

Gerhard Mahnken,
Redaktionsleitung

Maike Althaus,
Redaktion
Politik – Jugend – Kommunikation
Bei der Europawahl 2004 haben lediglich 30 Prozent der Jungwählerinnen und -wähler (18 – 25 Jahre) ihre Stimme abgegeben. Eine Umfrage der Bundeszentrale für politische Bildung lässt vermuten, dass die Beteiligung dieser Wählergruppe an der Europawahl 2009 ähnlich niedrig gewesen sein könnte. Dies ist angesichts der allgemein niedrigen Wahlbeteiligung nicht verwunderlich, wohl aber bedenklich. Die Generation, um deren Zukunft es geht, bleibt den Wahlurnen fern.
Unternehmen haben die Bedeutung der Jugendkommunikation bereits seit längerem erkannt. Sie tun dies, um ihre Aufgabe als gesellschaftlich verantwortliches Unternehmen wahrzunehmen oder um sich mit den Zielgruppen von morgen auseinanderzusetzen. Doch wie sieht es in der politischen Kommunikation aus? Was tun politische Institutionen, um Jugendliche für Politik zu begeistern? Wie erklären sie Jugendlichen, dass ihr Engagement gefragt und für eine lebendige Demokratie wichtig ist? Wir halten diese Fragen im Superwahljahr 2009 für aktueller denn je.
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Interview
„Sie wollen wie Erwachsene behandelt werden …“
Im Gespräch mit Nicolai Schley, Geschäftsführer der ElementarFilm Medienproduktion über politische Jugendkommunikation
Wie können Jugendliche mit dem Medium Film für politische Themen sensibilisiert werden? Welche Vorteile bietet das Medium gegenüber anderen, um junge Menschen zu aktivieren und für Politik zu begeistern? Die Redaktion der „Streusandbüchse“ sprach mit Nicolai Schley, Geschäftsführer der ElementarFilm Medienproduktion über politische Jugendkommunikation.
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Gastbeitrag
„Ich kann Politik“
Bürger Europas e.V. bringt frischen Wind für die Demokratie
Allein im ersten Halbjahr 2009 hat Bürger Europas e.V. über 10.000 junge Leute und Europapolitiker vieler demokratischer Parteien bei Foren zusammengebracht. Welch Gelegenheit, unsere Demokratie mit Leben und frischem Wind auszufüllen. Welche Chance für junge Menschen ihren Volksvertretern mit kritischen Fragen und Statements auf den Zahn zu fühlen und für Politiker, am Puls der jungen Generation zu sein. Wirklich genutzt haben diese Chance auf beiden Seiten nur wenige.
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Thema
Europagetwitter und Kreidekreis
"StudiVZ, twitter, facebook – neue Medien nutzen! Kultur, Bildung, Handygebühren, Klima – Themen wählen, die ankommen! Krumme Gurke - Mythen schnell entmythisieren!" Das waren einige der Vorschläge, die 20 junge Medienmacher bei einem Workshop "Europa mal anders" unterbreiteten. EU-Kommission, Jugendpresse Deutschland e.V. und Heinz-Schwarzkopf-Stiftung hatten vor der Europawahl zur Diskussion eingeladen, wie man junge Menschen für Europa interessiert und an die Wahlurne lockt.
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Thema
Initiative: Jugendliche gestalten die Zukunft Europas
Europa ist unsere Zukunft - das gilt besonders für die junge Generation. Doch viele Jugendliche haben kein Interesse an Europa oder fühlen sich politischen Gestaltungsaufgaben nicht gewachsen. Vor diesem Hintergrund hat das Beratungsunternehmen IFOK für die Robert Bosch Stiftung die Initiative Jugend denkt Europa konzipiert. Politische Jugendkommunikation kann nur im Dialog funktionieren. Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, sich an politischen Gestaltungsaufgaben zu beteiligen. Nur so gelingt es, junge Menschen für politische Fragen zu begeistern. Das ist eines der entscheidenden Prinzipien von Jugend denkt Europa.
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