


Gerhard Mahnken
Chefredaktion
Die DPRG- Landesgruppe Berlin/Brandenburg ist gewissermaßen die Verbandsspinne im Netz, wenn es um Medienvielfalt vor der eigenen Haustür geht. Denn: Die deutsche Hauptstadtregion gehört heute weltweit zu den interessantesten Medienstandorten. Hier findet sich laut Einschätzung der Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH eine einzigartige Mischung aus Tradition, Produzentenlandschaft und Kreativen. Eingebettet ist die mediale Infrastruktur in eine politische und kulturelle Vielschichtigkeit, die es in Köln, München oder auch in Hamburg so nicht gebe, meint gar die Berliner Morgenpost.
Na bitte! Die Ausgangslage scheint also eigentlich ganz gut zu sein und es sieht so aus, als ob die Medienbranche hier eine Schlüsselstellung einnimmt. Dabei sind Berlin und sein Umland inzwischen weit mehr als nur Kulisse und Produktionsstandort für seichte Serien und Hollywood-Streifen. Mittlerweile gibt es an die 11.000 Unternehmen im Mediensektor sowie in IT und Kommunikation. Hier sind immerhin135.000 Leute beschäftigt. Der Jahresumsatz von zwölf Milliarden Euro kann sich angesichts der ansonsten eher desolaten Arbeitsmarktsituation in Berlin und Brandenburg durchaus sehen lassen und gibt Anlass zur Hoffnung.
Unsere Landesgruppe profitiert natürlich seit Jahren von diesem Umfeld –konkret etwa über die Jours Roulants, die in regelmäßigen Abständen für Verbandsmitglieder und Gäste der DPRG den Blick hinter die Kulissen in den Filmstudios von Babelsberg oder beim AUSSCHNITT in Kreuzberg ermöglichen.
Was jedoch nachhaltig ins Gewicht fällt, ist das kreative „Medien-Milieu“ insgesamt für zeitgemäße Kooperationsmöglichkeiten, die der Landesvorsitzende Matthias Koch in dieser 14. Streusandbuechse. de kommentiert. Hier sind die Wege zu anderen Verbänden, zu den Zeitungsredaktionen oder zu den 1000 ansässigen Produktionsfirmen für TV-Formate und Kinofilme deutlich kürzer als anderswo. Und hier spielt auch die Musik: 60 Prozent der deutschen Umsätze werden schon jetzt an der Spree gemacht. Selbst die Stimmung in der Presselandschaft ist mit zehn Tageszeitungen und 15 Stadtmagazinen gut. Jetzt fehlen nur noch die großen Werbekunden...
Vielleicht könnte die Deutsche Public Relations Gesellschaft ja tatsächlich einen „Scout“ in die märkische Medienlandschaft schicken, damit wir hier weiter gut vorankommen und die vorhandenen Potenziale in der Hoffnung ausbauen, es könne sich eine Sogwirkung auch auf andere Branchen übertragen. Das würde der Region und auch der DPRG mit Sicherheit zum Vorteil gereichen. Lesen Sie hierzu bitte ungeniert das „Portrait“ über unseren jetzigen Präsidenten Ulrich Nies, das Maria Borgmann für diese Ausgabe gezeichnet hat.
Viel Spaß beim Lesen der hier versammelten Beiträge über den Medienstandort Berlin/Brandenburg wünscht Ihnen in diesem Sinne
Ihr Gerhard Mahnken
Thema
Die Medienlandschaft Berlin/Brandenburg neu geprägt

Dagmar Reim-
Intendantin des rbb
Eine große Veränderung bedeutete die am 1. Mai 2003 vollzogene Fusion von ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) und SFB (Sender Freies Berlin) zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nach den politischen Weichenstellungen wurde der Merger in beiden Sendern seit November 2001 in Arbeitsgruppen vorbereitet. Die Fusion baute bereits auf langjährige Kooperationen auf. Der Staatsvertrag über die Errichtung einer gemeinsamen Rundfunkanstalt der Länder Berlin und Brandenburg trat am 1. Dezember 2002 in Kraft.
Unter der Intendantin Dagmar Reim, der ersten Intendantin der ARD, hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg sein neues Image als modernes Medienunternehmen geprägt und ganze Programmstrecken umgekrempelt.
Hinter dem rbb stehen Radio und Fernsehen. Im Fernsehen wurde aus zwei Programmen eines. Das neue rbb Fernsehen für die Gesamtregion ging Ende Februar 2004 an den Start. Es löste die Vorgängerprogramme für Berlin bzw. Brandenburg ab. Einerseits wurde manchen beliebten
Sendungen nachgetrauert. Andererseits fanden neue Formate wie "rbb aktuell" oder "zibb - zuhause in berlin & brandenburg" Zuspruch. Klassiker wie "Abendschau" oder "Brandenburg aktuell" sind geblieben.
Daneben bietet der rbb im Hörfunk mit dem Portfolio 88acht, Antenne Brandenburg, Inforadio, Kulturradio, Radioeins, Radiomultikulti und Fritz vielen Geschmäckern etwas.
Claudia Korte-Hempel vom rbb schätzt aktuell die "Fusionslage" ein: "Wir sind auf einem guten Weg". Intendantin Dagmar Reim kommentierte im November 2004 in einem Tagesspiegel-Interview: "Wir hier im rbb haben uns am 1. Mai 2003 auf den Weg der Fusion gemacht, auf einen langen und beschwerlichen Weg, und wir stellen fest: Überall da, wo Kolleginnen und Kollegen miteinander arbeiten, statt übereinander zu reden, klappt das Zusammenwachsen, das Zusammenarbeiten klappt sogar sehr gut, insofern betrachte ich uns als eine Art Labor der deutschen Einheit." Dagmar Reim
bleibt die zweite Halbzeit ihres fünfjährigen Vertrages, um diesen Weg zu vollenden.
