Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 13/Mai 2005 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  
Inhalt
  Editorial
  Thema
Die Insel boomt - Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten
  Interview
Prof. Dr. Günter Bentele im Gespräch
  Thema
Building Winning Reputations
  Portrait
Burkhard Tewinkel
  Schlüsselbegriffe
Inszenierung
 

Ortstermin
Neujahrsempfang der DPRG

  Termin
LV-Wahlen am 24.5.
  Modellversuch ÖA Informelles Netwerk
 

Kommentar
Aufbau Ost

 

Junioren:
Potential für die Zukunft

  Journalismus und PR: Vom Kalkül des Plauderns
 

Kommentar
Kochs Rezepte + Refelexionen

  Termine
  Impressum
Archiv
 


Streusandbüchse 12/05

Streusandbüchse 11/04 Streusandbüchse 10/04
Streusandbüchse 09/03
Streusandbüchse 08/03
Streusandbüchse 07/02
Streusandbüchse 06/02
Streusandbüchse 05/02
Streusandbüchse 04/02
Streusandbüchse 03/01
Streusandbüchse 02/01
Streusandbüchse 01/01

strato

 
Editorial

Gerhard Mahnken
Chefredaktion

Liebe Leserin, lieber Leser,

die 13. Ausgabe der Streusandbuechse.de befasst sich mit dem Thema „Kommunikationsverbände“. Lesen Sie deshalb am besten auch zwischen den Zeilen, denn irgendwie ist ja gerade in unserem Verband alles miteinander verbunden, vernetzt ... Und hoffentlich bald so erfolgreich, wie bei den britischen Kolleginnen und Kollegen, von deren Verbandsentwicklung Thorsten Lützler hier zu berichten weiß. Oder lesen Sie den Beitrag von Astrid Drabant-Schwalbach, der das hierzulande noch recht unbekannte kommunikative Netzwerk von Reputation-Fachleuten behandelt – eine Zunft, von der wir bestimmt noch mehr hören werden.

Maria Borgmann informiert Sie in ihrem Portrait wie Burhard Tewinkel, der sich übrigens auch ein Leben als Bauer vorstellen könnte und privat im brandenburgischen Rangsdorf Land und Leute lieben gelernt hat, die kommunikativen Gleise bei der Deutschen Bahn im Berliner Head-Office am Potsdamer Platz stellt. Wenn es Sie interessiert, können Sie auch nachlesen, dass exzellente PR-Netzwerke über Jahrzehnte halten können. In der Berliner Szene zählt hierzu der Ausbildungs-Modellversuch Öffentlichkeitsarbeit, dessen Teilnehmer sich nach zwanzig Jahren immer noch bestens verstehen. mehr->

 

Die Insel boomt
Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten -
The Institute of Public Relations stellt sich vor


Thorsten Lützler

Von Thorsten Lützler

Aus deutscher Sicht ist es unvorstellbar, wie erfolgreich der britische PR-Verband „The Institute of Public Relations“ immer schon arbeitet. Übertroffen wird dieser Trend durch die aktuellen Zahlen für 2004, die jetzt veröffentlicht wurden. Demnach stieg der Umsatz allein im vergangenen Jahr um 30 Prozent, verursacht durch einen Rekordanstieg bei den Mitgliederzahlen (über 8000) sowie durch gute Erfolge bei IPR Events und Aktivitäten.

