
| Ausgabe 24 / August 2011 | |||
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ThemaHauptstadtregion = FilmregionAnd the winner is … Berlin-Brandenburg!- Von Nicolai Schley - „In Berlin, da kannst du die Kinder der Filmstars auf dem Schulhof kennen lernen“, so wollte mich mein Vater im Alter von neun Jahren für einen Umzug nach Berlin begeistern. Wir zogen dann doch nicht nach Berlin, aber ich wusste seitdem, dass dies der place to be ist, wenn man zum Film will. Nach der Schule zog ich dann in die Hauptstadt, um Filmemacher zu werden. So ähnlich zieht es nun schon seit 100 Jahren die jungen Filmschaffenden, und solche, die es werden wollen, nach Berlin. Entsprechend viele hervorragende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind in der Hauptstadtregion entstanden. Von der traditionsreichen Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam über die Deutsche Film und Fernsehakademie in Mitte bis zur alternativen Filmschule Filmarche in Kreuzberg. Berlin, das ist die Wiege des Films. Hier fand im Varieté Wintergarten am 01.11.1895 die erste Filmvorführung statt, acht Wochen bevor die Gebrüder Lumiére ihren Cinematographe in Paris vorstellten. In den Zwanzigern waren die Babelsberger Filmstudios die modernsten und am besten ausgestatteten Filmstudios der Welt. Hitchcock drehte hier seine ersten Filme als Regisseur. Für die Großen des Filmgeschäfts sind die Babelsberger Filmstudios und Berlin auch heute wieder der Ort, an dem man alles findet, was man braucht. Die kreativen Köpfe, die technischen Zulieferer und die Konkurrenzunternehmen bieten die notwendige starke Basis für erfolgreiches Arbeiten. So entstehen in der Hauptstadtregion jedes Jahr 300 Filme und sie feiern Erfolge, die sich weltweit herumsprechen: fünf Oscars in vier Jahren, 72 Deutsche Filmpreise seit 2004, 18 Europäische Filmpreise, bei der Berlinale in diesem Jahr ein Silberner und ein Gläserner Bär, aktuell 16 LOLAs, sechs Golden Globes, 2009 eine Goldene Palme für „Das weiße Band“ usw.. Häufig ist Berlin dabei nicht nur Produktionsstandort, sondern auch Motiv. Im Brennpunkt der deutschen Geschichte finden sich die Drehorte, die das Lebensgefühl der Deutschen widerspiegeln. Dank mehrerer Spezial-Reiseführer, kann der Drehort-Tourist dann auch auf Spurensuche nach Filmmotiven aus „Berlin Alexanderplatz“, „Good Bye, Lenin!“ oder „Mein Führer“ gehen. Die Kinder der Stars habe ich zwar noch nicht kennen gelernt, aber ich freue mich als Berliner, wenn ich bei der Berlinale einen Hollywoodfilm mit einer Verfolgungsjagd auf der Friedrichstraße sehe. |