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  Ausgabe 14 / Oktober 2005 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  

Thema

Die Medienlandschaft Berlin/Brandenburg neu geprägt


Eine große Veränderung bedeutete die am 1. Mai 2003 vollzogene Fusion von ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) und SFB (Sender Freies Berlin) zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nach den politischen Weichenstellungen wurde der Merger in beiden Sendern seit November 2001 in Arbeitsgruppen vorbereitet. Die Fusion baute bereits auf langjährige Kooperationen auf. Der Staatsvertrag über die Errichtung einer gemeinsamen Rundfunkanstalt der Länder Berlin und Brandenburg trat am 1. Dezember 2002 in Kraft.

Unter der Intendantin Dagmar Reim, der ersten Intendantin der ARD, hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg sein neues Image als modernes Medienunternehmen geprägt und ganze Programmstrecken umgekrempelt.

Hinter dem rbb stehen Radio und Fernsehen. Im Fernsehen wurde aus zwei Programmen eines. Das neue rbb Fernsehen für die Gesamtregion ging Ende Februar 2004 an den Start. Es löste die Vorgängerprogramme für Berlin bzw. Brandenburg ab. Einerseits wurde manchen beliebten
Sendungen nachgetrauert. Andererseits fanden neue Formate wie "rbb aktuell" oder "zibb - zuhause in berlin & brandenburg" Zuspruch. Klassiker wie "Abendschau" oder "Brandenburg aktuell" sind geblieben.
Daneben bietet der rbb im Hörfunk mit dem Portfolio 88acht, Antenne Brandenburg, Inforadio, Kulturradio, Radioeins, Radiomultikulti und Fritz vielen Geschmäckern etwas.

Claudia Korte-Hempel vom rbb schätzt aktuell die "Fusionslage" ein: "Wir sind auf einem guten Weg". Intendantin Dagmar Reim kommentierte im November 2004 in einem Tagesspiegel-Interview: "Wir hier im rbb haben uns am 1. Mai 2003 auf den Weg der Fusion gemacht, auf einen langen und beschwerlichen Weg, und wir stellen fest: Überall da, wo Kolleginnen und Kollegen miteinander arbeiten, statt übereinander zu reden, klappt das Zusammenwachsen, das Zusammenarbeiten klappt sogar sehr gut, insofern betrachte ich uns als eine Art Labor der deutschen Einheit." Dagmar Reim
bleibt die zweite Halbzeit ihres fünfjährigen Vertrages, um diesen Weg zu vollenden.

Der rbb wird von den gleichberechtigten Standorten Berlin und Potsdam gemacht und gesendet. Die derzeit rund 1700 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich schnell an die neue Dachmarke gewöhnt. Die Fusion bedeutete auch einen Schwerpunkt in der internen Kommunikation des rbb. Maßnahmen dazu waren After-Work-Lounges zum Kennenlernen und die Einführung eines Intranets; vor allem die gemeinsame Arbeit führte die Mitarbeiter zusammen.

Insgesamt ist die Gründung des rbb ein positives Beispiel in einer Region, in der nicht immer alles klappt. Und es macht Mut, die ganz große Fusion von Berlin und Brandenburg nicht aus den Augen zu verlieren.


Ulrike Propach

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