Doch wie erklärt sich dieser Erfolg, angesichts eher kümmerlicher PR-Versammlungen anderer Länder? Vom Prinzip her scheint der Aufbau und die Struktur ähnlich wie z.B. bei der DPRG – es gibt eine zentrale Geschäftsstelle in London sowie dreizehn nach Regionen geordnete Arbeitskreise, geführt von ehrenamtlichen „Regional Chairs“. Dazu kommen sechzehn Themengruppen, in denen sich Interessierte der Bereiche wie z.B. „International PR“, „Corporate Social Responsibility“ oder auch „Marketing Communications“ austauschen. Geführt werden diese ebenfalls von einem ehrenamtlichen Chairman. Allerdings sind die Dimensionen entsprechend anders als z.B. in Deutschland. In der Geschäftstelle arbeiten fast 30 Festangestellte (in den Bereichen „Membership/Administration“, „Marketing“, „PR“, „Events“, „Policy/Public Affairs“, „Trainings“, „Education“ und „Information Services/Online“) plus ein hauptberuflicher Director General, Colin Farrington. Dazu kommt ein jährlich neu gewählter Präsident, der durch ein ehrenamtliches Executive Committee unterstützt wird. Alle Strukturen sind straff und professionell organisiert, von verstaubten Verbandsstuben ist nichts zu sehen. mehr->

 

Plädoyer für einen neuen Kommunikationsbegriff
Prof. Dr. Günter Bentele im Gespräch mit Astrid Drabant-Schwalbach


Prof. Dr.
Günter Bentele

Drabant-Schwalbach: Bei der Verabschiedung von Prof. Barbara Baerns von der Freien Universität im vergangenen Jahr wurde die Vermutung geäußert, der Begriff „Public Relations“ habe gute Chancen, in nicht allzu ferner Zukunft zum Unwort des Jahres gekürt zu werden. Ist die Negativ-Besetzung des PR-Begriffes überhaupt noch zu korrigieren ?


Bentele
: Ich glaube zwar nicht, dass ein solches Szenario eintreten wird, aber: es ist – auch international – so, dass der Begriff „Public Relations“ meist zumindest ambivalent, wenn nicht überwiegend negativ benutzt oder verstanden wird. Dies liegt großenteils an dem negativen Gebrauch in der journalistischen Berichterstattung, aber sicher ist auch unprofessionelles oder unethisches Verhalten von PR-Praktikern daran nicht schuldlos. Da Images meist sehr langlebig sind, bin ich skeptisch, ob man innerhalb der nächsten 10 oder 15 Jahre von diesem Image herunterkommen kann.

Drabant-Schwalbach: Sie haben des Öfteren geäußert, der Begriff „Public Relations“ sei Ihnen ohnehin zu eng, und Sie nutzten lieber den Begriff „Kommunikation“ zur Charakterisierung unseres differenzierten Berufsfeldes. Was spricht Ihrer Meinung nach für den Kommunikationsbegriff ?

Bentele: Für die Nutzung des Kommunikationsbegriffs sprechen zumindest zwei Gründe: Zum einen ist es ja tatsächlich die Analyse, Planung, Organisation und Kontrolle, also die Steuerung von Kommunikationsprozessen von Organisationen mit ihren Öffentlichkeiten bzw. Stakeholdergruppen, die im Mittelpunkt von Public Relations bzw. Öffentlichkeitsarbeit stehen, also im eigentlichen Sinn „Kommunikationsmanagement“. Zum anderen hat sich – ausgehend vom angelsächsischen Sprachbereich – international der Begriff „Communication Management“ längst etabliert, wenn nicht schon durchgesetzt.
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Building Winning Reputations -
Reputation Institute Forum an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Von Astrid Drabant-Schwalbach

Ende vergangenen Jahres lud der DPRG Landesverband Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität (HUB) zu Berlin zum Reputation Institute Forum in den Senatssaal der HUB ein. Unter dem Titel „Building Winning Reputations“ stellte das Reputation Institute dabei erstmals die Ergebnisse eines Reputations-Rankings für Unternehmen in Deutschland vor.

Das Reputation Institute (RI) ist ein internationales Expertennetzwerk aus Wissenschaftlern und Praktikern, das 1997 von dem Wirtschaftswissenschaftler Charles J. Fombrun in New York gegründet wurde. Im Zentrum der Arbeit des RI steht die Frage: Wie können Unternehmen ihre Reputation nachhaltig verbessern, um ihre Ziele optimal realisieren zu können? Wie können etwa durch ein überzeugendes Reputationsmanagement relevante Wettbewerbsvorteile aufgebaut und geschickt ausgeschöpft werden?

