Susann Morgner im Gespräch mit Gisela
Lerch (GL), Leiterin des Referats Information und Kommunikation der
Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Berlin und Brandenburg - auch wenn die Länder bisher nicht amtlich fusioniert sind, gibt es bereits viele gemeinsame Aktionen und Einrichtungen. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften trägt den Anspruch einer gemeinsamen Institution bereits im Namen. Stellt das speziell die Kommunikation vor besondere Aufgaben?
GL: Wir werden als Einrichtung zwar von zwei Ländern getragen, agieren als Akademie aber bundesweit. Unsere Aktivitäten in Brandenburg haben wir in den letzten zwei Jahren dabei deutlich verstärkt. Es gibt mehrere Forschungsvorhaben, die in Potsdam angesiedelt sind. Daneben sind wir mit Initiativen und Veranstaltungen präsent: Unsere Mitglieder und Mitarbeiter halten zum Beispiel Vorträge an Brandenburger Schulen, neuerdings findet auch eine alljährliche Festveranstaltung der Akademie in Potsdam statt. Wir stellen übrigens immer wieder fest, dass die Presse in Brandenburg sehr aufgeschlossen ist, so dass wir unsere Themen dort mitunter leichter platzieren können als in der ‚Hauptstadtpresse’.
Die Akademie ist mit Häusern in Potsdam und Berlin vertreten - die Kommunikationsabteilung sitzt nur in Berlin. Bringt das Schwierigkeiten mit sich oder kommuniziert es sich von Berlin aus einfacher?
Wir haben zum Glück Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in unseren Potsdamer Arbeitsvorhaben am Neuen Markt, die engen Kontakt halten zu den Medien vor Ort. Zudem hat uns das Ministerium für Wissenschaft und Forschung in Potsdam immer auch unterstützt, zum Beispiel durch gemeinsam veranstaltete Pressekonferenzen, wenn es darum ging, unsere Aktivitäten in Brandenburg publik zu machen. Ohne diese doppelte Hilfe wäre die Aufgabe kaum zu lösen.
Wie wichtig ist für die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften überhaupt die regionale, also die Berlin-Brandenburgische Kommunikation? Oder zielt die PR vielmehr auf überregionale und wissenschaftsspezifische Zielgruppen ab?
Mit unseren Pressemitteilungen und unseren Publikationen versuchen wir immer auch ein überregionales Publikum anzusprechen, die Veranstaltungen dagegen richten sich in erster Linie an die Menschen aus der Region. Interessant ist, dass zu unserem ‚Einsteintag’, den wir alljährlich im kleineren Potsdam feiern, ebenso viele Menschen kommen wie zu unserem ‚Leibniztag’, der einmal im Jahr im großen Berlin, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, veranstaltet wird.