Die Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg
Ex oriente lux mal wieder. In
Zeiten der andauernden Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Kulturkrise gibt es in der
Weltgesellschaft der virtuellen Optionenvielfalt immer noch das Fassbare. Auch
‚im Osten’. Das Buch zum Beispiel.
Zu den wichtigen
Arbeitgebern in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gehören inzwischen (wieder)
Verlage. Meint man gar nicht. Sie sind und bleiben offenbar die
Verbindungsstellen zwischen den kreativen Berufs- und Handelsgruppen – vereint
unter dem gemeinsamen Dach des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Verlage
machen uns fit für die Arbeit in der so genannten Wissensgesellschaft. Mit dem
Wissen eben, dass sie etwa über den Buch- und Zeitschriftenhandel unter die
Leute bringen.
Lesen Sie in dieser Ausgabe über
die zur Zeit wohl interessanteste Verlagslandschaft Deutschlands:
Berlin-Brandenburg. Immer mehr Autorinnen und Autoren zieht es hier her. Es
gibt zahlreiche wissensbasierte Einrichtungen, wie wir sie in anderen europäischen
Metropolräumen in dieser Dichte vergeblich suchen. Das zieht Texturen und Texte
nach sich. Und Arbeitsplätze, die textuelle Güter und Dienstleistungen
konzipieren, entdecken, herstellen, lektorieren, bearbeiten, übersetzen, gestalten,
vertreiben und verwalten. Und nicht nur das: Verlage mischen sich in
öffentliche Belange ein. Das ist ihr Grundmotiv und sie nehmen damit eine für
die PR-Zunft zentrale Funktion in modernen Gesellschaften ein: nämlich als
Intermediäre.
Interessant ist die
Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg vor allem, weil sie so heterogen ist. Hier
gibt es die Großen und die Kleinen. Die Etablierten und die Außenseiter. Die
ländlichen und die städtischen Verlagsorte. Friedrichstraße und Oderbruch. Zentrum
neben Peripherie. Ost- und Westpfade. Verlage sind damit auch Bindeglieder im
komplizierten Geflecht einer Metropolregion wie eben derjenigen, die unseren
Landesverband beherbergt und beeinflusst.
Informieren Sie sich also
über die Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg. Sie nimmt Einfluss auf alle
Lebenslagen. Zum Beispiel bei der Deutschen Bahn als Überbrückungsinstanz
zwischen verwegenen Ansagen, wie wir diesmal aus Kühnes Glosse erfahren. Oder eben generell ab 50plus in Matthias Kochs Rezepten und Reflexionen.
Viel Freude bei der Lektüre
wünscht Ihnen in diesem Sinne,
I h
r Gerhard Mahnken