Neben internationalen Konferenzen und der Herausgabe einer internationalen Zeitschrift, der Corporate Reputation Review, versucht das RI vor allem durch empirische Studien einen Beitrag zu einem besseren Verständnis effizienten Reputations-Managements und dessen konkreter Umsetzung zu leisten. Im Mittelpunkt dieser Studien steht der so genannte Reputation Quotient (RQ), ein wissenschaftlich fundiertes, standardisiertes Messkonzept zur Erfassung der Reputation von Unternehmen und anderen Institutionen. Der RQ ermöglicht eine sehr differenzierte, weil mehrdimensionale Analyse unternehmerischer Reputation. Das Neue an diesem Modell ist, dass die Reputation von Unternehmen erstmals bei ihren Stakeholdern und in den Medien gemessen wird. mehr->

 

Kommunikationsmanager aus Leidenschaft – Burkhard Tewinkel
Ein Portrait von Maria Borgmann-


Burkhard Tewinkel

Sein Blick schweift vom 22. Stock des Bahn Towers über die Berliner City. Und auf die Frage nach seinem beruflichen Traum antwortet er ganz spontan: Bauer. Doch vorerst leitet Burkhard Tewinkel die Interne Kommunikation bei der Deutschen Bahn AG, ist zugleich Stellvertretender Leiter Kommunikation, und sein Aufgabenfeld, das er mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewältigt, umfasst u.a. Mitarbeiterveranstaltungen, das Intranet, Bahn TV – nicht nur für Mitarbeiter, sondern digital über ASTRA für alle anschaubar -, die Mitarbeiterzeitung, den Führungskräfte-Newsletter, regelmäßige Führungskräfte-Infos sowie ab 1. März 2005 die Gesamtverantwortung für alle Publikationen. Dazu kommt noch der Internetauftritt des Bahnkonzerns, die Betreuung aller AV-Medien, die Öffentlichkeitsarbeit und die Neuaufstellung des Bereiches Verbraucherkommunikation. Also: „Bunte Themen rund um die Bahn.“

„Man muss lieben, was man tut“, so das Credo des studierten Historikers und Literaturwissenschaftlers, dem es nach zweijähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bonner Universität dann doch „zu eng an der Uni“ wurde, so dass er gerne das Angebot der Kölner Stadtsparkasse annahm, die Interne Kommunikation aufzubauen. Sie steckte 1989 in Deutschland erst in den Anfängen und konzentrierte sich auf die Mitarbeiterzeitung. So hatte Tewinkel die Möglichkeit, „mit Offenheit und Risikobereitschaft auf die neuen Dinge“ zuzugehen. Er hat sich „der Arbeitskultur der Wirtschaft angenähert wie einem komplexen wissenschaftlichen Problem“: methodisch, behutsam und neugierig, er hat „zugehört, die Atmosphäre aufgenommen und versucht herauszufinden, wie die ticken.“
Das offensichtlich mit solchem Erfolg, dass ihn 1995 die Deutsche Bahn zum Leiter der Internen Kommunikation berief. mehr->

 
 

Stichwort Inszenierung
Schlüsselbegriffe näher beleuchtet
- Von Ulrike Propach-


In loser Folge wollen wir an dieser Stelle künftig Schlüsselbegriffe beleuchten, die für unseren Berufsstand täglich wichtig sind, die aber nicht immer allen klar sind, weil sie ja schon so gut klingen und weil das ja meistens auch reicht. Den Anfang „inszeniert“ für uns Ulrike Propach.

