die 13. Ausgabe der Streusandbuechse.de befasst sich mit dem Thema
„Kommunikationsverbände“. Lesen Sie deshalb am
besten auch zwischen den Zeilen, denn irgendwie ist ja gerade
in unserem Verband alles miteinander verbunden, vernetzt ... Und
hoffentlich bald so erfolgreich, wie bei den britischen Kolleginnen
und Kollegen, von deren Verbandsentwicklung Thorsten Lützler
hier zu berichten weiß. Oder lesen Sie den Beitrag von Astrid
Drabant-Schwalbach, der das hierzulande noch recht unbekannte
kommunikative Netzwerk von Reputation-Fachleuten behandelt –
eine Zunft, von der wir bestimmt noch mehr hören werden.
Maria Borgmann informiert Sie in ihrem Portrait wie Burhard Tewinkel,
der sich übrigens auch ein Leben als Bauer vorstellen könnte
und privat im brandenburgischen Rangsdorf Land und Leute lieben
gelernt hat, die kommunikativen Gleise bei der Deutschen Bahn
im Berliner Head-Office am Potsdamer Platz stellt. Wenn es Sie
interessiert, können Sie auch nachlesen, dass exzellente
PR-Netzwerke über Jahrzehnte halten können. In der Berliner
Szene zählt hierzu der Ausbildungs-Modellversuch Öffentlichkeitsarbeit,
dessen Teilnehmer sich nach zwanzig Jahren immer noch bestens
verstehen. mehr->
Die
Insel boomt Erfolgreiche PR-Arbeit der Briten
-
The Institute of Public Relations stellt sich vor
Thorsten Lützler
Von Thorsten Lützler
Aus deutscher Sicht ist es unvorstellbar,
wie erfolgreich der britische PR-Verband „The Institute
of Public Relations“ immer schon arbeitet. Übertroffen
wird dieser Trend durch die aktuellen Zahlen für 2004, die
jetzt veröffentlicht wurden. Demnach stieg der Umsatz allein
im vergangenen Jahr um 30 Prozent, verursacht durch einen Rekordanstieg
bei den Mitgliederzahlen (über 8000) sowie durch gute Erfolge
bei IPR Events und Aktivitäten.
Doch wie erklärt sich dieser Erfolg, angesichts eher kümmerlicher
PR-Versammlungen anderer Länder? Vom Prinzip her scheint
der Aufbau und die Struktur ähnlich wie z.B. bei der DPRG
– es gibt eine zentrale Geschäftsstelle in London sowie
dreizehn nach Regionen geordnete Arbeitskreise, geführt von
ehrenamtlichen „Regional Chairs“. Dazu kommen sechzehn
Themengruppen, in denen sich Interessierte der Bereiche wie z.B.
„International PR“, „Corporate Social Responsibility“
oder auch „Marketing Communications“ austauschen.
Geführt werden diese ebenfalls von einem ehrenamtlichen Chairman.
Allerdings sind die Dimensionen entsprechend anders als z.B. in
Deutschland. In der Geschäftstelle arbeiten fast 30 Festangestellte
(in den Bereichen „Membership/Administration“, „Marketing“,
„PR“, „Events“, „Policy/Public Affairs“,
„Trainings“, „Education“ und „Information
Services/Online“) plus ein hauptberuflicher Director General,
Colin Farrington. Dazu kommt ein jährlich neu gewählter
Präsident, der durch ein ehrenamtliches Executive Committee
unterstützt wird. Alle Strukturen sind straff und professionell
organisiert, von verstaubten Verbandsstuben ist nichts zu sehen.
mehr->
Plädoyer
für einen neuen Kommunikationsbegriff Prof. Dr. Günter Bentele im
Gespräch mit Astrid Drabant-Schwalbach
Prof. Dr.
Günter Bentele
Drabant-Schwalbach: Bei der Verabschiedung von
Prof. Barbara Baerns von der Freien Universität im vergangenen
Jahr wurde die Vermutung geäußert, der Begriff „Public
Relations“ habe gute Chancen, in nicht allzu ferner Zukunft
zum Unwort des Jahres gekürt zu werden. Ist die Negativ-Besetzung
des PR-Begriffes überhaupt noch zu korrigieren ?
