
| Ausgabe 24 / August 2011 | |||
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InterviewSteffen Ritter wurde im Juni 2011 auf der Mitgliederversammlung in Köln zum Vizepräsidenten der DPRG gewählt. Die Redaktion der Streusandbuechse interessierte sich für die Hintergründe und fragte Steffen Ritter direkt: Sie haben in der Hauptstadtregion für die DPRG schon jede Menge Verantwortung übernommen. Ihr Name ist in der PR-Szene bestens bekannt. Warum muss es jetzt auch noch die Position des Vizepräsidenten auf Bundesebene sein? Wir Berliner haben eine besondere bundesweite Verantwortung innerhalb der DPRG. Berlin ist ja nicht nur der Sitz unserer Bundesgeschäftsstelle. Erfolgreiche Verbandsarbeit speist sich zu einem großen Teil aus dem Austausch mit der Wirtschaft, der Politik und Kultur. Lobbyarbeit ist bisher nun wirklich noch nicht unsere Stärke. Wir konzentrieren uns auf Bundesebene noch zu sehr auf das Wirken nach innen. Zukünftig werden wir uns weitaus stärker in gesellschaftliche und politische Meinungsbildungsprozesse einbringen müssen. Das ist eine inhaltliche und auch zeitliche Herausforderung für unseren Berufsverband. Diesen Prozess möchte ich gerne mit dem Gewicht der Stimme eines Vizepräsidenten mitgestalten. Wo möchten Sie Ihre Schwerpunkte als Mitglied des Bundesvorstandes setzten? Wo sehen Sie Lücken, die von Ihnen ausgefüllt werden? Eine Lücke, die es auszufüllen gilt, habe ich ja gerade beschrieben. Für mich sind unsere vielen aktiven Landesgruppen das Herz des Verbandes. Die DPRG lebt, abgesehen von Großveranstaltungen und bundesweiten Arbeitsgruppen, in den Ländern. Da kann noch viel untereinander verzahnt werden, Ideen können transportiert werden und wir können noch stärker Länder übergreifend arbeiten. Dies möchte ich stärken. Aber auch das Tagesgeschäft, die ganz praktische Unterstützung unseres Bundesgeschäftsführers, werde ich in großen Teilen übernehmen. Schließlich bin ich das einzige Vorstandsmitglied mit Sitz in Berlin. In den letzten Monaten ist mehr oder weniger offen über die Rolle gesprochen worden, die Berlin für die DPRG einnehmen kann. Wird Berlin durch Ihre Wahl wichtiger oder bleibt alles beim Alten? Die DPRG-Landesgruppe Berlin-Brandenburg wird auf Bundesebene schon seit geraumer Zeit als vital, ideenreich und engagiert wahrgenommen. Unsere Meinung hat bundesweit Gewicht und wird geachtet, auch wenn wir nicht immer bequem sind. Ich wünsche mir sehr, den Berliner Schwung heraustragen zu können, den Mut, Neues ausprobieren zu können und ausgetretene Pfade zu verlassen. Es wäre schlimm, wenn alles beim Alten bliebe. Personeller Wandel sollte Veränderungen mit sich bringen. „Am Anfang jeder Tat steht die Idee. Nur was gedacht wurde, existiert“, dies ist dabei mein Leitspruch. Besten Dank und Erfolg dabei, Herr Ritter! - Das Gespräch führte Gerhard Mahnken - |