


Gerhard Mahnken,
Chefredaktion
Die Hauptstadtregion – Zur vorläufigen Standortbestimmung in Mark und Metropole
Liebe Leserin,
liebe Leser,
was heißt hier eigentlich „Hauptstadtregion“? Über dieses „Label“ wird in den politischen und wirtschaftlichen Teilöffentlichkeiten zurzeit viel diskutiert. Keine Frage: Es geht dabei zuerst einmal um die wirtschafts- und kulturräumliche Markenbildung eines Sozialraums, der sich im Wettbewerb der europäischen Metropolregionen nach außen behaupten muss. Und weil es in Deutschland auf absehbare Zeit nun mal keine zweite Hauptstadtregion geben wird, stehen wir hier in Sachen Alleinstellungsmerkmal ganz gut da. Überdies gilt: Hautstadtregionen haben per se eine überregionale Ausstrahlung und sind wesentlicher Bestandteil des Nation Branding. Schön für Berlin. Da kann man nicht meckern ...
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Thema
Das Spiel zwischen Mark und Metropole
Thomas Schmidt-Ott und die Brandenburgischen Sommerkonzerte
- Von Maria Borgmann -
Beim Griechen gegenüber der Neuen Nationalgalerie treffen wir uns zum Gespräch. Er ist eine Spielernatur: Dr. Thomas Schmidt-Ott, vertraut mit künstlerischen und wirtschaftlichen Welten, beide gern verknüpfend – und dies mit Leidenschaft. Sein erstes Instrument war das Cello, das er auf Anregung eines italienischen Freundes seit dem 6. Lebensjahr spielt und auf dem er morgens zwischen halb sieben und sieben den Tag übend beginnt. Inzwischen ist er nicht nur ein bekannter Konzert- und Jazzmusiker geworden, sondern leitet gemeinsam mit Prof. Klaus Siebenhaar am Berliner Institut für Kultur- und Medienmanagement der Freien Universität Berlin das Zentrum für Audience Development. Über letztere künstlerisch-wirtschaftswissenschaftliche Zwitterdisziplin – frei übersetzt: die Kunst, neues Publikum zu gewinnen – habilitiert er sich. Er ist vielseitiger Orchestermanager, der „spielerisch“ Marketing und künstlerische Inspiration verbindet; dem die Gewinnung von Publika für Kunstereignisse ebenso emotionales wie geschäftliches Anliegen ist; der mit Aktien routiniert umgeht; der politische Literatur liest, aber auch das Einhandsegeln übt. Der vor allem aber spiritus rector der Brandenburgischen Sommerkonzerte ist, die ein exzellentes Beispiel für das „spielerische“ Zusammenwirken von Mark und Metropole sind.
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Thema
Guten Tag und Grüß Gott. Kommunikationswelten zwischen Allgäu und Berlin.
Metropolregionen im Vergleich
- Von Ulrike Propach -
I) Was macht Berlin-Brandenburg aus?
Als Kommunikationsberaterin zwischen den Welten berichte ich gerne über meine persönlichen Erfahrungen und Reflexionen zu Metropole und Provinz. Als „Allgäuer Botschafterin“ habe ich sieben Jahre Berlin-Erfahrung – und stamme aus dem schönen Ostallgäu, in dem ich nun gleichzeitig zur Berliner Präsenz lebe und arbeite.
Ungefähr ein Jahr und viele Fahrradtouren hat es gebraucht, bis ich in Berlin eine ernst zu nehmende Stadtorientierung hatte. Die seltsame Mischung aus Dörfern, die zu Kiezen und kleinen Stadtzentren wurden, gepaart mit dem Glamour und architektonischen Glanzleistungen oder Größenwahnsinn, gibt Zugezogenen viele Rätsel auf. Vor allem ändert sich dann doch wieder alles: am besten jedes Jahr einen neuen BVG-Stadtplan kaufen und sich nicht wundern, wenn ein halbes Jahr später statt einem Hochhaus aus den 1960ern plötzlich ein Hotel an der Straßenecke prunkt.
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Thema
Wie viele Kirchen braucht das Land?
Bernd Janowski
- Von Bernd Janowski -
Mit dem Beginn der warmen Jahreszeit zieht es die Berliner wieder in Scharen aufs Land. Die Regionalzüge sind regelmäßig überfüllt. Über holprige Dorfstraßen rollen Radfahrer in bunter Designerkleidung. Auf dem Berliner Ring und den Zubringerautobahnen kommt es häufiger zu Staus.
Was suchen die gestressten Großstadtbewohner bei ihren Ausflügen in das Umland? Zuerst natürlich die Natur. Brandenburg hat herrliche Wälder zu bieten und wunderschöne Badeseen. Auch wenn längst nicht mehr jeder Ort über die alte Dorfkneipe verfügt, gibt es inzwischen Landrestaurants, die kulinarische Höhepunkte bieten. Daneben jedoch besteht bei immer mehr Besuchern der Wunsch nach Authentizität und das Bedürfnis, mehr über die Geschichte der jeweiligen Landschaft zu erfahren.
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Thema
Die Schule der Raumpioniere
- Von Gerhard Mahnken -
Der Zenit der sozialräumlichen Hochglanzpolitik ist überschritten. In Ostdeutschland nun schon wieder etwas länger. Denn die postsozialistische Gesellschaft ist bekanntlich nicht nur krisenerprobt, sondern übervorsichtig in Sachen unterkomplexer Raumbeschreibungen. Was ist zu tun, wenn Leitbilder, Kampagnen oder das viel bemühte ‚Stadt- und Regionalmarketing’ nicht mehr die gewünschte Wirkung erzielen, weil die Brands der verheißungsvollen Regionen des Wissens, Lernens und der Kulturen den Menschen in ihrer Alltagswelt vor Ort oft wie Hohn ins Gesicht schlagen?