Bentele: Ich glaube zwar nicht, dass ein solches Szenario
eintreten wird, aber: es ist – auch international –
so, dass der Begriff „Public Relations“ meist zumindest
ambivalent, wenn nicht überwiegend negativ benutzt oder verstanden
wird. Dies liegt großenteils an dem negativen Gebrauch in
der journalistischen Berichterstattung, aber sicher ist auch unprofessionelles
oder unethisches Verhalten von PR-Praktikern daran nicht schuldlos.
Da Images meist sehr langlebig sind, bin ich skeptisch, ob man
innerhalb der nächsten 10 oder 15 Jahre von diesem Image
herunterkommen kann.
Drabant-Schwalbach: Sie haben des Öfteren
geäußert, der Begriff „Public Relations“
sei Ihnen ohnehin zu eng, und Sie nutzten lieber den Begriff „Kommunikation“
zur Charakterisierung unseres differenzierten Berufsfeldes. Was
spricht Ihrer Meinung nach für den Kommunikationsbegriff
?
Bentele: Für die Nutzung des Kommunikationsbegriffs
sprechen zumindest zwei Gründe: Zum einen ist es ja tatsächlich
die Analyse, Planung, Organisation und Kontrolle, also die Steuerung
von Kommunikationsprozessen von Organisationen mit ihren Öffentlichkeiten
bzw. Stakeholdergruppen, die im Mittelpunkt von Public Relations
bzw. Öffentlichkeitsarbeit stehen, also im eigentlichen Sinn
„Kommunikationsmanagement“. Zum anderen hat sich –
ausgehend vom angelsächsischen Sprachbereich – international
der Begriff „Communication Management“ längst
etabliert, wenn nicht schon durchgesetzt. mehr->
Building
Winning Reputations - Reputation Institute Forum an der
Humboldt-Universität zu Berlin
Von
Astrid Drabant-Schwalbach
Ende vergangenen Jahres lud der DPRG Landesverband
Berlin-Brandenburg in Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen
Fakultät der Humboldt-Universität (HUB) zu Berlin zum
Reputation Institute Forum in den Senatssaal der HUB ein. Unter
dem Titel „Building Winning Reputations“ stellte das
Reputation Institute dabei erstmals die Ergebnisse eines Reputations-Rankings
für Unternehmen in Deutschland vor.
Das Reputation Institute (RI) ist ein internationales Expertennetzwerk
aus Wissenschaftlern und Praktikern, das 1997 von dem Wirtschaftswissenschaftler
Charles J. Fombrun in New York gegründet wurde. Im Zentrum
der Arbeit des RI steht die Frage: Wie können Unternehmen
ihre Reputation nachhaltig verbessern, um ihre Ziele optimal realisieren
zu können? Wie können etwa durch ein überzeugendes
Reputationsmanagement relevante Wettbewerbsvorteile aufgebaut
und geschickt ausgeschöpft werden?
Neben internationalen Konferenzen und der Herausgabe einer internationalen
Zeitschrift, der Corporate Reputation Review, versucht das RI
vor allem durch empirische Studien einen Beitrag zu einem besseren
Verständnis effizienten Reputations-Managements und dessen
konkreter Umsetzung zu leisten. Im Mittelpunkt dieser Studien
steht der so genannte Reputation Quotient (RQ), ein wissenschaftlich
fundiertes, standardisiertes Messkonzept zur Erfassung der Reputation
von Unternehmen und anderen Institutionen. Der RQ ermöglicht
eine sehr differenzierte, weil mehrdimensionale Analyse unternehmerischer
Reputation. Das Neue an diesem Modell ist, dass die Reputation
von Unternehmen erstmals bei ihren Stakeholdern und in den Medien
gemessen wird.
