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  Ausgabe 18 / Oktober 2007 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  

Editorial

Die Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg

Ex oriente lux mal wieder. In Zeiten der andauernden Arbeitsmarkt-, Bildungs- und Kulturkrise gibt es in der Weltgesellschaft der virtuellen Optionenvielfalt immer noch das Fassbare. Auch ‚im Osten’. Das Buch zum Beispiel.

Zu den wichtigen Arbeitgebern in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gehören inzwischen (wieder) Verlage. Meint man gar nicht. Sie sind und bleiben offenbar die Verbindungsstellen zwischen den kreativen Berufs- und Handelsgruppen – vereint unter dem gemeinsamen Dach des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Verlage machen uns fit für die Arbeit in der so genannten Wissensgesellschaft. Mit dem Wissen eben, dass sie etwa über den Buch- und Zeitschriftenhandel unter die Leute bringen. 

Lesen Sie in dieser Ausgabe über die zur Zeit wohl interessanteste Verlagslandschaft Deutschlands: Berlin-Brandenburg. Immer mehr Autorinnen und Autoren zieht es hier her. Es gibt zahlreiche wissensbasierte Einrichtungen, wie wir sie in anderen europäischen Metropolräumen in dieser Dichte vergeblich suchen. Das zieht Texturen und Texte nach sich. Und Arbeitsplätze, die textuelle Güter und Dienstleistungen konzipieren, entdecken, herstellen, lektorieren, bearbeiten, übersetzen, gestalten, vertreiben und verwalten. Und nicht nur das: Verlage mischen sich in öffentliche Belange ein. Das ist ihr Grundmotiv und sie nehmen damit eine für die PR-Zunft zentrale Funktion in modernen Gesellschaften ein: nämlich als Intermediäre.

Interessant ist die Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg vor allem, weil sie so heterogen ist. Hier gibt es die Großen und die Kleinen. Die Etablierten und die Außenseiter. Die ländlichen und die städtischen Verlagsorte. Friedrichstraße und Oderbruch. Zentrum neben Peripherie. Ost- und Westpfade. Verlage sind damit auch Bindeglieder im komplizierten Geflecht einer Metropolregion wie eben derjenigen, die unseren Landesverband beherbergt und beeinflusst.

Informieren Sie sich also über die Verlagslandschaft Berlin-Brandenburg. Sie nimmt Einfluss auf alle Lebenslagen. Zum Beispiel bei der Deutschen Bahn als Überbrückungsinstanz zwischen verwegenen Ansagen, wie wir diesmal aus Kühnes Glosse erfahren. Oder eben generell ab 50plus in Matthias Kochs Rezepten und Reflexionen.

Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen in diesem Sinne,

I h r  Gerhard Mahnken

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