Die DPRG- Landesgruppe Berlin/Brandenburg ist gewissermaßen die Verbandsspinne im Netz, wenn es um Medienvielfalt vor der eigenen Haustür geht. Denn: Die deutsche Hauptstadtregion gehört heute weltweit zu den interessantesten Medienstandorten. Hier findet sich laut Einschätzung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH eine einzigartige Mischung aus Tradition, Produzentenlandschaft und Kreativen. Eingebettet ist die mediale Infrastruktur in eine politische und kulturelle Vielschichtigkeit, die es in Köln, München oder auch in Hamburg so nicht gebe, meint gar die Berliner Morgenpost.
Na bitte! Die Ausgangslage scheint also eigentlich ganz gut zu sein und es sieht so aus, als ob die Medienbranche hier eine Schlüsselstellung einnimmt. Dabei sind Berlin und sein Umland inzwischen weit mehr als nur Kulisse und Produktionsstandort für seichte Serien und Hollywood-Streifen. Mittlerweile gibt es an die 11.000 Unternehmen im Mediensektor sowie in IT und Kommunikation. Hier sind immerhin135.000 Leute beschäftigt. Der Jahresumsatz von zwölf Milliarden Euro kann sich angesichts der ansonsten eher desolaten Arbeitsmarktsituation in Berlin und Brandenburg durchaus sehen lassen und gibt Anlass zur Hoffnung.
Unsere Landesgruppe profitiert natürlich seit Jahren von diesem Umfeld –konkret etwa über die Jours Roulants, die in regelmäßigen Abständen für Verbandsmitglieder und Gäste der DPRG den Blick hinter die Kulissen in den Filmstudios von Babelsberg oder beim AUSSCHNITT in Kreuzberg ermöglichen.
Was jedoch nachhaltig ins Gewicht fällt, ist das kreative „Medien-Milieu“ insgesamt für zeitgemäße Kooperationsmöglichkeiten, die der Landesvorsitzende Matthias Koch in dieser 14. Streusandbuechse. de kommentiert. Hier sind die Wege zu anderen Verbänden, zu den Zeitungsredaktionen oder zu den 1000 ansässigen Produktionsfirmen für TV-Formate und Kinofilme deutlich kürzer als anderswo. Und hier spielt auch die Musik: 60 Prozent der deutschen Umsätze werden schon jetzt an der Spree gemacht. Selbst die Stimmung in der Presselandschaft ist mit zehn Tageszeitungen und 15 Stadtmagazinen gut. Jetzt fehlen nur noch die großen Werbekunden...
Vielleicht könnte die Deutsche Public Relations Gesellschaft ja tatsächlich einen „Scout“ in die märkische Medienlandschaft schicken, damit wir hier weiter gut vorankommen und die vorhandenen Potenziale in der Hoffnung ausbauen, es könne sich eine Sogwirkung auch auf andere Branchen übertragen. Das würde der Region und auch der DPRG mit Sicherheit zum Vorteil gereichen. Lesen Sie hierzu bitte ungeniert das „Portrait“ über unseren jetzigen Präsidenten Ulrich Nies, das Maria Borgmann für diese Ausgabe gezeichnet hat.
Viel Spaß beim Lesen der hier versammelten Beiträge über den Medienstandort Berlin/Brandenburg wünscht Ihnen in diesem Sinne
Ihr Gerhard Mahnken