mehr->
Kommunikationsmanager
aus Leidenschaft – Burkhard Tewinkel Ein Portrait von Maria Borgmann-
Burkhard Tewinkel
Sein Blick schweift vom 22. Stock des Bahn Towers über die
Berliner City. Und auf die Frage nach seinem beruflichen Traum
antwortet er ganz spontan: Bauer. Doch vorerst leitet Burkhard
Tewinkel die Interne Kommunikation bei der Deutschen Bahn AG,
ist zugleich Stellvertretender Leiter Kommunikation, und sein
Aufgabenfeld, das er mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
bewältigt, umfasst u.a. Mitarbeiterveranstaltungen, das Intranet,
Bahn TV – nicht nur für Mitarbeiter, sondern digital
über ASTRA für alle anschaubar -, die Mitarbeiterzeitung,
den Führungskräfte-Newsletter, regelmäßige
Führungskräfte-Infos sowie ab 1. März 2005 die
Gesamtverantwortung für alle Publikationen. Dazu kommt noch
der Internetauftritt des Bahnkonzerns, die Betreuung aller AV-Medien,
die Öffentlichkeitsarbeit und die Neuaufstellung des Bereiches
Verbraucherkommunikation. Also: „Bunte Themen rund um die
Bahn.“
„Man muss lieben, was man tut“, so das Credo des
studierten Historikers und Literaturwissenschaftlers, dem es nach
zweijähriger Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter
an der Bonner Universität dann doch „zu eng an der
Uni“ wurde, so dass er gerne das Angebot der Kölner
Stadtsparkasse annahm, die Interne Kommunikation aufzubauen. Sie
steckte 1989 in Deutschland erst in den Anfängen und konzentrierte
sich auf die Mitarbeiterzeitung. So hatte Tewinkel die Möglichkeit,
„mit Offenheit und Risikobereitschaft auf die neuen Dinge“
zuzugehen. Er hat sich „der Arbeitskultur der Wirtschaft
angenähert wie einem komplexen wissenschaftlichen Problem“:
methodisch, behutsam und neugierig, er hat „zugehört,
die Atmosphäre aufgenommen und versucht herauszufinden, wie
die ticken.“
Das offensichtlich mit solchem Erfolg, dass ihn 1995 die Deutsche
Bahn zum Leiter der Internen Kommunikation berief. mehr->
Stichwort
Inszenierung
Schlüsselbegriffe näher beleuchtet
- Von Ulrike Propach-
In loser Folge wollen wir an dieser Stelle künftig Schlüsselbegriffe
beleuchten, die für unseren Berufsstand täglich wichtig
sind, die aber nicht immer allen klar sind, weil sie ja schon so
gut klingen und weil das ja meistens auch reicht. Den Anfang „inszeniert“
für uns Ulrike Propach.
Inszenierung im geschichtlichen Blickwinkel
Zunächst: Der Ursprung des Begriffs Inszenierung stammt aus
der Theaterwelt. „Mise en scène“ bedeutet die
Gesamtheit der Vorbereitungen zur Aufführung eines Theaterstücks.
Inszenierung politischer Ereignisse hat eine lange Tradition,
die weit in die Geschichte zurück reicht: Die Überlieferungen
der Antike, aus alten Kulturen wie der griechischen Polis, dem
Persischen Großreich oder den Dynastien in Ägypten,
beschreiben das gesamte Instrumentarium der Repräsentation
von Macht in Glanz und Gloria. In europäischen Breitengraden
hat sich ein eigenständiger Begriff dafür entwickelt:
Protokoll. Ausgehend von den Tätigkeiten „protocole
(diplomatique)“ des „Bureau de Protocole“ bzw.
dem „Céremonial de Chancellerie“ in der französischen
Restaurationszeit steht der Begriff heute für ein ausgeklügeltes
System von Vorschriften zur rang- und würdegerechten Repräsentation.
Symbole und Marken spielen dabei eine große Rolle (so zum
Beispiel Flaggen, Kleiderordnungen, Statussymbole wie die Wahl
der Automobilmarke, Wagenfolgen, anhand derer man die Wichtigkeit
der Gäste ablesen kann sowie repräsentative Bauten).
Ob sich das tradierte Machwerk „Protokoll“ mit den
Grundsätzen von Demokratie in Übereinstimmung befindet,
ist eine hier nicht behandelte Frage.