Inszenierung im geschichtlichen Blickwinkel
Zunächst: Der Ursprung des Begriffs Inszenierung stammt aus der Theaterwelt. „Mise en scène“ bedeutet die Gesamtheit der Vorbereitungen zur Aufführung eines Theaterstücks.
Inszenierung politischer Ereignisse hat eine lange Tradition, die weit in die Geschichte zurück reicht: Die Überlieferungen der Antike, aus alten Kulturen wie der griechischen Polis, dem Persischen Großreich oder den Dynastien in Ägypten, beschreiben das gesamte Instrumentarium der Repräsentation von Macht in Glanz und Gloria. In europäischen Breitengraden hat sich ein eigenständiger Begriff dafür entwickelt: Protokoll. Ausgehend von den Tätigkeiten „protocole (diplomatique)“ des „Bureau de Protocole“ bzw. dem „Céremonial de Chancellerie“ in der französischen Restaurationszeit steht der Begriff heute für ein ausgeklügeltes System von Vorschriften zur rang- und würdegerechten Repräsentation. Symbole und Marken spielen dabei eine große Rolle (so zum Beispiel Flaggen, Kleiderordnungen, Statussymbole wie die Wahl der Automobilmarke, Wagenfolgen, anhand derer man die Wichtigkeit der Gäste ablesen kann sowie repräsentative Bauten). Ob sich das tradierte Machwerk „Protokoll“ mit den Grundsätzen von Demokratie in Übereinstimmung befindet, ist eine hier nicht behandelte Frage.

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Ortstermin

Es treibt mich!
Jürg W. Leipziger auf dem DPRG Neujahrsempfang im Hasso-Plattner-Institut Potsdam


von Birgit M. Grigoriou



Mit einer beeindruckenden Performance stellte sich Präsidentschaftskandidat Jürg W. Leipziger auf dem DPRG-Neujahrsempfang. Vor rund hundert geladenen Gästen im Potsdamer Hasso Plattner Institut (HPI) nannte Professor Leipziger, Inhaber der Agentur Leipziger & Partner Kommunikations GmbH, in beredter und humorvoller Weise seine Gründe, zum zweiten Mal in seinem Leben „Kandidat zu sein“. „Es treibt mich“, so der gebürtige Schweizer, „die DPRG als führenden Berufsverband wieder vorwärts zu bringen und attraktiv für alle PR-Schaffenden zu machen. Es kann nicht angehen, dass von rund 50.000 Angehörigen unseres Berufsstandes nur vergleichsweise wenige den Weg in die DPRG gefunden haben.“ (Interviews mit Professor Leipziger und Ulrich Nies: http://www.prportal.de/?article=24-01-05-662633)

Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird es bei den Mitgliederwahlen am 25.06.2005 in Mainz zu einer Kampfkanditatur kommen und auf diese Weise sehr spannend werden. Als zweiter Bewerber um den Präsidentenposten bewirbt sich Ulrich Nies, Leiter Information Coordination bei der BASF. Also, ein Grund mehr für alle DPRG-Mitglieder, nach Mainz zu reisen. Ein weiterer Grund, ins Rheinland zu kommen bietet sich bereits am 24.06.2005: der 46. Deutsche PR-Tag.



Best Practice: das Hasso-Plattner-Institut
Die Elite-Ausbildungsstätte für künftige IT-Systemingenieure gilt als eine der wichtigsten privaten Hochschulinstitutsgründungen in jüngster Zeit. In enger Zusammenarbeit mit dem „Silicon Valley“ (zum Beispiel der Stanford University) strebt das von Hasso Plattner, Mitbegründer und Aufsichtsratsvorsitzender der SAP AG, ins Leben gerufene Institut Weltklasse-Niveau an. Davon konnten sich die Gäste des Neujahrsempfangs vor Ort überzeugen. Der Geschäftsführer und wissenschaftliche Direktor, Professor Doktor Meinel und seine Fachbereichs-Kollegen stellten die wichtigsten Projekte der jüngsten Zeit vor. Einen Beweis dafür, dass aus Forschung und Entwicklung ein attraktives Produkt werden kann, veranschaulicht der Fachbereich Computergrafische Systeme: Ab März 2005 ist eine DVD im Handel erhältlich, mit deren Hilfe die Berliner Straßenzüge virtuell erkundet werden können. Das Besondere daran: alle Straßenzüge dieser großen Stadt sind in hoch anspruchsvoller 3D-Grafik visualisiert. Es gelang dem Entwicklerteam des Fachbereichsleiters Professor Dr. Döllner die immensen Datenmengen so zu konzipieren, dass sie einerseits auf eine DVD passen und andererseits sehr realistischer Eindruck der Straßenzüge erhalten bleibt. Weitere Informationen: www.hasso-plattner-institut.de.

