
| Ausgabe 22 / Mai 2010 | |||
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RezensionZur „Dankstelle“ bitte „zweimal klopsen“„Übelsetzungen“ Band drei liefert die neuesten unfreiwilligen Übersetzungsknüller
Na, auch schon mal über miese Übersetzungen blau geärgert? Zum Ausgleich können Sie sich mit diesem Buch mal über das Thema schlapp lachen. Autor und SZ-Journalist Titus Arnu hat nämlich mit „Übelsetzungen“ Band drei wieder einmal unfreiwillige Übersetzungsknüller gesammelt und in scharfsinnigen Texten kommentiert. Schon mit dem Vorgänger „Würste der Hölle“ hatte er drei Wochen nach Erscheinen den Einstieg auf Platz 5 der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch geschafft. Zur Sprache kommen wieder verbale Pannen aus aller Welt: Über 100 Übelsetzungs-Highlights aus Amerika, Asien, Afrika, europäischen Ländern sowie aus Deutschland. Gefunden wurden sie auf Schildern, in Speisekarten, Rezepten, Gebrauchsanweisungen, Prospekten, Waschanleitungen etc. – alle fotografisch dokumentiert. Die Spanne der vorgestellten Exponate reicht von „Extrajungfrauenöl“ über „Dummkopfcreme“, „vermummte Garnelen“ und „Kartoffelknochen“ bis hin zu“ Broschüren der Schweinelende“. Aber auch hilfreiche Hinweise wie „zur Dankstelle bitte zweimal klopsen“ und den „Happy-Hauer-Cocktail“ hat Autor Arnu aufgelistet. Unterm Strich gilt für alle dieser unfreiwillig komischen Fundsachen: Gut gemeint, aber schlecht gemacht. Und spätestens da sollten wir uns als Kommunikationsleute mal in die eigene Nase zwicken, denn Kommunikation ist ja bekanntlich nicht das, was wohlmeinend beabsichtigt war, sondern das, was ankommt. Wenn es ankommt. Dieses Buch jedenfalls kommt an. ÜBELSETZUNGEN - Brandneue Sprachpannen aus aller Welt |