Der rbb wird von den gleichberechtigten Standorten Berlin und Potsdam gemacht und gesendet. Die derzeit rund 1700 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich schnell an die neue Dachmarke gewöhnt. Die Fusion bedeutete auch einen Schwerpunkt in der internen Kommunikation des rbb. Maßnahmen dazu waren After-Work-Lounges zum Kennenlernen und die Einführung eines Intranets; vor allem die gemeinsame Arbeit führte die Mitarbeiter zusammen.
Insgesamt ist die Gründung des rbb ein positives Beispiel in einer Region, in der nicht immer alles klappt. Und es macht Mut, die ganz große Fusion von Berlin und Brandenburg nicht aus den Augen zu verlieren.
Ulrike Propach
Mehr zum Thema RBB: www.rbb-online.de
Bildnachweis: www.ard-foto.de
Thema
Wissenschaft im Nachtprogramm
Es ist in Berlin kaum noch möglich, ein öffentlich interessantes
(oder manchmal auch weniger interessantes) Thema zu finden, das nicht
mit einer „Langen Nacht“ um Aufmerksamkeit wirbt. Die Mutter
dieser Veranstaltungsform – die Lange Nacht der Museen – ist nach wie
vor erfolgreich und aus dem Berliner Veranstaltungskalender nicht mehr
wegzudenken.

Es darf experimentiert werden.
In diesem Sommer fand in Berlin und Potsdam nun schon zum fünften
Mal auch eine „Lange Nacht der Wissenschaften“ statt. Dieses kleine
Jubiläum nahm die mit der Organisation und PR beauftragte Agentur con
gressa (www.congressa.de) zum Anlass, über den regionalen Tellerrand
hinauszuschauen und auch die Veranstaltungsform kritisch zu beleuchten.
Eingeladen wurden zu einem Erfahrungsaustausch am 13. Juni 2005
nicht nur die Berliner und Potsdamer Akteure, sondern auch
Organisatoren und Veranstalter von Wissenschaftsnächten aus Bonn,
Dresden, Erlangen/Nürnberg/Fürth, Halle, Jena, Rostock und Wien.
Alle Langen Nächte verbindet das gemeinsame Ziel, Wissenschaft einem
breiten Publikum anschaulich zu präsentieren, zu informieren und
Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit zu schaffen.
Und obgleich sich auch die äußere Form der Veranstaltungen ähnelt,
zeigten sich doch nicht geringe Unterschiede in Details von
strukturellen Grundlagen und Organisation dieses Großereignisses.
Auch wenn die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin und Potsdam
mit zu den erfolgreichsten gehört – in diesem Jahr gab es mehr als
24.000 zahlende Besucher – sind die Ausgangsbedingungen hier nicht die
günstigsten. Besonders schwierig bei der Platzierung und Bewerbung der
Wissenschaftsnacht ist natürlich die Fülle von Großereignissen mit
ähnlichen Zielgruppen. Auffällig im Vergleich zu anderen Städten und
Regionen trat jedoch auch das in Berlin kaum vorhandene Interesse (von
materieller Unterstützung ganz zu schweigen) der Landesregierung
hervor. Während anderenorts in jedem Fall die Bürgermeister/innen,
manchmal sogar hochrangige Landesvertreter/innen als Schirmherren (und
-damen) fungieren, müssen sich die Berliner glücklich schätzen, wenn
ein Vertreter der zuständigen Senatsverwaltung zur Eröffnung
erscheint.
Die Lange-Nacht-Veranstalter – die Wissenschaftseinrichtungen selbst
– lassen sich davon nicht abschrecken. Der nächste Termin ist der 13.
Mai 2006.
Über die Zukunft langer Wissenschaftsnächte in Berlin und anderswo
werden wir weiter im Gespräch bleiben. Wenn Sie daran teilnehmen
möchten, lassen Sie es uns wissen: info@congressa.de
Susann Morgner
Portrait
Ulrich Nies - der neue Präsident

Ulrich Nies

Mit Teamplayer Nies startet der neue Vorstand durch
„Man kann so herrlich frech überholen“ – das sagt Ulrich Nies, der vor kurzem gewählte Präsident der DPRG, über eines seiner Lieblingshobbies: das Motorradfahren. Das kennzeichnet auch ein Stück den Mann, der angetreten ist, „die DPRG zu dem Verband über alle Kommunikationsbranchen hinweg zu machen.“ Dieses Ziel geht er mit seiner „Mann- und Frauschaft“ an, der er als „Teamcoach“ vorsteht und mit der er „erreichen will, dass jede/r PR-Tätige an drei Beispielen spontan beantworten kann, warum er oder sie DPRG-Mitglied ist oder es werden will. Es soll Spaß machen, an diesem Ziel mitzuarbeiten“ und sich für die DPRG zu engagieren. Dazu nimmt er die 14-täglichen Telefonkonferenzen mit dem Vorstand und den Landesgruppen
vorsitzenden wieder auf und erwartet „ein konstruktives Miteinander.“ Gereizt hat den erfahrenen Kommunikationsmanager an der Präsidentschaft, „etwas ganz Neues auszuprobieren“, nachdem er ja bereits 2003 erfolgreich die INKOM-Fusion mit der DPRG über die Bühne gebracht hatte, obwohl die Chancen dafür „anfangs nicht so gut standen."
