
| Ausgabe 18 / Oktober 2007 | |||
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ThemaCornelsen VerlagZwischen Buch und Web 2.0 – Eine Berliner Erfolgsgeschichte
- Von Jasmine Ait-Djoudi - Alles begann 1946 in einer Drei-Zimmer-Atelierwohnung in Berlin-Wilmersdorf. Hier gründete Franz Cornelsen direkt nach dem Krieg einen Schulbuchverlag mit dem festen Ziel, damit einen Beitrag zur friedlichen Völkerverständigung zu leisten. Früh sollten Kinder lernen, andere Länder und Kulturen zu verstehen und das geschieht am besten über die Sprache. So entstand 1948 mit Peter Pim and Billy Ball das erste Englisch-Lehrwerk für Volksschulen. Dieses Schulbuch gründete den Erfolg des Verlegers und der aufstrebende Schulbuchverlag vergrößerte sich stetig. Personell wie räumlich. In der Wahl der Verlagshäuser blieb Franz Cornelsen stets Berlin oder genauer dem Bezirk Wilmersdorf treu. Stationen waren unter anderem eine Villa in der Binger Straße, in den 70er Jahren wurde wegen der stark gestiegenen Mitarbeiterzahl kurzzeitig ein Domizil in der Lützowstrasse gefunden bis dann in den 90er Jahren das ehemalige Institut der Theaterwissenschaften der FU in der Mecklenburgische Straße zum Verlagshaus wurde. Das erste eigene Haus entstand direkt daneben und ist bis heute der Verlagssitz. Noch einmal wurde im Jahr 2004 nach der Fusion mit dem Volk und Wissen Verlag vergrößert: Schräg gegenüber entstand für nun insgesamt 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Cornelsen Verlags ein modernes Bürohaus. Eine Berliner Erfolgsgeschichte mit Tradition. Erfolgreich stellte sich der heute führende Verlag für Bildungsmedien auch der Herausforderung der neuen digitalen Welt. So entwickelte er bereits 1997 ein Portal für Lehrkräfte, auf der sie ihre Unterrichtsmaterialien austauschen konnten. Und mit dem 1999 gelaunchten Online-Dienst für Schüler Learnetix, war Cornelsen einer der allerersten Verlage, der Tools aus dem heutigen Web 2.0 integrierte. Blended-Learning-Lösungen für den Schuleinsatz ergänzen aktuell das Portfolio. Schon früh hat Cornelsen auf einen Medienmix gesetzt, denn früh war klar: Digitale Medien alleine machen keine bessere Schule und ersetzen schon gar nicht das Schulbuch: Das elektronische Lehren sollte vielfältige, aber immer fach- und unterrichtsspezifische Einsatzformen bieten, die den Lehrer in erster Linie entlasten sollen, sich an den Lehr- und Rahmenplänen orientieren und Bestandteil eines “Medienmix” aus Büchern, Texten und multimedial vermittelten Inhalten sind. Der Verlag wird auch weiterhin den sich schnell verändernden digitalen Markt beobachten und sich an den Bedürfnissen der Lehrkräfte orientierend neuen Anwendungsformen wie beispielsweise Pod-Casts etc. nicht verschließen. Soviel Tradition sollte bleiben. |