Die Welt zu Gast bei Freunden: Hauptstadtregion und Fußball-WM 2006
Berlin und Brandenburg gewinnen im weltweiten Wettbewerb der Metropolregionen immer mehr Platzvorteile. Und das ist gut so. Dadurch wird die Region wieder ein Stück erkennbarer. Schon Siegfried Kracauer wusste: „Die weltstädtischen Zentren, die auch Orte des Glanzes sind, gleichen sich mehr und mehr einander an. Ihre Unterschiede vergehen.“
Eine schleichende ‚Verähnlichung’ durch die so genannte Globalisierung, durch die Überalterung der Gesellschaft, durch neue Migrationsprozesse und nicht zuletzt durch die optische und akustische Austauschbarkeit von technischer Infrastruktur und von Waren macht die Standort-Entscheidungen für „Global Players“ zur Zeit nicht einfach. Das Weltmeister-Motto: „Zu Gast bei Freunden“ bekommt im sozial- und wirtschaftsräumlichen Einerlei somit unfreiwillig auch einen doppeldeutigen Hauch des überall Vertrauten ...
Freuen wir uns also über unseren regionalen Marketing-Volltreffer! In der kommunikativen Arena Berlin-Brandenburg werden Begeisterungsstürme unterschiedlichster Art ihren Widerhall finden. Der Hauptstadtregion kommt es nur gelegen, wenn sie sich in diesem Jahr als Austragungsort für die Fußball-Weltmeisterschaft nach innen und außen beweist und weiter entwickeln kann. Gewonnen haben wir also sowieso schon ... Kein Zweifel. Die Tourismus-Branche wird ebenso profitieren wie auch andere Sektoren der Dienstleistungswirtschaft. Das gibt unserer Region, die sich immer noch im Umbruch und manchmal leider auch noch im Abseits befindet, richtig gute Anstöße.
In der fünfzehnten Ausgabe der Streusandbuechse.de können Sie sich vor dem großen Anpfiff schon mal ein Bild davon machen, wie sich die Kolleginnen und Kollegen der hiesigen Kommunikationsbranche für das Mega-Event aufwärmen. Ansonsten sollten wir möglichst cool bleiben. Wie sagte Addi Preißler treffend: „Entscheidend ist auf dem Platz.“
Ihr Gerhard Mahnken