Der berufliche Schwerpunkt von Nies, der an der Mainzer Gutenberg-Universität seinen Magister in Publizistik (Hauptfach), Politik und Rechtswissenschaften gemacht hat, liegt seit 1985 in der BASF. Er hat dort die unterschiedlichsten Herausforderungen gesucht und gefunden. Sein Hauptaugenmerk galt und gilt der Internen Kommunikation, auch und gerade mit Blick auf die internationalen Aktivitäten der BASF. Er war z.B. Kommunikationsverantwortlicher für die Weiterentwicklung der BASF-Organisation weltweit und hat in Europa ein Netzwerk der Kommunikateure aufgebaut. Diese Aufgabe hat ihn mit veranlasst, sich um die DPRG-Präsidentschaft zu bewerben, denn die Koordination auf europäischer Kollegenebene entspricht im Prinzip der Zusammenarbeit mit den Landesgruppen
vorsitzenden. Seit 2004 leitet Ulrich Nies bei der BASF die Einheit Information Coordination. Er ist auch Mitherausgeber des in 3. Auflage erscheinenden Standardwerkes „Erfolgreich durch Interne Kommunikation.“
Befragt, welche Rolle für ihn Berlin als Betätigungsfeld für die DPRG und als Medienstandort spielt, verfällt er sofort in Begeisterung: „Berlin ist eine Stadt, auf die man sich freut. Der Verband der PR-Fachleute muss repräsentativ in Berlin vertreten sein, wenn er die Meinungsführerschaft in der PR-Branche haben will. Die meinungsbildende Presse ist hier vertreten, Public Affairs stehen in vielfacher Hinsicht im Zentrum. Über die Repräsentanz müssen wir definieren, was wir als DPRG in Berlin brauchen.“ Nies will bis Ende 2005 in Berlin eine Repräsentanz mit einem „Scout“ einsetzen, der die Möglichkeiten und Chancen für Networking und Themensetzung eruieren soll.
Dem in Ludwigshafen wirkenden „Workaholic“ Nies steht der in Worms wohnende „Familyholic“ gegenüber: Seine Frau, die drei Töchter und der Dackel sorgen dafür, dass es auch ein Leben neben dem Beruf und der DPRG gibt. Sie profitieren von dem Hobbykoch, der schon mal locker 40 Gäste bewirtet. Nebenbei ist er Freizeitwinzer und bewirtschaftet oberhalb von Bad Dürkheim einen der ältesten Weingärten der Region mit fast 90jährigen Morio-Muskat-Weinstöcken. Ca. 200 Flaschen füllt er jährlich ab.Der bekennende Al-Jarreau-Fan liebt die Impressionisten und liest gerne antiquarische Bücher, vor allem Science-Fiction-Literatur von den Klassikern bis in die Moderne. Er kann sich außerdem vorstellen, später mehrere Monate im Jahr in einem Haus an der spanischen Costa Brava zu leben.
Up, up and away, wenigstens zeitweise: Das ist ein Traum von Ulrich Nies. Er hätte „große Probleme, einem Flug zum Mars abzulehnen, auch wenn die Reise ein Jahr dauern würde.“ Er müsste allerdings „intensive Lobbyarbeit zu Hause leisten.“ Doch mindestens die nächsten drei Jahre – so lange dauert eine DPRG-Präsidentschaftsperiode – bleibt er, der das kalkulierbare Risiko liebt, mit Sicherheit erdverbunden, um den Verband auf die Zielgerade der Meinungsführerschaft in der deutschen PR-Branche zu treiben. Viel Erfolg dabei „presi al dente!“ (Nies über Nies in seinem Webblog zum Wahlkampf, Anm. d. Red.)
Maria Borgmann
Glosse
Doppelt dabei sein
Es war an einem lauen Maienabend an der berühmten Oderbrücke. Europa hautnah. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer gemeinsam mit seinem polnischen Amtskollegen ... ganz nah vor uns. Life in Frankfurt (Oder) - auf dem Riesenmonitor vom RBB. Jedes Wort glasklar zu hören. Sogar diese kleine Träne der europäischen Ergriffenheit auf der Wange des grünen Polit-Stars - brilliant im Bild. Wir haben alles gesehen. Hautnah. Und es war wirklich so. Denn zwischen der RBB Bühne und den Bäumen am Oderufer konnten wir hinüber schauen zur Oderbrücke. Und dort hinten, klein wie Stecknadelköpfe, waren an diesem historischen 1 Mai 2004 tatsächlich die beiden Außenminister auszumachen. Leinwand vorne, Realität hinten. Ein mediales Weltereignis mit exklusiver Reality-Atmosphäre vor Ort. Das isses! Das ist wahres Dabei sein.
Früher dachte man: Nur wo ich Augen- und Ohrenzeuge bin, da habe ich den authentischen Eindruck. Also raus auf die Straße, rein ins Leben. Dann wurde dieser puristische Authentizitäts-Anspruch medienwissenschaftlich verwässert: Augen- und Ohrenzeuge bin ich schließlich auch beim Fernsehen. Nun haben wir neuerdings diese faszinierende Mischung als höchste Steigerung erlebten Lebens: In der VIP-Lounge des Neuen Olympia-Stadions auf dem Bildschirm das grandiose Entscheidungs-Tor hautnah sehen können. Und von draußen schwillt die Fan-Erregung mit ihrem atmosphärischem Überdruck gänsehautgerecht hinzu. Geil!
