


Gerhard Mahnken,
Redaktionsleitung
Gesundheitsregion
Berlin/Brandenburg
Medicus curat, natura sanat. Diese antike Binsenweisheit hat mein alter Freund Jörg Z. früher gern mal zwischendurch und ungefragt in den Schulunterricht einfließen lassen. Damit konnte er die damals noch frischen 68er-Lehrer immer schwer verunsichern. Und das, obwohl er bis heute nicht das Kleine Latinum hat. Er wird das angeblich im Alter nachholen. Der Arzt behandelt, die Natur heilt: Hat dieser alte Angeber-Spruch überhaupt noch irgendeine Bedeutung? Und wenn ja, wer oder was ist dann die Natur?
Auf jeden Fall hat sie immer etwas mit Zeit zu tun. Die Zeit heilt Wunden. Mit dieser Ausgabe heben wir deshalb wieder einmal ein Zukunftsthema auf den Tisch, dass uns in der Region seit Jahren beschäftigt: Es geht in der zwanzigsten streusandbuechse.de um die Gesundheitsregion Berlin/Brandenburg. Viele Experten sehen den Gesundheitssektor inzwischen nämlich als den Entwicklungspfad, der uns in der deutschen Hauptstadtregion in eine prosperierende Wirtschaftentwicklung führen soll.
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Thema
Pathologie – Erneuter Aufbruch vom Ausgangspunkt
- Von Gisela Kempny -
„Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft, und die Politik ist nichts weiter als Medizin im Großen.“ Das war die Auffassung des in Berlin wirkenden Rudolf Virchow, dem Begründer der modernen Pathologie. Jede Krebsdiagnose, die heute gestellt wird, stammt von einem Pathologen. Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt hat sich das Fach vom Ende des Krankheitsprozesses, der Obduktion, bis zu seinen frühesten Anfängen vorgeschoben und ist heute auch aus der Früherkennung von Krebsprozessen des Gebärmutterhalses, der Brust, des Darms und der Haut nicht wegzudenken. Trotz des so breit gefächerten Einsatzgebietes ist die Zahl der Pathologen sehr klein. Mit 0,4 % der gesamten Ärzteschaft und gerade einmal 1.000 Mitgliedern des Verbandes bei insgesamt 315.000 berufstätigen Ärztinnen und Ärzten ist es klar, dass das Fachgebiet ein Darstellungsproblem hat und mehr oder weniger immer eins haben wird. Lange Zeit begnügte man sich mit einer Arbeit, die ebenso wie das Fachgebiet eher im Verborgenen stattfand. Die Verbandssitze Göttingen, Mönchengladbach und Gelsenkirchen beschrieben eher die deutsche Peripherie. Zum 01.07.2008 nun haben wir den Sprung ins Zentrum der Gesundheitspolitik nach Berlin vollzogen.
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Thema
Vorkämpfer für gesundheitliche Prävention
Ulf Fink baut in der Region Berlin/Brandenburg zukunftsfähige Netwerke auf
- Von Maria Borgmann -
Gesundheitsprävention und Qualitätskontrolle in der Medizin und Gesundheitswirtschaft sind die beiden großen Ziele, für die Ulf Fink seine ganze berufliche Erfahrung und sein in Jahrzehnten gesponnenes Netzwerk engagiert einsetzt. Der studierte Diplomvolkswirt begann seine Karriere 1967 im Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung unter Hermann Katzer und hatte als CDU-Mitglied zahlreiche hohe Ämter inne. In Berlin war er 1981-1989 Senator für Gesundheit und Soziales, 1985-1992 Mitglied des Abgeordnetenhauses und 1991-1993 Vorsitzender des Landesverbandes der CDU Brandenburg.
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Thema
Kommunizieren bis der Arzt kommt
Aktion zur Darmkrebs-Früherkennung bei Bayer Schering
- Von Harald Dudel -
Dass ein engagiertes Pharma-Unternehmen in Sachen Gesundheitsförderung nicht nur nach außen, sondern auch erfolgreich nach innen wirken kann, belegte unlängst Bayer Schering Pharma mit einer spektakulären Aktion: Der Betriebsärztliche Dienst engagierte für die Berliner Firmenzentrale Arzt und Kabarettisten Dr. Eckehard von Hirschhausen, um die Berliner Mitarbeiter zur Darmkrebs-Früherkennung zu motivieren. Die ungewöhnlich hohe Beteiligung der Mitarbeiter zeigt, wie ein gezieltes Zusammenspiel zwischen Unternehmensleitung, betriebsärztlichem Dienst und Interner Kommunikation erfolgreich funktionieren kann.
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Neue Rubrik
Dudels MediaMarker
In der neuen Rubrik „Dudels MediaMarker“ nimmt unser Technik engagiertes Vorstandsmitglied Harald Dudel ab sofort Produkte und Trends mit PR-Praxisbezug aufs Korn
ZEN-Wachheit oder PowerPoint-Nickerchen?
Wirksames rezeptfreies Schlafmittel ohne Nebenwirkung gesucht? Wie wäre es mit einer PC-Präsentation im Stil von PowerPoint und ähnlicher Business-Slideware? Denn egal ob bei Unternehmensstrategien, Absatzplanungen oder PR-Kampagnen – in der Mehrzahl dieser Präsentations (un)fälle stellt sich beim Zuschauer zuverlässig der gleiche Erfolg ein: Wegnicken. Und hinterher kann sich kaum jemand an die mitunter mühsam vermittelten Folieninhalte erinnern. Egal ob überflüssiger Überblendungs-Firlefanz zum Einsatz kam oder – deutschtypisch – zu viel Inhalt in viel zu kleiner Schrift auf die Folienfläche entsorgt wurde.
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