
| Ausgabe 14 / Oktober 2005 | |||
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PortraitUlrich Nies - der neue PräsidentUlrich Nies
Mit Teamplayer Nies startet der neue Vorstand durch „Man kann so herrlich frech überholen“ – das sagt Ulrich Nies, der vor kurzem gewählte Präsident der DPRG, über eines seiner Lieblingshobbies: das Motorradfahren. Das kennzeichnet auch ein Stück den Mann, der angetreten ist, „die DPRG zu dem Verband über alle Kommunikationsbranchen hinweg zu machen.“ Dieses Ziel geht er mit seiner „Mann- und Frauschaft“ an, der er als „Teamcoach“ vorsteht und mit der er „erreichen will, dass jede/r PR-Tätige an drei Beispielen spontan beantworten kann, warum er oder sie DPRG-Mitglied ist oder es werden will. Es soll Spaß machen, an diesem Ziel mitzuarbeiten“ und sich für die DPRG zu engagieren. Dazu nimmt er die 14-täglichen Telefonkonferenzen mit dem Vorstand und den Landesgruppen Der berufliche Schwerpunkt von Nies, der an der Mainzer Gutenberg-Universität seinen Magister in Publizistik (Hauptfach), Politik und Rechtswissenschaften gemacht hat, liegt seit 1985 in der BASF. Er hat dort die unterschiedlichsten Herausforderungen gesucht und gefunden. Sein Hauptaugenmerk galt und gilt der Internen Kommunikation, auch und gerade mit Blick auf die internationalen Aktivitäten der BASF. Er war z.B. Kommunikationsverantwortlicher für die Weiterentwicklung der BASF-Organisation weltweit und hat in Europa ein Netzwerk der Kommunikateure aufgebaut. Diese Aufgabe hat ihn mit veranlasst, sich um die DPRG-Präsidentschaft zu bewerben, denn die Koordination auf europäischer Kollegenebene entspricht im Prinzip der Zusammenarbeit mit den Landesgruppen Befragt, welche Rolle für ihn Berlin als Betätigungsfeld für die DPRG und als Medienstandort spielt, verfällt er sofort in Begeisterung: „Berlin ist eine Stadt, auf die man sich freut. Der Verband der PR-Fachleute muss repräsentativ in Berlin vertreten sein, wenn er die Meinungsführerschaft in der PR-Branche haben will. Die meinungsbildende Presse ist hier vertreten, Public Affairs stehen in vielfacher Hinsicht im Zentrum. Über die Repräsentanz müssen wir definieren, was wir als DPRG in Berlin brauchen.“ Nies will bis Ende 2005 in Berlin eine Repräsentanz mit einem „Scout“ einsetzen, der die Möglichkeiten und Chancen für Networking und Themensetzung eruieren soll. Dem in Ludwigshafen wirkenden „Workaholic“ Nies steht der in Worms wohnende „Familyholic“ gegenüber: Seine Frau, die drei Töchter und der Dackel sorgen dafür, dass es auch ein Leben neben dem Beruf und der DPRG gibt. Sie profitieren von dem Hobbykoch, der schon mal locker 40 Gäste bewirtet. Nebenbei ist er Freizeitwinzer und bewirtschaftet oberhalb von Bad Dürkheim einen der ältesten Weingärten der Region mit fast 90jährigen Morio-Muskat-Weinstöcken. Ca. 200 Flaschen füllt er jährlich ab.Der bekennende Al-Jarreau-Fan liebt die Impressionisten und liest gerne antiquarische Bücher, vor allem Science-Fiction-Literatur von den Klassikern bis in die Moderne. Er kann sich außerdem vorstellen, später mehrere Monate im Jahr in einem Haus an der spanischen Costa Brava zu leben. Up, up and away, wenigstens zeitweise: Das ist ein Traum von Ulrich Nies. Er hätte „große Probleme, einem Flug zum Mars abzulehnen, auch wenn die Reise ein Jahr dauern würde.“ Er müsste allerdings „intensive Lobbyarbeit zu Hause leisten.“ Doch mindestens die nächsten drei Jahre – so lange dauert eine DPRG-Präsidentschaftsperiode – bleibt er, der das kalkulierbare Risiko liebt, mit Sicherheit erdverbunden, um den Verband auf die Zielgerade der Meinungsführerschaft in der deutschen PR-Branche zu treiben. Viel Erfolg dabei „presi al dente!“ (Nies über Nies in seinem Webblog zum Wahlkampf, Anm. d. Red.) Maria Borgmann |