Dieses Jahr wird wohl zu einem ganz besonderen für unseren
Berufsverband werden. Turnusgemäß werden die wichtigsten
Gremien der
DPRG neu gewählt. Hierzu zählen die Vorstände der
Landesverbände - in
Berlin/Brandenburg steht die Wahl im Mai dieses Jahres an - ebenso
wie
die Wahl des DPRG-Präsidenten im Juni in Mainz.
An sich wären diese "Urnengänge" keine aufregende
Sache,
allenfalls für die Kandidaten selber. In diesem Jahr jedoch
ist alles
anders. Wie den Branchenmedien zu entnehmen war,
gibt es zwei Kandidaten, die für das Amt des DPRG-Präsidenten
zur Wahl stehen: Ulrich
Nies (BASF) und Prof. Jürg W. Leipziger (Leipziger &
Partner) wollen im Juni bei der Mitgliederversammlung in Mainz
antreten. Und zwar mit
unterschiedlichen Teams und Programmen.
Schon vermute ich skeptische Stimmen, die fragen: Können
wir uns als kleiner
Verband eine solche Doppelkandidatur mit aufwändigem Wahlkampf
eigentlich leisten, ist das nicht eine Verschwendung von Ressourcen,
war
es denn nicht möglich, sich im Vorwege auf einen Vorschlag
zu einigen?
Meine Meinung dazu ist ganz einfach: Es ist gut so, dass die
DPRG bei
aller berechtigten innerverbandlichen Kritik inzwischen wieder
so stark
geworden ist, dass es zwei honorige Kandidaten für das Präsidentenamt
gibt, zwischen denen die Mitglieder sich entscheiden können.
Es ist noch nicht lange her, dass es eine schier unmögliche
Aufgabe schien, jemanden zu finden, dieses schwierige Amt freiwillig
zu übernehmen. Außerdem: Ist es nicht ein ur-demokratischer
Vorgang, die Wahl zu haben
und Wählen gehen zu können? Mir scheint, dass dieses
Wahljahr sich
bereits im Vorfeld positiv auf die innerverbandliche Diskussion
auswirkt.
Jetzt müssen wir als DPRG-Mitglieder eigentlich nur noch
"wählen gehen"
und das diesmal möglichst persönlich und vor Ort in
Mainz. Der
Landesvorstand Berlin-Brandenburg plant, einen preisgünstigen
Shuttle zur
Mitgliederversammlung nach Rheinland-Pfalz zu organisieren, damit
möglichst viele die Chancen wahrnehmen können, bei dieser
wichtigen Wahl
persönlich dabei zu sein. Für diejenigen, die partout
keine Zeit finden,
steht natürlich wie gewohnt der Weg der Stimmübertragung
offen.
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