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Wahlen
 


„Wahl-Abend“ der DPRG Berlin/Brandenburg am 24. Mai 2005 im Bundespresseamt

Es ist mal wieder soweit: Für die Landesgruppe Berlin/Brandenburg stehen Vorstandswahlen an. Um den Wahl-Abend in diesem Jahr besonders informativ und spannend zu gestalten, hat sich der Landesvorstand etwas Besonderes einfallen lassen. Neben der ordentlichen Mitgliederversammlung und den Wahlen zum neuen Landesvorstand werden wir am 24. Mai noch zwei weitere Highlights haben: Vor unserer Mitgliederversammlung, die in diesem Jahr im Bundespresseamt (BPA) in Berlin-Mitte stattfindet, wird uns der Chef des BPA, Staatssekretär Belá Anda persönlich begrüßen und einen Vortrag halten. Danach werden wir unsere ordentliche Mitgliederversammlung durchführen. Im Anschluss daran gibt es – auf vielfachen Wunsch aus unserer Mitgliederschaft - eine moderierte Podiumsdiskussion mit den beiden DPRG-Präsidentschaftskandidaten Prof. Jürg W. Leipziger, Geschäftsführender Gesellschafter von Leipziger & Partner, sowie Ulrich Nies, Information Coordination BASF AG und Mitglied des DPRG-Vorstandes. mehr->

 

Was in der Berliner Szene vor 20 Jahren anfing und immer noch läuft:
Informelles Netzwerk „Modellversuch Öffentlichkeitsarbeit“


Ein fröhliches Wiedersehen feierten ehemalige Teilnehmer des Berliner Modellversuchs für ein Ergänzungsstudium Öffentlichkeitsarbeit an der Freien Universität Berlin in Berlin, dessen zweiter Durchgang 1984 mit einem Zertifikat abschloss.

Acht von fünfzehn Absolventen der zweiten Erprobungsphase waren im Vorfeld in Berlin und im übrigen Bundesgebiet ausfindig gemacht worden. Sie trafen sich im Herbst 2004 mit ehemaligen Verantwortlichen und Dozenten des Studiengangs (Astrid Drabant-Schwalbach, Ilona Thede und Wolfgang Gooß) sowie den jetzigen Hochschullehrern Prof. Günter Bentele und Prof. Lothar Wate. Auch einer der ehemaligen Leiter, Prof. Gernot Wersig vom Fachbereich Sozial- und Kommunikationswissenschaften der Freien Universität, freute sich über die Initiative der ehemaligen Studierenden.

Es wurden indes nicht nur Erinnerungen ausgetauscht. Viele der Ehemaligen sind heute noch in der Öffentlichkeitsarbeit oder in angrenzenden Bereichen wie Journalismus, Fundraising oder in einer Geschäftsleitung tätig. Günter Barthenheier, ehemals Initiator und Mitglied der Geschäftsleitung des Studiengangs, moderierte eine Fachdiskussion über Fortschritte bzw. Veränderungen in der PR-Ausbildung. Dabei wurde bekräftigt, dass sich in der PR-Ausbildung das Grundkonzept des Modellversuchs bewährt habe: die Verbindung von ausgewählten interdisziplinären Theorien und Methoden mit praktischen Übungen von der PR-Konzeptionsentwicklung bis zu Produktentwürfen.