Es treibt
mich! Jürg W. Leipziger auf dem DPRG Neujahrsempfang
im Hasso-Plattner-Institut Potsdam
von Birgit M. Grigoriou
Mit einer beeindruckenden Performance stellte sich Präsidentschaftskandidat
Jürg W. Leipziger auf dem DPRG-Neujahrsempfang. Vor rund
hundert geladenen Gästen im Potsdamer Hasso Plattner Institut
(HPI) nannte Professor Leipziger, Inhaber der Agentur Leipziger
& Partner Kommunikations GmbH, in beredter und humorvoller
Weise seine Gründe, zum zweiten Mal in seinem Leben „Kandidat
zu sein“. „Es treibt mich“, so der gebürtige
Schweizer, „die DPRG als führenden Berufsverband wieder
vorwärts zu bringen und attraktiv für alle PR-Schaffenden
zu machen. Es kann nicht angehen, dass von rund 50.000 Angehörigen
unseres Berufsstandes nur vergleichsweise wenige den Weg in die
DPRG gefunden haben.“ (Interviews mit Professor Leipziger
und Ulrich Nies: http://www.prportal.de/?article=24-01-05-662633)
Zum ersten Mal seit 20 Jahren wird es bei den Mitgliederwahlen
am 25.06.2005 in Mainz zu einer Kampfkanditatur kommen und auf
diese Weise sehr spannend werden. Als zweiter Bewerber um den
Präsidentenposten bewirbt sich Ulrich Nies, Leiter Information
Coordination bei der BASF. Also, ein Grund mehr für alle
DPRG-Mitglieder, nach Mainz zu reisen. Ein weiterer Grund, ins
Rheinland zu kommen bietet sich bereits am 24.06.2005: der 46.
Deutsche PR-Tag.
Best Practice: das Hasso-Plattner-Institut
Die Elite-Ausbildungsstätte für künftige IT-Systemingenieure
gilt als eine der wichtigsten privaten Hochschulinstitutsgründungen
in jüngster Zeit. In enger Zusammenarbeit mit dem „Silicon
Valley“ (zum Beispiel der Stanford University) strebt das
von Hasso Plattner, Mitbegründer und Aufsichtsratsvorsitzender
der SAP AG, ins Leben gerufene Institut Weltklasse-Niveau an.
Davon konnten sich die Gäste des Neujahrsempfangs vor Ort
überzeugen. Der Geschäftsführer und wissenschaftliche
Direktor, Professor Doktor Meinel und seine Fachbereichs-Kollegen
stellten die wichtigsten Projekte der jüngsten Zeit vor.
Einen Beweis dafür, dass aus Forschung und Entwicklung ein
attraktives Produkt werden kann, veranschaulicht der Fachbereich
Computergrafische Systeme: Ab März 2005 ist eine DVD im Handel
erhältlich, mit deren Hilfe die Berliner Straßenzüge
virtuell erkundet werden können. Das Besondere daran: alle
Straßenzüge dieser großen Stadt sind in hoch
anspruchsvoller 3D-Grafik visualisiert. Es gelang dem Entwicklerteam
des Fachbereichsleiters Professor Dr. Döllner die immensen
Datenmengen so zu konzipieren, dass sie einerseits auf eine DVD
passen und andererseits sehr realistischer Eindruck der Straßenzüge
erhalten bleibt. Weitere Informationen: www.hasso-plattner-institut.de.
„Wahl-Abend“ der DPRG Berlin/Brandenburg
am 24. Mai 2005 im Bundespresseamt
Es ist mal wieder soweit: Für die Landesgruppe Berlin/Brandenburg
stehen Vorstandswahlen an. Um den Wahl-Abend in diesem Jahr besonders
informativ und spannend zu gestalten, hat sich der Landesvorstand
etwas Besonderes einfallen lassen. Neben der ordentlichen Mitgliederversammlung
und den Wahlen zum neuen Landesvorstand werden wir am 24. Mai
noch zwei weitere Highlights haben: Vor unserer Mitgliederversammlung,
die in diesem Jahr im Bundespresseamt (BPA) in Berlin-Mitte stattfindet,
wird uns der Chef des BPA, Staatssekretär Belá Anda
persönlich begrüßen und einen Vortrag halten.
Danach werden wir unsere ordentliche Mitgliederversammlung durchführen.
Im Anschluss daran gibt es – auf vielfachen Wunsch aus unserer
Mitgliederschaft - eine moderierte Podiumsdiskussion mit den beiden
DPRG-Präsidentschaftskandidaten Prof. Jürg W. Leipziger,
Geschäftsführender Gesellschafter von Leipziger &
Partner, sowie Ulrich Nies, Information Coordination BASF AG und
Mitglied des DPRG-Vorstandes. mehr->
Was
in der Berliner Szene vor 20 Jahren anfing und immer noch läuft:
Informelles Netzwerk „Modellversuch
Öffentlichkeitsarbeit“
Ein fröhliches Wiedersehen feierten ehemalige Teilnehmer
des Berliner Modellversuchs für ein Ergänzungsstudium
Öffentlichkeitsarbeit an der Freien Universität Berlin
in Berlin, dessen zweiter Durchgang 1984 mit einem Zertifikat
abschloss.
