
Communication in Potsdam den Studiengang Kommunikationsmanagement
anbietet.
Lothar Wate präsentierte sein neu erschienenes fünfbändiges
Werk „Kommunikation und kommunikatives Handeln“. Es
wird bestimmt bald ebenso fester Bestandteil der Literaturlisten
in der PR-Ausbildung sein wie das Handbuch „Öffentlichkeitsarbeit.
Dialog zwischen Institutionen und Gesellschaft“, das 1982
von Günther Haedrich, Günter Barthenheier und Horst
Kleinert herausgegeben wurde.
Astrid Drabant-Schwalbach |