Nicht zu vergessen der Klassiker dieser neuen Wahrnehmung: „Autobahn A 4, zwischen Jena und Erfurt zähfließender Verkehr wegen einer Baustelle.“ Wie dicht und schlüssig hört sich diese Radiomeldung an, wenn wir uns authentisch mitten drin befinden in diesem Stau. Kurzum: Wir erleben nicht immer, aber offensichtlich immer öfter eine neue Melange aus medialer und gleichzeitig realer Wahrnehmung. Mediale Highlights rund um die Uhr. Dazu Großbildschirme, wo immer wir hinschauen. Alle Details hautnah. Und wir - zumal in Berlin - ganz real mittendrin in der Atmo. Sozusagen doppelt dabei. Von wegen „dabei sein ist alles“. Doppelt dabei sein, das isses! Deshalb brauch ich auch schnellstens ein Handy mit TV Empfang. Wenn mal einer vor mir steht und die Sicht auf den Großbildschirm neben der Realität versperrt.
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Ortstermin
Von Weblogs, MeinungsMonitoring und Issues Management
2. Jour Coopératif im August 2005
60 PR- und Marketingfachleute der DPRG Berlin/Brandenburg und des Marketingclubs Berlin waren an einem lauen Sommerabend im August zu Gast bei AUSSCHNITT Medienbeobachtung. Von Weblogs hatten alle Teilnehmer im Vorfeld mehrfach gehört, gelesen, sich unterhalten oder sich sogar intensiv damit auseinander gesetzt – welche Relevanz haben nun Weblogs für die PR, das Marketing und die Unternehmenskommunikation? Klaus Eck, Betreiber des PR-Bloggers und Inhaber der Content Business Agentur econcon, und Maren Heltsche, Mitarbeiterin Medien-Analyse bei AUSSCHNITT Medienbeobachtung, konnten mit ihren Vorträgen wertvolle Hinweise vermitteln und neue Impulse für die strategische Kommunikationsarbeit und das Issues Management setzen.
Dank einfacher, bedienerfreundlicher und außerdem kostengünstiger Content Management-Lösungen existieren keine großen technischen Hürden, um ein Weblog zu eröffnen. Jeder kann demnach bloggen, seine Meinungen ins Netz stellen, ohne journalistische Qualifikation zu besitzen, ohne journalistische Regeln einhalten zu müssen. Unter Umgehung von Gatekeepern der On- und Offline-Welt können Weblogger und ihre Blogs als Schwungrad der Verbreitung von Meinungen, Ansichten und eigenen Gedanken in der medialen interaktiven Welt und im strategischen Kommunikationsmanagement schon lange nicht mehr ignoriert werden. Zwar gibt es in Deutschland nach aktuellen Schätzungen erst rund 100.000 Weblogs und damit weitaus weniger als beispielsweise in den U.S.A. (ca. 31,5 Millionen Blogs), doch das, was sie bewegen können, bringt manch ein Unternehmen in eine Imagekrise.
Das besondere an Weblogs macht der Blogger selbst aus: er achtet sehr genau auf Kommentare zu seinen Beiträgen und beobachtet Inhalte anderer Blogs sehr kritisch. Authentizität, inhaltlich wertvolle und persönlich gestaltete Beiträge sind gefragt, werbliche und vermarktungsgetriebene Beiträge werden sofort abgestraft – und aufgrund ihrer starken Verlinkung schnell und auch nachhaltig in der Blogosphäre verbreitet. Für den Kommunikationsprofi ist bei der Ansprache von Bloggern und der Wahl der Mittel dann auch größte Sensibilität angebracht.
Wie aus einer Satire eine Unternehmenskrise wird
Ist das, was in Weblogs diskutiert wird, wichtig für ein Unternehmen, sein Image, seine Kommunikation? Ja, wie die Dynamik in der Blogosphäre zeigt und der Fall „Jamba“ belegt: Aus einer zunächst harmlosen Satire über das Geschäftsgebaren des Klingeltonanbieters auf www.spreeblick.de wurde eine ernsthafte Imagekrise. Innerhalb kürzester Zeit war das Stichwort „Jamba“ unter den ersten zehn Google-Links platziert und blieb dies über Wochen hinaus. Rund 600 Links auf kritische Beiträge und Kommentare in Weblogs wurden zuletzt gezählt. Umso spannender für den Kommunikationsprofi ist, dass das zunächst nur in der Blogosphäre diskutierte Thema in die klassischen Medien hinüber sprang und in zahlreichen Artikeln der PR- und Marketingfachpresse sowie auflagenstarken Wirtschaftsmagazinen Verbreitung fand. Hier setzt der Zusammenhang und die Dynamik von Weblogs und anderen Formen der medialen Kommunikation an: Klassische Medien und das Internet sind gleichermaßen Raum für veröffentlichte und öffentlich zugängliche Meinung. Was in Foren, (in Teilen auch in Newsgroups und Chats), auf Meinungsseiten und in Weblogs diskutiert wird, ist dauerhaft präsent und findet dank Google-Rankings und guter Recherchequellen Eingang in die klassischen Medien als Multiplikatoren. Unternehmensrelevante Themen mit Krisenpotenzial sind häufig in diesem von Ausschnitt Medienbeobachtung als „vormedialen Raum“ bezeichneten Teil des Internets bereits zu erkennen. Einerseits nehmen Kommentare und Beiträge Bezug auf mediale Berichterstattung in Foren, Newsgroups, Chats, auf Meinungsseiten und in Weblogs, andererseits beziehen sich die klassischen Medien auf im Internet aufgespürte Themen.