Acht von fünfzehn Absolventen der zweiten Erprobungsphase
waren im Vorfeld in Berlin und im übrigen Bundesgebiet ausfindig
gemacht worden. Sie trafen sich im Herbst 2004 mit ehemaligen
Verantwortlichen und Dozenten des Studiengangs (Astrid Drabant-Schwalbach,
Ilona Thede und Wolfgang Gooß) sowie den jetzigen Hochschullehrern
Prof. Günter Bentele und Prof. Lothar Wate. Auch einer der
ehemaligen Leiter, Prof. Gernot Wersig vom Fachbereich Sozial-
und Kommunikationswissenschaften der Freien Universität,
freute sich über die Initiative der ehemaligen Studierenden.
Es wurden indes nicht nur Erinnerungen ausgetauscht. Viele der
Ehemaligen sind heute noch in der Öffentlichkeitsarbeit oder
in angrenzenden Bereichen wie Journalismus, Fundraising oder in
einer Geschäftsleitung tätig. Günter Barthenheier,
ehemals Initiator und Mitglied der Geschäftsleitung des Studiengangs,
moderierte eine Fachdiskussion über Fortschritte bzw. Veränderungen
in der PR-Ausbildung. Dabei wurde bekräftigt, dass sich in
der PR-Ausbildung das Grundkonzept des Modellversuchs bewährt
habe: die Verbindung von ausgewählten interdisziplinären
Theorien und Methoden mit praktischen Übungen von der PR-Konzeptionsentwicklung
bis zu Produktentwürfen.
Ort und Zeitpunkt in Berlin hätten Anfang
Februar nicht besser sein können für das „Kolloquium
Aufbau Ost“ unter Federführung der „4R“,
dem Zusammenschluss der raumwissenschaftlichen Einrichtungen also,
die es in der Leibniz-Gemeinschaft gibt. Dies sind: Das Leibniz-Institut
für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), das Leibniz-Institut
für ökologische Raumentwicklung (IÖR), das Leibniz-Institut
für Länderkunde (IfL) und nicht zuletzt die Akademie
für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Um es gleich vorweg
zu sagen: Das Kolloquium zeigte einen deutlichen Richtungswechsel
an und passte zu den Schlagzeilen, die es gerade zum Thema gab.
Schlagzeilen, die sich vor allem um rechtlich gestützte Zuverlässigkeit
in der Förderpraxis und um mehr Eigenverantwortung bei der
Mittelverteilung in den unterschiedlichen Förderräumen
drehten.
Im Licht des Atriums der Vertretung des Landes Brandenburg beim
Bund in Berlins Mitte gab es hie und da zwar wieder gefügige
Textbausteine, die besagten Aufbau Ost seit 15 Jahren von höchster
Stelle untermauern, damit wir in der Republik nur nicht ins Wanken
kommen. Jetzt, zur Halbzeit, kamen aber auch neue Perspektiven
ins Spiel. Karl-Dieter Keim, Initiator des Kolloquiums, sagte,
er stimme dem Vorschlag prinzipiell zu, in den kommenden Jahren
eine stärker prozessorientierte und vergleichend angelegte
Forschung zum Politikfeld Aufbau Ost zu betreiben. Keim meinte,
es könne hierfür sogar ein eigenständiges Schwerpunktprogramm
formuliert werden, etwa mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft
oder mit Stiftungen.
Potenzial
für die Zukunft: PR-Nachwuchs mischt kräftig mit
von Susanne Schneider
Die Zukunft der Kommunikations-branche hängt vor allem vom
Angebot für Aus- und Weiterbildung ab. Ein reichhaltiges
Angebot, sicher. Aber die Reichhaltigkeit von staatlichen und
privaten Anbietern lässt noch keine Rückschlüsse
auf Qualität und Inhalte zu.
Die deutschen Kommunikations-verbände - allen voran die DPRG
mit ihrer Ausbildungsinitiative - haben schon in der Vergangenheit
gemerkt, dass sie diesem Thema mehr Aufmerksamkeit schenken müssen.
Sie suchen vermehrt
nach einer Zusammenarbeit mit Hochschulen und privaten Bildungsträgern,
nicht zuletzt weil sie dort auf eine Vielzahl potenzieller Neu-Mitglieder
treffen.
