Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 13/Mai 2005 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Die Insel boomt - Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten
  Interview
Prof. Dr. Günter Bentele im Gespräch
  Thema
Building Winning Reputations
  Portrait
Burkhard Tewinkel
  Schlüsselbegriffe
Inszenierung
 

Ortstermin
Neujahrsempfang der DPRG

  Termin
LV-Wahlen am 24.5.
  Modellversuch ÖA Informelles Netwerk
 

Kommentar
Aufbau Ost

 

Junioren:
Potential für die Zukunft

  Journalismus und PR: Vom Kalkül des Plauderns
 

Kommentar
Kochs Rezepte + Refelexionen

  Termine
  Impressum
Archiv
 


Streusandbüchse 12/05

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„Building Winning Reputations“ - Reputation Institute Forum an der Humboldt-Universität zu Berlin

Von Astrid Drabant-Schwalbach

Ende vergangenen Jahres lud der DPRG Landesverband Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität (HUB) zu Berlin zum Reputation Institute Forum in den Senatssaal der HUB ein. Unter dem Titel „Building Winning Reputations“ stellte das Reputation Institute dabei erstmals die Ergebnisse eines Reputations-Rankings für Unternehmen in Deutschland vor.

Das Reputation Institute (RI) ist ein internationales Expertennetzwerk aus Wissenschaftlern und Praktikern, das 1997 von dem Wirtschaftswissenschaftler Charles J. Fombrun in New York gegründet wurde. Im Zentrum der Arbeit des RI steht die Frage: Wie können Unternehmen ihre Reputation nachhaltig verbessern, um ihre Ziele optimal realisieren zu können? Wie können etwa durch ein überzeugendes Reputationsmanagement relevante Wettbewerbsvorteile aufgebaut und geschickt ausgeschöpft werden?

Neben internationalen Konferenzen und der Herausgabe einer internationalen Zeitschrift, der Corporate Reputation Review, versucht das RI vor allem durch empirische Studien einen Beitrag zu einem besseren Verständnis effizienten Reputations-Managements und dessen konkreter Umsetzung zu leisten. Im Mittelpunkt dieser Studien steht der so genannte Reputation Quotient (RQ), ein wissenschaftlich fundiertes, standardisiertes Messkonzept zur Erfassung der Reputation von Unternehmen und anderen Institutionen. Der RQ ermöglicht eine sehr differenzierte, weil mehrdimensionale Analyse unternehmerischer Reputation. Das Neue an diesem Modell ist, dass die Reputation von Unternehmen erstmals bei ihren Stakeholdern und in den Medien gemessen wird.

Nachdem der RQ für Unternehmen in den USA beispielsweise bereits seit 1999 erhoben wird, in Australien seit dem Jahr 2000 und in den Niederlanden seit 2001, liegen seit dem vergangenen Jahr erstmals auch Ergebnisse für Großbritannien, Frankreich, Deutschland und einige skandinavische Länder vor. Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Harris Interactive erhebt das RI die Reputation von Unternehmen in inzwischen 15 Ländern in insgesamt sechs Dimensionen:

- Emotional Appeal
- Financial Performance
- Products & Services
- Social Responsibility
- Vision & Leadership und
- Workplace Environment.

… And the winner (in Germany) is: P o r s c h e . Der Automobilkonzern erzielte von 100 möglichen Punkten 75,41 und lag damit knapp vor Deutschlands größtem Discounter Aldi mit immerhin 75,19 Punkten. Das schlechteste Renommee unter den 15 prominentesten deutschen Unternehmen besitzen dem Ranking zufolge Konzerne, die allesamt das Wort „Deutsche“ im Namen führen: Deutsche Bank, Deutsche Post, Deutsche Telekom und – am meisten abgestraft - die Deutsche Bahn, die es lediglich auf 45,88 Punkte brachte. (Detaillierte Ergebnisse der Studie finden Sie unter dem link: www.reputationinstitute.com)

Und auch eine zweite Studie, auf die anlässlich des Reputation Institute Forums hingewiesen wurde, beweist, dass das Thema Unternehmensreputation bei Wissenschaftlern wie bei Praktikern zunehmend Beachtung findet:

Gastgeber Prof. Dr. Joachim Schwalbach, Leiter des Instituts für Management an der Humboldt-Universitär zu Berlin, machte auf seine Studie „Unternehmensreputation als Erfolgsfaktor“ aufmerksam, in der er die Reputation der größten deutschen Unternehmen im Zeitraum von 1988 bis 2004 und ihre Auswirkungen auf die Unternehmensperformance analysiert. Die analysierten Datensätze beinhalten Informationen zum wahrgenommenen Ansehen der größten deutschen Unternehmen. Sie zeigen auf, welche Faktoren die Reputation beeinflussen, und ob und inwiefern die Reputation Auswirkungen auf den Markterfolg des Unternehmens hat. (Weitere Informationen zur Studie unter dem link: www.wiwi.hu-berlin.de/im)


Astrid Drabant-Schwalbach


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