Wie man drohende Krisen abwenden kann – ein Beitrag zum Issues Management
Einwände gegen Praktiken der Erdölindustrie, Gerüchte über gesundheitsschädigende Wirkstoffe in Medikamenten und Lebensmitteln, oder Urteile über das trendige Design eines neuen Handys – all dies kann Kaufentscheidungen und Markentreue, das Image und damit den Erfolg von Unternehmen und Marken mittel- bis langfristig in die eine oder andere Richtung beeinflussen. Issues können Konflikt- bzw. Krisenpotenzial für ein Unternehmen oder Organisation in sich bergen. Deshalb ist es im Issues Management maßgeblich, die unternehmensrelevanten Themen und Akteure zur Risikovermeidung und –minimierung frühzeitig zu erkennen und diese Erkenntnisse als Unterstützung und zur Erreichung der Unternehmensziele zu kennen. Dazu bedarf es Tools, die eine kontinuierliche und systematische Beobachtung von Unternehmensumwelten, von öffentlichen Thematisierungsprozessen und Teilöffentlichkeiten ermöglichen. Das MeinungsMonitoring von Ausschnitt Medienbeobachtung setzt genau dort an und ist als integraler Bestandteil des Issues Management zu verstehen. Wie das Unternehmen dabei vorgeht, beschrieb Maren Heltsche in ihrem Vortrag: Newsgroups, Meinungsforen und Weblogs werden gescannt, relevante Fundstellen und Beiträge erfasst. Nach der Methode der empirischen Inhaltsanalyse werden Themen, Trends und Issues, Akteure, Meinungsmacher und Multiplikatoren identifiziert. Nach einer Erhebung der Argumentationsstrukturen und der Analyse ihrer Relevanz wird reportet –als Frühwarnsystem bei kritischen Entwicklungen, als kurzfristiger Report, aber auch als langfristige Evaluation und in Kombination mit einer Medien-Analyse. „Nicht jedes Blog, jeder Beitrag in Foren und auf Meinungsseiten ist relevant. Durch ein permanentes Audit behält man jedoch den Überblick über neue Quellen, kann alte oder inaktive verwerfen – schließlich ist das, was in das Meinungs-Monitoring einfließt, im ständigen Wandel“, so Maren Heltsche.
Corporate Blogs als Ersatz für die Homepage
Boeing tut es, Microsoft, Sun und Vespa bloggen. In der Kritik steht dabei die Kommerzialisierung, die Echtheit des Blogs wird angezweifelt – sind Unternehmensblogs ein echter Ersatz für die Homepage? Muss gebloggt werden, um des Bloggens Willen? Ja und nein, sagt Klaus Eck. Blogs von Unternehmen, CEO’s oder gar Mitarbeitern können Mittel der Öffentlichkeitsarbeit und auch des Marketings sein, nur sollten dabei einige Regeln eingehalten werden. „Es kommt einerseits auf die Aktualität an und andererseits natürlich darauf, Authentizität zu leben, werbliche Kommentare oder gar Pressemitteilungen sind tabu, wenn man glaubwürdig in Blogs kommunizieren will“, berichtet der Blogfachmann. Seine Prognose: „Unternehmen werden Blogs in Zukunft verstärkt nutzen, um ihre Aufmerksamkeit zu erhöhen.“
Die Grenzen zwischen klassischer Online-Kommunikation auf Homepages und Weblogs verschwimmen. Die PR muss sich neuen Grundbedingungen stellen, denn Weblogs eröffnen neue Chancen, um eigene Themen erfolgreich setzen zu können und bergen ein enormes Potenzial zur optimierten Kundenansprache.
Haben Sie selbst schon einmal gebloggt? Klaus Eck lädt Sie dazu auf www.pr-blogger.de herzlich ein.
Linktipps:
www.blogg.de
www.blogstats.de
www.technorati.com
Birgit M. Grigoriou,
birgit.grigoriou@ausschnitt.de
Kommentar
„Kochs Rezepte und Reflektionen“
Zusammen wachsen – Ein Plädoyer für das Kooperationsprinzip
Der September 2005 war der Monat der Branchentreffen auf Bundesebene: PR-Preis-Gala der DPRG und des FAZ-Instituts in Wiesbaden, die Geburtstagsfeier zum 40sten des PR-Reports in Hamburg sowie last but not least der Kommunikationskongress mit Speakersnight des Pressesprecherverbandes (BdP) in Berlin. Wer live dabei war, konnte feststellen: die PR-Industrie hierzulande ist erwachsen geworden. Egal ob Gala, Geburtstagsfeier oder Kongress: Allen Events kann man nur qualitativ wie quantitativ gutes professionelles Niveau bescheinigen. Und beste Resonanz beim kritischen Fachpublikum.
Und noch etwas Bemerkenswertes ist in diesem September passiert, das noch vor kurzem undenkbar war: BdP, DPRG und GPRA gaben eine gemeinsame Presse-Information heraus, in der sie sich zu einem konzertierten Vorgehen im Ausbildungsbereich festlegen. Konkret: Sie haben beschlossen, einheitliche Abschlüsse anzustreben sowie eine gemeinsame Prüfungs- und Zertifizierungsorganisation aufzubauen. Hier darf man wohl getrost von einem hoffnungsvollen Signal sprechen, das seine Ursache vielleicht auch und gerade in einem neuen „Geist der Kooperation“ hat. Die neue Kooperationsbereitschaft steht den Branchen-verbänden gut an und wird von ihren Mitgliedern begrüßt. Kooperation statt Abgrenzung und Konfrontation stehen ab sofort ganz oben auf den Agenden der Vorstände.
Die Philosophie der Kooperation wird bereits auf Landesebene gelebt. Dies gilt insbesondere für unseren Landesverband Berlin/Brandenburg. Allein in diesem Sommer hatten wir hier mit unserem neuen Event-Format, den „Jours Cooperatifs“, die aus den Jours Roulants entwickelt worden sind und die jeweils Kooperationsveranstaltungen mit Dritten bezeichnen, eine erfreulich positive Resonanz. In den Ferienmonaten Juli und August haben wir zum Auftakt gleich zwei Jours Cooperatifs veranstaltet: einen mit dem DJV Berlin in Sachen „PR-Evaluation“ bei Landau Media sowie einen mit dem Marketing Club Berlin zum Thema „Weblogs“ bei Ausschnitt Medienbeobachtung.