Doch die Kontaktsuche zu Studierenden und Berufseinsteigern bedeutet
für die Verbände weitaus mehr, als die Suche nach neuen
Mitgliedern. Denn die Zukunft
der Kommunikationsbranche und damit auch der Kommunikations-verbände
liegt langfristig in den Händen des Berufsnachwuchses, wie
wir ihn in der DPRG bei
den Junioren finden.
Die Ideen des PR-Nachwuchses stecken schon lange nicht mehr in
den Kinderschuhen und sollten jetzt dazu genutzt werden, den Verband
für Interessierte attraktiver zu gestalten. Die zahlreichen
Termine der einzelnen Juniorengruppen im Bundesgebiet erfreuen
sich bei Mitgliedern und Gästen einer hohen Beliebtheit und
brauchen sich qualitativ nicht hinter den Veranstaltungen der
"Senioren" zu verstecken: So starteten die Junioren
im Rheinland Ende Januar 2005 die Reihe "Düsseldorfer
Networking Night" mit über 80 TeilnehmerInnen (www.networkingnight.de).
Für die Zukunft der DPRG ist die Wahl des neuen Präsidenten
am 25. Juni 2005 in Mainz ausschlag-gebend. Eine Entscheidung,
an der auch alle Juniorenmitglieder einschließlich der Studienmitglieder
beteiligt sein sollten. Ein entsprech-ender Antrag, auch Studien-mitglieder
der DPRGbei zukünftigen Wahlen zur Stimmabgabe zu berechtigen,
wurde deshalb durch die Fachkommission der Junioren vorbereitet.
Die Autorin ist Sprecherin der DPRG-Junioren Berlin-Brandenburg
Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Verhältnis
zwischen Journalismus und Öffentlichkeitsarbeit kann in Deutschland
mittlerweile auf über zwei Jahrzehnte Forschungsarbeit zurückblicken.
Und sie hält – zum Leidwesen manch interessierten Praktikers
– gleich mehrere Erklärungen parat. Von der Determination
des Journalismus durch die PR über das Paradigma der wechselseitigen
Abhängigkeit bis hin zur jüngsten Modellierung einer
Tauschbeziehung ist scheinbar für jeden Geschmack etwas dabei.
Kaum ein Erklärungsansatz geht jedoch auf Interaktionsbeziehungen
zwischen zielgerichtet handelnden Akteuren ein. Was bringt Journalisten
und Öffentlichkeitsarbeiter in Interaktion: Ist es wirklich
die vielbeschworene Abhängig-keitssituation zwischen beiden
Seiten? In einer hierzu durchgeführten Untersuchung wurden
370 Tageszeitungs-journalisten und 190 DPRG-Mitglieder in Berlin
und Brandenburg befragt. mehr->
Kommentar
Kochs Rezepte und Reflexionen:
Wahl? Ja! - Anmerkungen zum DPRG-Wahljahr 2005
Dieses Jahr wird wohl zu einem ganz besonderen für
unseren
Berufsverband werden. Turnusgemäß werden die wichtigsten
Gremien der
DPRG neu gewählt. Hierzu zählen die Vorstände der
Landesverbände - in
Berlin/Brandenburg steht die Wahl im Mai dieses Jahres an - ebenso
wie
die Wahl des DPRG-Präsidenten im Juni in Mainz.
An sich wären diese "Urnengänge" keine aufregende
Sache,
allenfalls für die Kandidaten selber. In diesem Jahr jedoch
ist alles
anders. Wie den Branchenmedien zu entnehmen war,
gibt es zwei Kandidaten, die für das Amt des DPRG-Präsidenten
zur Wahl stehen: Ulrich Nies (BASF) und Prof. Jürg W. Leipziger
(Leipziger & Partner) wollen im Juni bei der Mitgliederversammlung
in Mainz antreten. Und zwar mit
unterschiedlichen Teams und Programmen.
Schon vermute ich skeptische Stimmen, die fragen: Können
wir uns als kleiner Verband eine solche Doppelkandidatur mit aufwändigem
Wahlkampf eigentlich leisten, ist das nicht eine Verschwendung
von Ressourcen, war es denn nicht möglich, sich im Vorwege
auf einen Vorschlag zu einigen?
Alle Bundestermine können auch unter www.dprg.de
einsehen.
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Informationen für die Mitglieder
der DPRG Berlin/Brandenbrug
Herausgeber: Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPRG) Landesgruppe
Berlin/Brandenburg e.V.