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Kommentar

Aufbau Ost

Ort und Zeitpunkt in Berlin hätten Anfang Februar nicht besser sein können für das „Kolloquium Aufbau Ost“ unter Federführung der „4R“, dem Zusammenschluss der raumwissenschaftlichen Einrichtungen also, die es in der Leibniz-Gemeinschaft gibt. Dies sind: Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), das Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) und nicht zuletzt die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Um es gleich vorweg zu sagen: Das Kolloquium zeigte einen deutlichen Richtungswechsel an und passte zu den Schlagzeilen, die es gerade zum Thema gab. Schlagzeilen, die sich vor allem um rechtlich gestützte Zuverlässigkeit in der Förderpraxis und um mehr Eigenverantwortung bei der Mittelverteilung in den unterschiedlichen Förderräumen drehten.

Im Licht des Atriums der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund in Berlins Mitte gab es hie und da zwar wieder gefügige Textbausteine, die besagten Aufbau Ost seit 15 Jahren von höchster Stelle untermauern, damit wir in der Republik nur nicht ins Wanken kommen. Jetzt, zur Halbzeit, kamen aber auch neue Perspektiven ins Spiel. Karl-Dieter Keim, Initiator des Kolloquiums, sagte, er stimme dem Vorschlag prinzipiell zu, in den kommenden Jahren eine stärker prozessorientierte und vergleichend angelegte Forschung zum Politikfeld Aufbau Ost zu betreiben. Keim meinte, es könne hierfür sogar ein eigenständiges Schwerpunktprogramm formuliert werden, etwa mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder mit Stiftungen.

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Potenzial für die Zukunft: PR-Nachwuchs mischt kräftig mit

von Susanne Schneider

Die Zukunft der Kommunikations-branche hängt vor allem vom Angebot für Aus- und Weiterbildung ab. Ein reichhaltiges Angebot, sicher. Aber die Reichhaltigkeit von staatlichen und privaten Anbietern lässt noch keine Rückschlüsse
auf Qualität und Inhalte zu.

Die deutschen Kommunikations-verbände - allen voran die DPRG mit ihrer Ausbildungsinitiative - haben schon in der Vergangenheit gemerkt, dass sie diesem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Sie suchen vermehrt
nach einer Zusammenarbeit mit Hochschulen und privaten Bildungsträgern, nicht zuletzt weil sie dort auf eine Vielzahl potenzieller Neu-Mitglieder treffen.

Doch die Kontaktsuche zu Studierenden und Berufseinsteigern bedeutet für die Verbände weitaus mehr, als die Suche nach neuen Mitgliedern. Denn die Zukunft
der Kommunikationsbranche und damit auch der Kommunikations-verbände liegt langfristig in den Händen des Berufsnachwuchses, wie wir ihn in der DPRG bei
den Junioren finden.

Die Ideen des PR-Nachwuchses stecken schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen und sollten jetzt dazu genutzt werden, den Verband für Interessierte attraktiver zu gestalten. Die zahlreichen Termine der einzelnen Juniorengruppen im Bundesgebiet erfreuen sich bei Mitgliedern und Gästen einer hohen Beliebtheit und brauchen sich qualitativ nicht hinter den Veranstaltungen der "Senioren" zu verstecken: So starteten die Junioren im Rheinland Ende Januar 2005 die Reihe "Düsseldorfer Networking Night" mit über 80 TeilnehmerInnen (www.networkingnight.de).

Für die Zukunft der DPRG ist die Wahl des neuen Präsidenten am 25. Juni 2005 in Mainz ausschlag-gebend. Eine Entscheidung, an der auch alle Juniorenmitglieder einschließlich der Studienmitglieder beteiligt sein sollten. Ein entsprech-ender Antrag, auch Studien-mitglieder der DPRGbei zukünftigen Wahlen zur Stimmabgabe zu berechtigen, wurde deshalb durch die Fachkommission der Junioren vorbereitet.