Warum, wird sich das interessierte Mitglied fragen, kooperieren wir neuerdings soviel mit anderen Kommunikationsverbänden? Sind wir etwa zu schwach geworden oder haben wir nicht selbst genug zu bieten? – Tatsächlich sind folgende Gründe für den bewussten Ausbau von Kooperationsveranstaltungen ausschlaggebend für den Landesvorstand: Wir wissen, dass wir als DPRG-Landesverband keine Insel sind. Gerade in der Hauptstadtregion sind außer uns noch einige weitere Kommunikationsverbände unterwegs, die ebenfalls einen guten Job machen. Deshalb suchen wir den Dialog mit den aktiven Verbänden zur gegenseitigen Befruchtung sowie zum wechselseitigen Lernen. Mit den Kooperationen schaffen wir Synergien und Multiplikationseffekte, indem wir z.B. spannenden Referenten und Themen die Plattform bzw. den Auftrittsrahmen gestalten, den sie verdienen. Wir sind im Übrigen sicher, dass Konkurrenz zwar das „Geschäft“ belebt; die Verbandsarbeit jedoch beflügelt insbesondere die Kooperation. Überdies machen wir die Erfahrung, dass Networking zusammen mit Dritten mehr Nutzen stiftet als ausschließlich untereinander zu bleiben und im „eigenen Saft zu schmoren“.
Bislang galten bei den Kommunikationsverbänden offenbar die Prinzipien der Abgrenzung, Ausgrenzung und Konfrontation. Wollen wir jedoch allesamt an Bedeutung und Einfluss gewinnen, wird dies nur gehen, wenn wir es im Geist der Kooperation tun, um schließlich „zusammen (zu) wachsen“. Professionell genug sind wir inzwischen allemal dafür.
Matthias Koch
Rosige Zeiten für grünen Frosch?
"Berliner Lösung" für Radio Hundert,6 in Sicht
Das hätte sich Ulrich Schamoni am 10. April 1987 auch nicht gedacht, dass aus seinem soeben gestarteten ersten Privatsender der Mauerstadt einmal derer zwei werden würden. Doch der Reihe nach. Bis zu 25 Prozent Einschaltquote verwöhnten die Froschfunker, die Ihr Programm jeden Abend mit dem Abspielen der Nationalhymne beendeten. Zum Sendeschluss um 19 Uhr folgte der Wechsel zum alternativen Radio 100. Ein fideler Kleinkrieg war die Folge, der im Abspielen einer "Klospülung" zum Programmende der Alternativen gipfelte.
Kurze Zeit später wechselte Radio 100 auf einen anderen Sendeplatz und Hundert,6 konnte von nun an seine eher konservativen Hörer rund um die Uhr beglücken. Besonders in der Zeit nach dem Ausstieg Schamonis 1992 waren die Programmmacher um Chef Georg Gafron stramm auf CDU-Kurs. Die Platzhirsche waren zu dieser Zeit schon längst andere Protagonisten des Dudelfunks geworden. Durch die Übernahme des Senders Mitte der neunziger Jahre durch Thomas Kirch kam Hundert,6 2001 ins Kielwasser der Kirch-Krise und wurde an Thomas Thimme verkauft, der antrat, um Hundert,6 wieder zur Nummer eins in Berlin zu machen. Hier schließt sich der Kreis, denn Thimme ist der Hauptakteur um das aktuelle Verwirrspiel des Berliner Senders.
Trotz schlechter MA-Zahlen meldete einigermaßen unerwartet - zumindest für den Großteil der Mitarbeiter - Thimme im April 2005 Insolvenz an. Mit ein paar Getreuen verlegte er in die Potsdamer Straße und sendete nun mit seiner Firma Medialog als 100,6 weiter - zunächst mit Billigung von Insolvenzverwalter Udo Feser. Im Mai legte die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) fest, dass der "Betrieb von Hundert,6 wieder bei der früheren Lizenznehmerin zusammengefügt" werden soll. Da die insolvente Hundert,6 Medien GmbH allerdings nicht über das nötige technische Equipment verfügte, sendete Thimme weiter. Jetzt im Herbst scheint die Lösung des Problems nah. Selbst eine "Berliner Lösung" ist in Sicht, denn zu den Interessenten gehören neben der Hotelgruppe Albeck & Zehden (Crowne Plaza und Holiday Inn), die mit Theo Baltz"metropolenorientiertes Programm" machen wollen, der Berliner TV-Sender FAB (Ziel: "Bürgerlicher Rundfunk") und der Tagesspiegel, der sich Synergien in Marketing und redaktionellem Bereich erhofft. Der geschätzte Kaufpreis liegt bei 1 bis 1,5 Millionen Euro. Doch das scheint die Hürde nicht zu sein. Schließlich sind auch Burda und Energy interessiert: "Wer ist das nicht?" zitierte der Tagesspiegel Energy-Chef Ulrich Schürgen.
Christoph Blase
Barrierefreies Internet – verpasst Berlin den Trend?
Websites so gestalten, dass jede/r sie nutzen und lesen kann
Traditionell erstellte Internetseiten sind für viele Menschen mit
körperlichen Einschränkungen nur begrenzt oder gar nicht nutzbar. Die
auf solchen Seiten eingesetzten veralteten Techniken verhindern eine
Nutzung geradezu. Dabei existieren seit mehreren Jahren Alternativen,
die es jedem, auch Menschen mit schwersten Behinderungen, erlauben,
alle Informationsangebote des Webs zu nutzen.
