Streusandbuechse.de - Kommunikation in Berlin & Brandenburg
  Ausgabe 19 / Mai 2008 Information der DPRG Berlin/Brandenburg  

Editorial

Die Hauptstadtregion – Zur vorläufigen Standortbestimmung in Mark und Metropole

Liebe Leserin,
liebe Leser,

was heißt hier eigentlich „Hauptstadtregion“? Über dieses „Label“ wird in den politischen und wirtschaftlichen Teilöffentlichkeiten zurzeit viel diskutiert. Keine Frage: Es geht dabei zuerst einmal um die wirtschafts- und kulturräumliche Markenbildung eines Sozialraums, der sich im Wettbewerb der europäischen Metropolregionen nach außen behaupten muss. Und weil es in Deutschland auf absehbare Zeit nun mal keine zweite Hauptstadtregion geben wird, stehen wir hier in Sachen Alleinstellungsmerkmal ganz gut da. Überdies gilt: Hautstadtregionen haben per se eine überregionale Ausstrahlung und sind wesentlicher Bestandteil des Nation Branding. Schön für Berlin. Da kann man nicht meckern …

Inzwischen spricht es sich erfreulicherweise immer mehr herum, dass auch das komplette Land Brandenburg zur Hauptstadtregion gehört. Damit geraten außerordentlich heterogen strukturierte Teilregionen unter ein gemeinsames kommunikatives Dach. Zugegeben, an manchen Stellen regnet es seit Jahren durch. Aber es gibt unterdessen unzählige Beispiele des gelungenen Miteinanders. Und es werden – allen Unkenrufen zum Trotz – täglich mehr. Einige haben wir für Sie ausgesucht und in der 19. Ausgabe der streusandbuechse.de knüpft das Schwerpunktthema ganz bewusst an jenen Diskurspart an, der die Perspektive der Binnenkommunikation im Entstehungsprozess einer metropolitanen Marke im Blick behält. Wandeln Sie nun also ganz gelassen auf alten und neuen Pfaden zwischen Mark und Metropole und lassen Sie sich überraschen, was es dazwischen und inzwischen so alles zu erleben gibt.

Damit die Binnenkommunikation in einem komplexen Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsraum nicht unter die Räder kommt, sind jene Kommunikationsprofis unverzichtbar, die beharrlich den Überblick behalten. Die Beiträge in dieser Ausgabe sprechen da eine gemeinsame Sprache: Wir brauchen in der Hauptstadtregion langfristig vor allem Persönlichkeiten, die Komplexität und Heterogenität nicht als Störfaktor, sondern als kommunikative Triebfeder sehen. An dieser Stelle danke ich im Namen der Kolleginnen und Kollegen der Landesgruppe Berlin Brandenburg von Herzen dem scheidenden Vorstandsvorsitzenden Matthias Koch. Lieber Matthias, Du hast uns mit Deinem politischen Gespür, mit profunder Fach- und Menschenkenntnis und mit sicherer Hand neun wunderbare Jahre durch die Kommunikationswelten der Hauptstadtregion geführt. Um es mit Deinen Worten zu sagen: „Bleibe uns gewogen“.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen


I h r  Gerhard Mahnken

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