Die Autorin ist Sprecherin der DPRG-Junioren Berlin-Brandenburg

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Journalismus und PR: Vom Kalkül des Plauderns
 

von Steffen Rinas

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Verhältnis zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit kann in Deutschland mittlerweile auf über zwei Jahrzehnte Forschungsarbeit zurückblicken. Und sie hält – zum Leidwesen manch interessierten Praktikers – gleich mehrere Erklärungen parat. Von der Determination des Journalismus durch die PR über das Paradigma der wechselseitigen Abhängigkeit bis hin zur jüngsten Modellierung einer Tauschbeziehung ist scheinbar für jeden Geschmack etwas dabei.
Kaum ein Erklärungsansatz geht jedoch auf Interaktionsbeziehungen zwischen zielgerichtet handelnden Akteuren ein. Was bringt Journalisten und Öffentlichkeitsarbeiter in Interaktion: Ist es wirklich die vielbeschworene Abhängig-keitssituation zwischen beiden Seiten? In einer hierzu durchgeführten Untersuchung wurden 370 Tageszeitungs-journalisten und 190 DPRG-Mitglieder in Berlin und Brandenburg befragt. mehr->


 

Kommentar
 


Kochs Rezepte und Reflexionen:

Wahl? Ja! - Anmerkungen zum DPRG-Wahljahr 2005

Dieses Jahr wird wohl zu einem ganz besonderen für unseren
Berufsverband werden. Turnusgemäß werden die wichtigsten Gremien der
DPRG neu gewählt. Hierzu zählen die Vorstände der Landesverbände - in
Berlin/Brandenburg steht die Wahl im Mai dieses Jahres an - ebenso wie
die Wahl des DPRG-Präsidenten im Juni in Mainz.

An sich wären diese "Urnengänge" keine aufregende Sache,
allenfalls für die Kandidaten selber. In diesem Jahr jedoch ist alles
anders. Wie den Branchenmedien zu entnehmen war,
gibt es zwei Kandidaten, die für das Amt des DPRG-Präsidenten zur Wahl stehen: Ulrich Nies (BASF) und Prof. Jürg W. Leipziger (Leipziger & Partner) wollen im Juni bei der Mitgliederversammlung in Mainz antreten. Und zwar mit
unterschiedlichen Teams und Programmen.

Schon vermute ich skeptische Stimmen, die fragen: Können wir uns als kleiner Verband eine solche Doppelkandidatur mit aufwändigem Wahlkampf eigentlich leisten, ist das nicht eine Verschwendung von Ressourcen, war es denn nicht möglich, sich im Vorwege auf einen Vorschlag zu einigen?

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Termine

24.05.2005, 17:45 Uhr s.t.,
Mitgliederversammlung im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung,
Eingang Dorotheenstr. 84, 10117 Berlin-Mitte
(Bitte Personal-Ausweis mitbringen!)

06.06.2005 19.30 Uhr,
Jour Roulant im Deutschen technik-Museum

13.06.2005, 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)

17.06.2005
PR-Career-Day in Münster
veranstaltet von der Uni Münster mehr im Internet

24.06.2005
Der Deutsche PR-Tag in Mainz

25.06.2005
Mitgliederversammlung der DPRG
in Mainz

04.07.2005 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)

Alle Bundestermine können auch unter www.dprg.de einsehen.



Impressum

Streusandbüchse.de
Informationen für die Mitglieder
der DPRG Berlin/Brandenbrug
Herausgeber: Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) Landesgruppe Berlin/Brandenburg e.V.

Vorsitzender: Matthias Koch,
Bundesratufer 5, 10555 Berlin
(matthias.koch@dprg-berlin.de)
V.i.S.d.P./Konzept:
Gerhard Mahnken
(mahnken@dprg-berlin.de)
Online-Redaktion und -gestaltung:
Stefan Munko
(munko@dprg-berlin.de)
Mikolaj Masluk
(masluk@gmx.net)