Neben ca. 155 000 Blinden und 500 000 Sehbehinderten gelten 6,6
Millionen Menschen in Deutschland als schwer behindert. Eine Zielgruppe
mit hoher Internet-Affinität (80% nutzen das Internet), für die das
Netz häufig einen Weg aus der Isolation und ein Fenster in die Welt
bedeutet. Zählt man zu dieser Gruppe noch die so genannten
"SilverSurfer" (Menschen über 50 Jahre) hinzu, kann man davon ausgehen,
dass ca. 15 – 20 % der potenziellen Nutzer von einem Großteil des Webs
ausgeschlossen werden bzw. ihnen das Surfen unnötig erschwert wird.
So versagen zum Beispiel bei vielen Websites die
„ScreenReader“ – Programme, die den Inhalt von Internetseiten vorlesen.
Oder die Nutzung einer Seite scheitert daran, dass sie nur mit der
Maus, nicht jedoch alleine mit der Tastatur bedienbar ist. Für viele
ältere Nutzer sind dagegen Seiten mit bestimmten Farbkombinationen
schlichtweg nicht lesbar, da die Kontrastwahrnehmung mit dem Alter
häufig stark nachlässt.
Durch eine strikte Trennung von Inhalt (in HTML) und Layout (durch
CSS: Cascading StyleSheets) und der Beachtung weiterer Vorgaben des
World Wide Web Consortiums (W3C)
lassen sich Internetseiten für alle Nutzer zugänglich gestalten. Eine
übersichtliche Strukturierung, einheitliche Navigation, aussagekräftige
Linktexte usw. machen das jeweilige Informationsangebot für jeden
Nutzer, auch für den nicht behinderten, übersichtlicher und
interessanter. Die Forderung nach „validem“, d.h. den Standards
entsprechenden Codes führt darüber hinaus zu Websites, die einfacher zu
pflegen und zu aktualisieren sind. Daraus ergeben sich mittelfristig
sogar Kostenvorteile für den Betreiber.
Die Bundesregierung hat sich mit dem Gesetz zur Gleichstellung
behinderter Menschen (BGG) und der Verordnung zur Schaffung
barrierefreier Informationstechnik (BITV) vom 17. Juli 2002 selbst in
die Pflicht genommen. Sie verlangt für alle bundeseigenen
Internetangebote eine vollständige Barrierefreiheit bis zum 31.12.2005.
Das ehemals führende Berlin – mit dem ersten
Landesgleichstellungsgesetz aus dem Jahre 1999 – droht nun den
Anschluss zu verpassen. So bedarf dieses Gesetz dringend einer
Aktualisierung, die den Anforderungen des Internet-Zeitalters gerecht
wird.
Das Stadtportal www.berlin.de lässt viele Aspekte einer barrierefreien Seite vermissen.
Dabei geht es durchaus anders: Die Seiten des Jüdischen Museum (www.jmberlin.de) oder der Grün Berlin Park und Garten GmbH (www.gruen-berlin.de)
gehören zu den barrierefreien Internetseiten, denen der nicht
behinderte Nutzer die Barrierefreiheit nicht ansieht, wohl aber von
vielen barrierefreien Features profitiert.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie in drei
Powerpoint-Präsentationen, die beim letzten Jour Roulant am 20.
Septemberder Landesgruppe im Allgemeinen Blinden- und
Sehbehindertenverein Berlin vorgetragen wurden und die wir hier als PDF
zur Verfügung stellen.
Britta Schemel, Agentur für interaktive Demokratie mit dem "Einführungsvortrag"
Susanne Lutz, BIK (Barrierefrei informieren und kommunizieren) mit dem Vortrag "Maßnahmen zur Barrierefreiheit"
Dr. Armin Schulz, Löwi+Partner, mit dem Vortrag "Zielkonflikte – Barrierefreiheit für kommerzielle Anbieter"
Dr. Armin Schulz
Studieren mal ganz anders
Die neuen B.A.-Studiengänge Kommunikationsmanagement und Wirtschaftspsychologie an der UMC POTSDAM
Im Januar 2006 startet die private Hochschule UMC POTSDAM - University
of Management and Communication- die staatlich anerkannten,
dreijährigen B.A.-Studiengänge Kommunikationsmanagement und
Wirtschaftspsychologie.
Das Hochschulstudium an der UMC POTSDAM ist sehr praxisorientiert. Denn
jedes dritte Trimester verbringen die UMC-Studierenden in Unternehmen,
um schon Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln. Mit ihren starken
Partnern aus der Wirtschaft bietet die UMC POTSDAM ein attraktives
Netzwerk, auf das ihre Studierenden aufbauen können.
B.A.-Kommunikationsmanagement
Leitbild des Studiengangs ist ein integriertes und
kommunikationsbasiertes Managementverständnis. Das Studium verknüpft
Management- und Kommunikationskompetenzen. Es bietet eine effektive
Lernkultur durch kleine Lerngruppen, individuelle Betreuung und
praxisbezogene Trainings. Damit schafft die UMC POTSDAM die
Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einstieg in die vielfältigen
Kommunikations- und Medienberufe.
B.A.-Wirtschaftspsychologie
Das Ziel des Studiengangs ist eine umfassende und systematische
Qualifizierung in wirtschaftspsychologischen Forschungs- und
Beratungskompetenzen für die Bereiche Marketing, Medien, Kommunikation
und Organisationsentwicklung. Die Einzigartigkeit des Studiums liegt in
der tiefenpsychologischen Basis und einer
ganzheitlich-kulturpsychologischen
Perspektive.
Informationsabende finden im November statt Die UMC POTSDAM bietet im
November Informationsabende an. Alle Fragen zu den Studiengängen, den
Dozenten, den Berufsfeldern und oder den Zulassungsvoraussetzungen
werden hier beantwortet. Die Studienleitung steht darüber hinaus für
individuelle Beratungen zur Verfügung. Anmeldung unter
kontakt@umc-potsdam.de.