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Thema
Kulturland Brandenburg 2008:
»Provinz und Metropole | Metropole und Provinz«
- Von Florian Trott -„Provinz und Metropole | Metropole und Provinz“ – unter diesem Motto provoziert Kulturland Brandenburg in diesem Jahr bewusst, aber auch selbstbewusst mit dem vermeintlichen Gegensatz. Bei den Vorbereitungen wurde kontrovers darüber diskutiert, ob der Slogan vielleicht nicht etwas zu provokativ sei. Letztendlich hat man sich dann aber für den Titel entschieden, und das war – nicht nur aus PR-Sicht betrachtet – richtig so. Die Vielfalt der Veranstaltungen im Kulturlandjahr 2008 zeugt eindrücklich vom Selbstbewusstsein der kulturellen Akteure im Umgang mit dem Verhältnis von Provinz und Metropole – Brandenburg und Berlin. Zahlreiche Ausstellungen, Kunst- und Theaterprojekte, Veranstaltungen und Führungen beschäftigen sich auf unterschiedliche Weise mit den vielschichtigen Verbindungen zwischen Brandenburg, Berlin und anderen Metropolen.
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Thema
Klößchen, Kloesschen oder Mark-Kloesschen?
Von einer, die sich aufmachte, das passende Rezept zu suchen
In dieser Ausgabe darf ein kulinarischer Beitrag aus der Region einfach nicht fehlen! Als Kommunikationsfachfrau mit Berufserfahrungen rund ums deutsche Agrargut kein Problem, denke ich und greife beherzt ins Küchenregal. In der Hoffnung, dort die kreative Eingebung zu finden, fällt mir als Erstes Bernhard Kaisers „Goldenes Kochbuch“ in die Hände. Das hat die Charlottenburger Standesbeamtin mir zur Eheschließung übergeben, obwohl mein Mann ganz sicher keinen unterernährten Eindruck gemacht hat. Auf Seite 56 finde ich das Rezept für die Markklößchen, Kalorienangaben gleich dazu. Weil ich mich mit einer Variante nicht zufrieden gebe und die anderen Werke ganz sicher nicht das bieten, was ich suche, frage ich bei Google nach – und hier eröffnet sich ein wahres Schlemmerparadies, das ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten will:
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Interview zum Thema
Wissenschaftskommunikation Berlin-Brandenburg
Susann Morgner im Gespräch mit Gisela Lerch (GL), Leiterin des Referats Information und Kommunikation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der WissenschaftenBerlin und Brandenburg - auch wenn die Länder bisher nicht amtlich fusioniert sind, gibt es bereits viele gemeinsame Aktionen und Einrichtungen. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften trägt den Anspruch einer gemeinsamen Institution bereits im Namen. Stellt das speziell die Kommunikation vor besondere Aufgaben?
GL: Wir werden als Einrichtung zwar von zwei Ländern getragen, agieren als Akademie aber bundesweit. Unsere Aktivitäten in Brandenburg haben wir in den letzten zwei Jahren dabei deutlich verstärkt. Es gibt mehrere Forschungsvorhaben, die in Potsdam angesiedelt sind. Daneben sind wir mit Initiativen und Veranstaltungen präsent: Unsere Mitglieder und Mitarbeiter halten zum Beispiel Vorträge an Brandenburger Schulen, neuerdings findet auch eine alljährliche Festveranstaltung der Akademie in Potsdam statt. Wir stellen übrigens immer wieder fest, dass die Presse in Brandenburg sehr aufgeschlossen ist, so dass wir unsere Themen dort mitunter leichter platzieren können als in der ‚Hauptstadtpresse’.
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Interview zum Thema
Soziale Kompetenz
„Wer führen und überzeugen will, muss freundlich sein.“
Die Relevanz sozialer Kompetenz scheint für Führungskräfte und Berater ein Dauerthema zu sein. Schließlich überzeugen PR-Berater im Kundenkontakt nicht zuletzt auch aufgrund ihrer von Empathie und Wertschätzung geprägten Kommunikation. Grund genug, das scheinbar weiche Thema „soziale Kompetenz“ ein wenig näher zu beleuchten. Alexander Moritz sprach für streusandbuechse.de mit der Fachtrainerin Sandra Eisenmann über Möglichkeiten und Grenzen sozialer Kompetenz.mehr->
Glosse
Willkommen in Bad Berlin
Achim Kühne-Henrichs über Stadt und „Umland“ in Zeiten der Globalisierung
Francois Sodji, mein Nachbar im Gewerbehof in der Bundesallee, kam gestern mal wieder aus Shenzhen zurück nach Berlin. In China lässt er Telefonanlagen bauen. Für Afrika. Drei bis vier Mal im Jahr jettet Francois um die Welt. „In Afrika muss man die Leute gut kennen, wenn man ins Geschäft kommen will“, sagt er. In China wie-derum müsse man immer wieder auf die Qualität der Produkte achten - und ständig mit den chinesischen Geschäftspartnern Essen gehen. Das sei auf Dauer schon an-strengend, sowohl der permanente Qualitätscheck als auch das anschließende, stets lebhaft laute chinesische Geschäftsessen.
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