Medienstandort
Die Medienstadt Berlin hat einiges zu bieten - auch ohne Tom Cruise
Glaubt man MTV-Chefin Catherine Mühlemann so hat sich Berlin in den vergangenen Jahren zur Musik-Hauptstadt Deutschlands gemausert. Nach Sony Music zog es auch Universal Music an die Spree, der "Echo" wird in Berlin an die Musik-Prominenz verliehen, die Musikmesse Popkomm ist seit 2004 in den Messehallen untern Funkturm zu Hause, MTV und bald auch VIVA senden aus Berlin, von den zahlreichen kleineren Musiklabels ganz zu schweigen.
Gut, Sony Music zieht es zukünftig eher nach München, Warner Music lässt sich nicht aus Hamburg hinauslocken und der weltbekannte Love-Parade schwanden erst die Besucher und dann auch noch die Sponsoren. Aber Berlin und Umgebung hat ja auch in anderen Bereichen einiges zu bieten: Sat 1 ist mit der gleichnamigen Serie aus Berlin-Adlershof neuerdings ganz "Verliebt in Berlin". Im Filmpark Babelsberg wird in guten wie in schlechten Zeiten die RTL-Erfolgsserie "GZSZ" gedreht und auch die ZDF- Telenovela "Bianca" kam aus Potsdam. Internationalen Ruhm als Filmstadt erntete unsere Spreemetropole erst vergangenes Jahr durch die Erfolgsfilme "In 80 Tagen um die Welt" sowie der "Bourne Verschwörung" - auch wenn die Berliner Schauplätze nicht als solche erkennbar werden, mussten sie doch als Moskauer, Pariser und Londoner Schauplätze herhalten.
Auch Tom Cruise zog es einst an die Spree: Sein Film "Mission Impossible 3" sollte in den Babelsberger Studios gedreht werden und für eine Action-Szene wollte sich der Hollywoodstar sogar in den Reichstag abseilen. Eine Villa in Potsdam hatte er sich wohl schon ausgesucht, aber dann verweigerte Wolfgang Thierse die Dreharbeiten in der Gläsernen Kuppel - wahrscheinlich hatte er Angst, die Warteschlangen vor dem Reichstag würden noch länger werden, weil alle Welt den Ort, an dem sich Tom Cruise abgeseilt hat, besichtigen will. Jetzt dreht Tom Cruise in Prag. Eine schöne Villa hat er dort sicher auch gefunden - und die tschechische Tourismuszentrale wird sich freuen.
Übrigens kommt diesen Herbst wieder ein Blockbuster mit Berlin-Beteiligung in die Kinos: Jodie Foster startet ihren neuen Film "Flightplan" in Berlin - als Amerikanerin die nach einigen Jahren an der Spree unserer Hauptstadt den Rücken kehrt und wieder zurück nach New York zieht, aber das soll nicht als schlechtes Omen gewertet werden. Vielleicht wird es ja eine Fortsetzung geben, in der sie nach Berlin zurückkehrt und gleich Tom Cruise mitbringt?
Aber auch ohne Tom Cruise kann sich die Region Berlin/Brandenburg sehen lassen! Mit fast 30 Radiostationen haben wir den wohl vielfältigsten Radiomarkt der Republik und auch der Zeitungsmarkt ist heiß umkämpft. Kein Wunder also, dass es immer mehr junge Leute in die Region zieht. Berlin ist eine aufregende Metropole, die mit zahlreichen Events lockt - für den PR- Nachwuchs genau die richtige (Medien-)Stadt zum leben und arbeiten. Schade nur, dass dieser auf der Suche nach einem Job hier nicht immer fündig wird, denn Berlin ist eben leider nicht die PR-Hauptstadt. Vielleicht sollten wir PR-Junioren uns nach einer Job-Alternative umsehen? Wie wär's mit einer Karriere als Moderator bei einem Musiksender oder als Seriendarsteller? Davon haben doch sicher viele als Teenager geträumt und so muss man der lieben Familie auch nicht immer wieder erklären, was PR eigentlich ist.
Susanne Schneider
Termine
10.10.2005, 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)
13.10.2005
Jour Cooperatif mit dem DJV im dbb-Forum (sep. Einladung), Thema: Die "google-Welt" in Anwesenheit des Pressesprechers von google
07.11.2005, 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im Zollpackhof, Alt-Moabit 143-145, 10557 Berlin, S-Bahn Lehrter Stadtbahnhof
17.11.2005, 18.30 Uhr
Jour Roulant im Martin-Gropius-Bau mit privater Führung durch die Heiliger-Ausstellung (sep. Einladung), anschließend Ausklang im Desbrosses am Potsdamer Platz
01.12.2005, 19.30 Uhr, Weihnachtsfeier der DPRG-Landesgruppe im Tennisclub Grün-Weiß e.V.
(sep. Einladung, nur für Mitglieder!)
05.12.2005, 19.30 Uhr,
Junioren-Stammtisch im im Walhalla, Krefelderstr. 6, Berlin-Moabit,
U-Bahnhof Turmstraße (U9)
07.01.2006, 13.00 Uhr Beginn der Workshopreihe Existenzgründung, Anmeldung und Information bis 2.1.06 unter www.dprg-junioren-berlin.de/veranst.htm
Alle Bundestermine können Sie auch unter www.dprg.de einsehen.
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Informationen für die Mitglieder
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(matthias.koch@dprg-berlin.de)
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(mahnken@dprg-berlin.de)
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(munko@dprg-berlin.de)
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